Design und Konstruktion
Die Linien von Holman & Pye aus den frühen siebziger Jahren brachten ein Boot mit einer Verdrängung von 16.350 Pfund bei einer Wasserlinie von 26 Fuß hervor, bei einer Breite von nur 10 Fuß. Dieses Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,50 macht sie schlanker als 79 % aller anderen ähnlichen Entwürfe – ein Verhältnis, das auf einen seegütigen Rumpf schließen lässt und nicht auf eine volumenoptimierte Charterhülle. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 38 Prozent – 6.230 Pfund Eisen in ihrem Langkiel – liegt höher als bei nur 38 % vergleichbarer Boote. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 416 qualifiziert sie als ultraschwere Fahrtenyacht, wobei nur 5 % ähnlicher Entwürfe schwerer sind. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,58 und eine Komfort-Ratio von 40,7 – gemessen als komfortabler als bei 98 % aller ähnlichen Segelboot-Konstruktionen – zeugen von einem Rumpf, der dazu gebaut ist, Bewegungen im Ozean aufzufangen, anstatt durch sie hindurchzurasen. Der massive GFK-Rumpf hat eine benetzte Fläche von etwa 290 Quadratfuß und weist je nach Beladung einen Tiefgang von 4,99 bis 5,29 Fuß auf – flach genug für die meisten Marinas, aber tief genug, um unter Ketsch-Rigg am Wind bestehen zu können. (1)
Rigg und Handhabung
Die Ketsch-Konfiguration verteilt die Segelfläche auf zwei Masten, und die Maße des stehenden und laufenden Guts sind gut dokumentiert. Die Schoten von Fock und Genua haben eine Länge von etwa 35 Fuß bei einem Durchmesser von 14 Millimetern; die Großschot ist mit 87,5 Fuß ebenfalls 14 Millimeter stark, und die Spinnakerschot misst 77 Fuß bei demselben Durchmesser. Das Verdrängungsverhältnis von 906 Pfund pro Zoll sagt die praktische Wahrheit: Sie liegt schwer im Wasser und verändert ihren Trimm langsam, was einen geduldigen Segeltrim über heftige Ruderkorrekturen belohnt. Ihre theoretische Höchstgeschwindigkeit als Verdrängerrumpf beträgt 6,8 Knoten, und der lange Kiel mit am Kiel angehängtem Ruder sorgt für ein berechenbares, wenn auch nicht agiles Kursverhalten.
Unterbringung
Für die Sovereign 35 liegen keine veröffentlichten Innenraumaufteilungen, Kabinenzahlen oder Details zu den Kojen vor. Die schmale Breite von 10 Fuß und die Länge von 35 Fuß deuten auf ein Kabinenvolumen hin, das eher auf Langstreckenfahrten als auf eine Aufteilung für Gäste ausgelegt ist – was zum Charakter einer extrem schweren Fahrtenyacht passt.
Bekannte Schwachstellen
Die Sovereign 35 zeigt in ihrer dokumentierten Historie keine strukturellen Mängel, Osmoseprobleme im Rumpf, Rigg-Schäden oder systematische Konstruktionsfehler. Ein Gutachten durch einen Käufer ist der Weg, um den Zustand eines einzelnen Bootes zu klären.
Refits und Eignerschaft
Das Boot kann mit einem eingebauten Thornycroft-Dieselmotor ausgestattet sein – dies ist die einzige mechanische Spezifikation, die im Register angegeben ist. Die Eignerschaft des Namens Sovereign ging ab 1988 mehrfach in amerikanische Hände über, doch die Sovereign 35 selbst war ein britisches Produkt der Werft Upham aus den frühen siebziger Jahren, das sich von späteren Booten der Marke Sovereign unterscheidet, die nach diesem Übergang gebaut wurden. Die Einfachheit des Langkiels und das Ketsch-Rigg sorgen für eine unkomplizierte, wenn auch schwere Wartung der Ankergeschirre und der Steueranlage.
Das Fazit
Die Sovereign 35 ist eine durchdacht proportionierte Fahrtenyacht aus den frühen siebziger Jahren, deren geringe Breite und hohe Verdrängung Komfort mit Blauwassertauglichkeit verbinden. Sie ist kein Leistungsschiff, aber ihre Werte beschreiben ein Boot, das einer Crew bei schlechtem Wetter sicher Schutz bietet.
Vorteile
- Die Komfort-Ratio liegt über 98 % der ähnlichen Konstruktionen
- Extrem hoher Verdrängungs-Längen-Verhältnis für hohe Stabilität auf See
- Schmaler Rumpf für eine 35-Fuß-Fahrtenyacht
Nachteile
- Geringes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis im Vergleich zu Konkurrenzmodellen
- Langer Kiel schränkt die Manövrierfähigkeit in engen Marinas ein
- Spärliche technische Daten außer Rigg und Kennzahlen









