Design und Konstruktion
Alubat baute die Ovni 32 mit einem Aluminiumrumpf, und der Schwertkiel selbst ist aus Eisen statt aus Blei – eine pragmatische Wahl für ein bewegliches Anhangschaft, das dem Grundberühren ausgesetzt ist. Die Proportionen des Bootes zeugen von einer schweren Fahrtenyacht: Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 277 ordnet sie fest in die Kategorie der „schweren Fahrtenyachten“ ein, während ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 Prozent und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,09 auf einen breiten, tief beladenen Rumpf hinweisen. Die benetzte Fläche beträgt etwa 333 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis von 987 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass sie im absoluten Sinne schwer auf dem Wasser liegt und träge anspringt, aber beständige Segelleistung belohnt. Das Kenterungsverhältnis von 1,95 und eine Komfort-Ratio von 24,9 zeichnen ein stabiles, beruhigendes Bootskonzept statt eines lebhaften Regattaseglers.
Rigg und Handhabung
Die Ovni 32 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, und die angegebenen Schotlängen sind für ihre Größe großzügig bemessen: eine 25,6 Meter lange Großschot und 10,2 Meter lange Schoten für Fock und Genua, alle mit einem Durchmesser von 12 mm, sowie eine 22,5 Meter lange Spinnakerschot. Diese Längen deuten auf ein Cockpit hin, das für kontrollierte, manuelle Segelbedienung ohne ständige Nutzung der Winschen ausgelegt ist. Der Schwertkiel sorgt bei aufgeholtem Schwert für einen Tiefgang von etwa 1,64 bis 1,94 Fuß, was es ihr ermöglicht, in flache Marinas einzulaufen, die für ein Festkiel-34-Fuß-Boot unerreichbar wären. Unten vergrößert das Schwert den Griff im Wasser und die Kursstabilität. Die berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 5,9 Knoten, wobei theoretisch eine Verdrängerrumpf-Geschwindigkeit von 6,8 Knoten möglich wäre. Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,12 kennzeichnet sie als moderat motorisiert für ihr Gewicht – ausreichend für Fahrtensegeln, aber nicht für Sprinte. (1)
Unterbringung und Revierprofil
Der Charakter der Ovni 32 als schwere Fahrtenyacht und ihre CE-Zertifizierung nach Kategorie B deuten auf ein Boot hin, das für Küsten- und Hochseepassagen konzipiert ist und nicht für das gemütliche Herumliegen im Hafen. Ihre Wasserkapazität von 58 Gallonen und der Dieselbehälter von 18 Gallonen, kombiniert mit einem einzelnen Yanmar-Diesel mit 27 PS, beschreiben eine autarke Reichweite, die sich ideal für längere Aufenthalte an Bord eignet. Das Schwertformat erweitert die Ankerreviere für ein segelndes Paar oder eine kleine Familie. Sie ist ein Werkzeug, um Orte anzusteuern, die von Konkurrenzbooten mit geringem Tiefgang nicht so leicht erreicht werden können.
Das Fazit
Die Ovni 32 ist eine speziell für das Fahrtensegeln mit einem Aluminium-Schwenkkiel konstruierte Fahrtenyacht, die reine Geschwindigkeit gegen Zugang und Stabilität eintauscht. Dieser Entwurf aus den späten Achtzigern von Briand, der in geringer Stückzahl von Alubat gebaut wurde, bleibt eine durchdachte Antwort auf die Anforderungen des Fahrtenseglers mit geringem Tiefgang: schwer, breit und für anspruchsvolle Gewässer zertifiziert. Sie wird keine Jollenregatta gewinnen, aber sie bringt ihre Crew dorthin, wohin feste Kiele nicht gelangen.
Vorteile
- Aluminiumrumpf mit Eisen-Schwert für hohe Toleranz gegenüber Grundberührungen und Zugang zu flachen Revieren
- CE-Zertifizierung der Klasse B und ein Kenterungsverhältnis von 1,95 für Hochseetauglichkeit
- Stabilität durch schwere Verdrängung mit 43 Prozent Ballastanteil und einer Komfort-Ratio von 24,9
Nachteile
- Für ihre Gewichtsklasse eher schwache Motorisierung führt zu mäßiger Leistung bei leichtem Wind
- Weniger als 100 Einheiten gebaut, daher sind Ersatzteile und Gutachter-Erfahrung selten
- Die berechnete Höchstgeschwindigkeit von 5,9 Knoten schränkt die Planung von Törns ein

