Design und Konstruktion
Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, und der Kiel selbst ist aus Eisen – eine einfache, wartungsarme Konstruktion, die die Verdrängung von 9.259 Pfund ehrlich hält. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 214 fällt die 999 in die Kategorie der „moderaten Regattayachten“, wobei 69 Prozent vergleichbarer Entwürfe schwerer sind. Sie ist kein leichter Gleitrumpf, aber sie ist leichter als die meisten ihrer Zeitgenossen. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,07 macht sie breiter als 62 Prozent ähnlicher Segelboote, was sich unter Deck als echter Platznachteil und nicht als Marketingversprechen niederschlägt. Die Komfort-Ratio liegt bei 21,4 bis 21,7, was sie komfortabler als 34 Prozent vergleichbarer Entwürfe macht – angenehm, aber kein weiches Schwergewicht. Das Kenterungsverhältnis beträgt 2,01, ein Wert, der sie nach dieser Regel von Hochseeregatten ausschließen würde. Sie ist im Grunde eine Fahrten- und Regattayacht für Küstenreviere und kleine Crews, keine Blauwasser-Kandidatin. (1)
Rigg und Handhabung
Die 999 ist eine 7/8-Slup mit einer Segelfläche von 495 Quadratfuß aus Großsegel und Fock. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 17,3 für das ISO-Referenzsegel und steigt auf 19,9 bei einer 135-prozentigen Genua. Das sorgt dafür, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als 62 Prozent ähnlicher Konstruktionen, und ihre relative Geschwindigkeitsleistung von 73 bedeutet, dass sie insgesamt 73 Prozent vergleichbarer Boote überholt. Bemerkenswerterweise ist sie stärker besegelt als 85 Prozent ähnlicher Segelboote und wird als deutlich überriggt beschrieben – ein Umstand, der sich auch im empfohlenen laufenden Gut widerspiegelt, bei dem alle Fallen (Großsegel, Fock/Genua, Spinnaker, Cunningham, Unterliekstraps und Unterliekspanner) mit 10 mm und die Schoten mit 12 mm gefertigt sind. Die benetzte Fläche beträgt etwa 333 Quadratfuß, und das Verdrängungsverhältnis von 993 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass das Boot mit Crew und Vorräten berechenbar belastet wird. Unter dem Volvo Penta 2002 Diesel mit 18 PS über einen Saildrive liegt die berechnete Höchstgeschwindigkeit bei etwa 5,3 Knoten bei einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,0 Knoten. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die 999 mit einer Pantry, einer Nasszelle und festen Tanks ausgestattet: 26 US-Gallonen Frischwasser und 13 Gallonen Kraftstoff sowie eine Fäkalientankkapazität von 50 Litern. Der breite Rumpf bringt hier seine Vorteile voll zum Tragen, und die aus dem L/B-Verhältnis resultierende Raumlichkeit ist nicht abstrakt – dasselbe Verhältnis, das sie geräumiger macht als 62 Prozent aller Entwürfe, verleiht dem Innenraum ein Volumen, das für ein 32-Fuß-Boot dieser Ära ungewöhnlich ist.
Bekannte Schwachstellen
Die 999 zeigt keine systemischen strukturellen Mängel. Der Eisenkiel ist der einzige Bauteil, auf den ein Gutachter achten muss: Eisenballast in einer Kombination aus Flossenkiel und Bulbkiel neigt zu Rostflecken und bei vernachlässigten Booten zu Korrosion an der Kiel-Rumpf-Verbindung. Die Abdichtung und die Lackierung an dieser Schnittstelle verdienen daher eine genaue Prüfung. Die Saildrive-Übertragung des Volvo Penta 2002 ist ein weiterer Bereich, der regelmäßige Aufmerksamkeit für die Dichtungen erfordert, da Saildrives naturgemäß durch den Rumpf führen und eine disziplinierte Wartung erfordern. Abgesehen von diesen beiden Punkten werden keine weiteren Mängel am Rumpf, Deck oder Rigg beschrieben.
Das Fazit
Die Maxi 999 ist eine Petterson-Cruiser-Renner-Yacht, die weit über ihre Länge hinausragt: breit, für ihre Größe extrem stark überriggt und bei leichtem Wind schneller als die meisten ihrer Konkurrenten – und dennoch auf einem Rumpf aus massivem GFK mit einem ehrlichen Eisenkiel gebaut. Sie ist ein Boot für Küstenfahrten und Clubregatten, keine Hochseeyacht, und der Eisenkiel sowie der Saildrive sind die beiden Punkte im Unterhalt, die Wachsamkeit erfordern.
Vorteile
- Breiter Rumpf: geräumiger als bei 62 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Lebendig bei leichtem Wind: schneller als 62 Prozent der Konkurrenz im SA/D-Verhältnis
- Solider GFK-Rumpf und Deck, einfacher Flossen-Bulbkiel mit Eisenballast
- Überdimensioniertes Rigg im Verhältnis zur Klasse, mit robustem laufendem Gut von 10–12 mm
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,01 schließt eine Zulassung für Hochseeregatten aus
- Der Eisenkiel erfordert bei der Rumpf-Steckverbindung eine wachsame Korrosionskontrolle
- Die Saildrive-Übertragung erfordert eine disziplinierte Wartung der Dichtungen






