Design und Konstruktion
George Olson war ein in Santa Cruz ansässiger Konstrukteur und Bootsbauer, der als Pionier für ultraleichte Verdrängerschiffe (ULDBs) aus der Santa Cruz-Szene gilt. Die Olson 40 spiegelt diese Abstammung in ihrer Betonung einer extrem leichten Bauweise wider. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, weist eine Verdrängung von 10.350 Pfund bei 5.500 Pfund Bleiballast auf – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 53 Prozent, das auf eine steife, seetüchtige Plattform statt auf ein federleichtes Spielzeug hindeutet. Ein Flossenkiel mit Spatenruder bildet die Basis des Layouts, und die Wasserlinie von 36 Fuß bei einer Länge über alles von 40 Fuß 3 Zoll verleiht dem Rumpf im Verhältnis zu seiner Größe einen langen, schlanken Auftrieb. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, und der Segelplan wurde über den gesamten Bauzyklus hinweg nicht eingefroren – die Mastposition wurde bei einigen Booten angepasst, um das Gewicht im Anker zu optimieren. Mit einer Segelfläche von 720 Quadratfuß und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von rund 24 ist die Olson 40 für ihre hervorragenden Segeleigenschaften bekannt: Sie ist schnell und agil bei mäßigem Wind. Sie läuft gut Höhe am Wind und bietet starkes Potenzial zum Surfen auf raumen Kursen. Diese Eigenschaften haben ihr bei Events wie der Transpac Glaubwürdigkeit als seetüchtige Leichtdeplacement-Yacht eingebracht. Eigner loben ihr Gleichgewicht, ihre Steifigkeit und ihren Spaßfaktor, und viele beschreiben das Boot als eine „große, sanfte Katze“, die sich einhand oder mit kleiner Crew hervorragend segeln lässt. (1)
Unterbringung
Unter Deck hält sich die Olson 40 an ein praktisches Konzept für Regatta-/Fahrtenyachten mit einer V-Koje im Vorschiff, einer Sofakoje, einer funktionalen Pantry, einer Nasszelle und Stauräumen, die für den Einsatz an der Küste oder auf See geeignet sind. Die Aufteilung setzt auf Funktion statt auf maximales Volumen – ganz im Einklang mit einem Entwurf, dessen oberste Priorität die Geschwindigkeit und nicht die Quadratmeterzahl des Salons sind.
Bekannte Schwachstellen
Das Hauptproblem ist das feuchte Segeln bei schwerem Wetter, eine Folge des niedrigen Freibords und des offenen, fast spiegelartigen Heckbereichs, der Wasser leichter an Bord lässt als bei einer Fahrtenyacht mit höheren Bordwänden. (1)
Das Fazit
Die Olson 40 ist eine konsequente Umsetzung des Santa Cruz ULDB-Konzepts im 40-Fuß-Format – selten, schnell und absolut segelspaßig zu handhaben, aber bei schlechtem Wetter unvermeidlich nass. Für Segler, die Agilität und ein bewährtes Hochseerenn-Record über reines Innenraumvolumen stellen, bleibt sie ein attraktives Angebot auf dem Gebrauchtbootmarkt.
Vorteile
- Schnell und agil bei mäßigem Wind mit guter Leistung am Wind
- Großes Potenzial zum Surfen vor dem Wind und für ihre Größe bewährte Seetüchtigkeit auf Langstrecken
- Von Eignern geschätzte Balance, Steifigkeit und ein einhandfreundlicher Charakter
Nachteile
- Kann bei schwerem Wetter aufgrund des niedrigen Freibords und des offenen, rückspiegelähnlichen Gefühls feucht werden
- Nur 30 Exemplare gebaut, sodass die Suche Geduld erfordert






