Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK gefertigt, wobei das Deck im Sandwichverfahren gebaut wurde, um das Klima unter Deck zu verbessern – ein Detail, das die nordischen Wurzeln des Bootes zeigt, wo die Kontrolle der Kondenswasserbildung ebenso wichtig ist wie strukturelle Einfachheit. Der Kiel ist aus Eisen, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 43 Prozent. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 263 und ein Verhältnis von Länge zu Breite (B/L) von 3,15 beschreiben einen Rumpf, der nach modernen Maßstäben weder besonders schlank noch voluminös ist, aber seine 15.432 Pfund mit einem 6.614 Pfund schweren Eisenkiel tief in der Bilge trägt. Die benetzte Fläche beträgt etwa 387 Quadratfuß, und das Immergierungsverhältnis von rund 1.179 Pfund pro Zoll zeigt, wie störrisch sie ihre Wasserlinie unter Last hält. Dies sind die Kennzahlen eines Bootes, das eher auf Stabilität als auf spritzende Beschleunigung getrimmt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Die 360 ist eine Masttoppslup, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 13,8 für das ISO-Referenzsegel und steigt auf 16,2 mit einer 135-prozentigen Genua – ausreichend, um sie auch bei leichtem Wind unterwegs zu halten, ohne dass für den Alltagsbetrieb ein Masttopp-Kitesurfen erforderlich ist. Das laufende Gut ist großzügig dimensioniert: Die Fallen haben einen Durchmesser von etwa 25 cm und sind 31 Meter lang, die Schoten für Fock und Genua sind 10,7 Meter lang und wechseln in 14 Millimeter Abständen, und die Großschot ist 26,9 Meter lang – allesamt Maße für ein Boot, das von einer kleinen Crew mit ausreichend Übersetzung bedient werden soll. Unter Motor bringt der Volvo Penta 2003 TD Turbo Diesel sie auf gemessene 8,0 Knoten, während für den nicht-turbo 2003 T ein berechneter Höchstwert von etwa 6,4 Knoten gilt; die theoretische Rumpfgeschwindigkeitsgrenze für diese Länge liegt bei 7,4 Knoten, und die Wellenanlage wird über eine herkömmliche Getriebekonstruktion übertragen. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,72 und das Komfort-Ratio-Spektrum reicht von 30 bis 34 – Werte, die das Boot im beruhigenden Bereich für eine Fahrtenyacht dieser Größe platzieren.
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum im Mahagoni gehalten, was dem skandinavischen Konstruktionsstil jener Zeit entspricht. Der Innenausbau folgt derselben Materialsprache, die auch bei vielen zeitgenössischen schwedischen Bauten zu finden ist, was ein warmes, geschütztes Gefühl vermittelt, das durch das Sandwichdeck temperiert wird. Die Breite des Bootes von 11,2 Fuß bietet eine Aufteilung, die typisch für ein als Wohnboot konzipiertes 35-Fuß-Boot ist.
Refits und Eignerschaft
Die ursprünglichen Motoroptionen konzentrieren sich auf die Volvo Penta 2003-Serie, einen Wellenantrieb-Diesel mit 43 PS im technischen Datenblatt. Die oben angegebenen Maße des laufenden Guts sind eine nützliche Grundlage für jeden Eigner, der Leinen oder Schoten ersetzt, und der Einfluss der 135-Prozent-Genua auf das Segelfläche-Verhältnis ist erwähnenswert für alle, die eine Neukürzung oder eine neue Arbeitsfock in Betracht ziehen. Der eiserne Kiel und der massive GFK-Rumpf bedeuten, dass es kein Sandwich-Boden gibt, bei dem man auf Wassereintritt untersuchen müsste, obwohl das Sandwichdeck die einzige Verbundstoffstruktur an Bord bleibt.
Das Fazit
Die Najad 360 ist eine unkomplizierte, gutmütige Fahrtenyacht aus dem Bleistift von Karlsson und der schwedischen Werft Najad – ein Boot, gebaut, um im Norden zu leben, nicht um Bojenregatten zu gewinnen. Ihre hohe Verdrängung und das hohe Ballastverhältnis verleihen ihr Stabilität im Seegang, und die Riggmaße machen es einfach, sie aus bekannten Größen neu aufzutakeln.
Vorteile
- Eisenfinnenkiel mit 43 Prozent Ballastanteil und einem stabilen Komfort-Ratio von 30–34
- Sandwichdeck verbessert das Kabinenklima; solider GFK-Rumpf darunter
- Gut dokumentierte Segellatten-Größen für einfaches Nachrüsten
Nachteile
- Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 13,8 deutet auf mäßige Leichtwindleistung ohne Genua hin
- Das Sandwichdeck ist die einzige Verbundbauweise und ein potenzieller Schwerpunkt bei der Besichtigung





