Design und Konstruktion
Die 26 verwendet sowohl für den Rumpf als auch für das Deck eine Sandwich-Konstruktion mit Balsakern. Diese Technik hält das Gewicht niedrig und sorgt gleichzeitig für hohe Steifigkeit der Spanten über die gesamte Wasserlinie von 24 Fuß 4 Zoll hinweg. Hinterhoeller baute die Klasse ab 1981, und die 26 steht ganz am Anfang der neun Modellreihe Nonsuch von Mark Ellis, die 1978 mit dem Modell 30 begann. Der Kiel ist ein Flossenkiel mit 4 Fuß 6 Zoll Länge und einer Flachkiel-Option mit 3 Fuß 9 Zoll Tiefgang, kombiniert mit einem großen, freistehenden Ruder, das sich Segler in engen Häfen leicht kontrollieren konnten. Mit einem 49 Fuß hohen Masttopp über der Wasserlinie, der 420 Quadratfuß Segelfläche trägt, positioniert das Catrigg des Bootes den Mast genau im Bug – getrennt vom Wohnbereich durch ein Schott, anstatt in die Kabine einzudringen. (1)
Rigg und Handhabung
Es gibt kein Vorsegel, das bei der Wende gefiert werden muss, und keine Schoten, die sich durch die Plicht kreuzen – was das Boot für eine Crew von Segelanfängern ungewöhnlich gutmütig macht und ein Einhandsegeln extrem einfach macht. Das Segel wird wie jedes normale Großsegel auf einer Bahn eingeholt, und die Nonsuch nutzt kein Taschensegel; ein Wishbone-Baum wird durch das Einstellen von Trimmleinen positioniert, anstatt mit dem traditionellen Baumende zu kämpfen. Eigner berichten, dass Lazy-Jacks das Großsegel halten, sodass sie nie das Cockpit verlassen müssen, um es zu bergen, und der freistehende Mast nimmt Böen besser auf als ein traditionelles verstagtes Rigg, was die Krängung abfedert. Die Tester von Canadian Boating fuhren bereits bei 80 Grad Wind leicht über die Welle. Da das Boot sich auf Am-Wind-Kursen anders verhält als eine Slup, liegt die Lernkurve eher im Trimmen als in der Muskelkraft. (1)
Unterbringung
Da der Mast vor dem Salon steht, muss man das Vorschiff nicht einer dunklen, engen V-Koje opfern. Stattdessen lässt sich ein Lichtgitter nach oben schieben und verriegeln, um den vorderen Salon zum Schlafen hermetisch vom Achterschiff abzudichten. Die Nasszelle ist für einen 26-Fuß-Rumpf sehr groß, liegt im breitesten Teil der Breite mit maximaler Stehhöhe und befindet sich gegenüber der Pantry. Sie ermöglicht zudem ein optionales Warmwassersystem unter Druck. Zwei 30-Gallonen-Wassertanks bieten insgesamt 60 Gallonen – eine großzügige Menge für ein Boot dieser Größe, was darauf hindeutet, dass die Aufteilung für echtes Fahrtensegeln und nicht nur für Tagestouren konzipiert wurde.
Besitzer-Hinweise
Die 26 wurde in zwei Innenraumgenerationen angeboten, die als Classic und Ultra bekannt sind. Ein langjähriger Eigner beschrieb in einem Artikel für „Sailing for the Gentle Sailor“ eine Nonsuch 26 Ultra aus dem Jahr 1988 namens Sailavee, die er in Niagara-on-the-Lake erworben hatte – zufällig dem ehemaligen Heimatort von Hinterhoeller. Er merkte an, dass das Ultra die allgemeine Größe und den Einsatzbereich einer CS 30 entsprach, abgesehen vom fehlenden Achterkoje. Während der Zeit auf dem Boot in „Canadian Boating“ wurde ein Propangasheizer gezündet, was auf das Konzept des Bootes für kalte Winter auf dem Lake Ontario hinweist. (2)
Das Fazit
Die Nonsuch 26 ist ein speziell für das Fahrtensegeln gebautes Catboot, das die sportliche Anstrengung einer Slup gegen Einfachheit und einen wirklich geräumigen Innenraum auf 26 Fuß Länge eintauscht. Ihr unverstagtes Rigg und die klare Plicht machen sie zu einem seltenen Boot, das auch Segelanfänger leicht bedienen können, während die Balsakern-Konstruktion und der breite Rumpf ihr mehr Wohnraum bieten, als ihre Länge vermuten lässt. Die Option mit geringem Tiefgang und das einfache Wenden machen sie in engen Gewässern gut handhabbar, obwohl das Catrigg am Wind seine eigene Feintrimm-Antenne erfordert.
Vorteile
- Unverstagtes Catrigg ohne Vorsegel oder Cockpitschoten – problemlos einhand zu segeln
- Vorstevenmast und Schott befreien den Bug für einen hellen, mit Paneele abgetrennten Schlafbereich
- Großzügige Nasszelle an der Breite mit optionaler Warmwasserheizung; 60 Gallonen Wasserkapazität
- Balsa-Sandwich-Konstruktion mit Flachkiel-Option und einfachem 80-Grad-Wenden
Nachteile
- Das Catrigg reagiert anders auf Wind als eine Slup – eine deutliche Lernkurve
- Nur 103 Einheiten gebaut; der Ultra-Generation fehlt die Achterkoje vergleichbarer Slups






