Design und Konstruktion
Dixon entwarf die 336 als Masttoppslup-Einrumpfboot mit einem massiven GFK-Rumpf von der britischen Werft Marine Projects Ltd. Der Ballast von 3.990 lb bei einer Verdrängung von 12.584 lb ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 32 %, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 239 ordnet sie fest im Bereich der schweren Fahrtenyachten und nicht im Lager der Leichtdeplacement-Boote ein. Das Kenterungsverhältnis von 1,99 und eine Komfort-Ratio von 24,6 liegen für ein Boot dieser Länge konservativ und seegütig, während die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 7,2 Knoten und ein berechneter Höchstwert von etwa 6,0 Knoten sie eher als stabile Fahrtenyacht für Küsten- und Hochseepassagen denn als Sprintboot positionieren. (1)
Rigg und Segelplan
Das Masttopprigg trägt ein Großsegel von 220 qm und eine Arbeitsfock von 258 qm, ergänzt durch eine No. 1-Genua mit bis zu 425 qm und eine Rollgenua mit 378 qm. Mit dem ISO-Referenzsegel liegt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis bei 14,9, steigt jedoch auf 17,9 mit einer 135%-Genua, was das Boot bei leichtem Wind sinnvoll ausreitet, ohne dass eine Regatta-Crew erforderlich ist. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten des Riggs zeigen 10-mm-Fallen mit 28,7 m Länge und 12-mm-Schoten von rund 10 m für Fock und Genua – ein Detail, das bei der Erneuerung des laufenden Guts auf den ursprünglichen Trimm wichtig ist. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Vorschiffskabine zwei Einzelkojen, die zu einer Doppelkoje umbaubar sind, sowie Stauraum entlang der Rumpfseiten, einen Kleiderschrank an Backbord und einen Schminktisch gegenüber an Steuerbord. Der Salon kombiniert eine U-förmige Sitzecke an Backbord mit einer einzelnen Sitzecke an Steuerbord. Der zentral montierte Tisch lässt sich für Mahlzeiten oder Kartentisch-Arbeiten auf die volle Breite des Salons ausklappen. Achtern des Salons liegt an Steuerbord der Navigationsbereich mit Kartentisch, dahinter die Nasszelle mit Warmwasser- und Kaltwassersystem, Waschbecken und Dusche. An Backbord befindet sich die Pantry achtern des Salons mit zwei Spülbecken, einem Gasherd, Warmwasser- und Kaltwassersystem sowie einer deckelnden Eisbox. Das Achterschiff ist als große Achterkabine gestaltet, die durch eine Tür achtern der Pantry zugänglich ist. Sie ist mit einer L-förmigen Sitzecke, einem Schreibtisch und einer großen Doppelkoje ausgestattet – ein Layout, das zwei Paaren echte Privatsphäre bietet.
Motor und Systeme
Zwei Dieselmotoren wurden ab Werk angeboten: ein Volvo 2003 mit 28 PS oder ein Perkins Perama M30 mit 29 PS, beide mit Wellenantrieb und ideal auf die Kraftstoffkapazität von 31 US-Gallonen abgestimmt. Wasser wird mit 53 US-Gallonen mitgeführt, was für ausgedehnte Wochenenden ohne ständiges Nachfüllen ausreicht. Ein Verdrängungsverhältnis von etwa 1.157 Pfund pro Zoll spricht für einen Rumpf, der sich unter Last berechenbar absenkt, anstatt unruhig zu trimmen.
Das Fazit
Die Moody 336 ist eine gut durchdachte Fahrtenyacht mit einer klaren Aufteilung. Ihr Drei-Kabinen-Layout und die von Dixon geprägten Proportionen machen sie zu einer praktischen Wahl für das Fahrtensegeln mit zwei Paaren. Unterstützt wird dies durch konservative Stabilitätswerte und ein vernünftiges Rigg. Sie ist keine Leichtgewicht-Legende, aber ihre Komfort-Ratio und die Tankkapazitäten passen perfekt zu dem Einsatzzweck, für den sie konzipiert wurde.
Vorteile
- Echte Privatsphäre mit drei Kabinen, großem Doppelbett achtern und umbaubarem Vorschiff
- Konservative, seegängige Kennzahlen (Kenterungsverhältnis 1,99, Komfort-Ratio 24,6)
- Innenborder-Diesel-Optionen von 28–29 PS mit 53 Gallonen Wassertankkapazität
- Kielschwert-Option bei 3'11" Tiefgang für flache Häfen
Nachteile
- Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 239 begrenzt die Beschleunigung bei leichtem Wind
- Die berechnete Höchstgeschwindigkeit von ca. 6,0 Knoten liegt unter der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit
- Das schwere Ballast-Verhältnis einer Fahrtenyacht begünstigt die Tragfähigkeit auf Kosten der Agilität







