Design und Konstruktion
Far East Yachts stellte die Mariner 32 im Jahr 1970 vor. Der Rumpf wurde aus demselben Formling wie die Mariner 31 gebaut, wobei die Verarbeitung der 32 sich durch eine hochwertigere Ausführung auszeichnete. Zwei optische Merkmale prägen das Boot: ein offener Cockpitbereich, der von einer Tafel umschlossen wird, und der Clipper-Bug. Der Rumpf ist aus GFK, während das Deck aus Holz besteht – eine Kombination, die ihre Bauzeit widerspiegelt. Unter der Wasserlinie weist sie je nach Beladung einen Tiefgang von 3,67 bis 3,97 Fuß auf. Dies liegt an ihrer Langkiel-Konfiguration, die es ihr ermöglicht, in flachen Marinas anzulegen, die tiefergehende Boote mit Flossenkiel nicht erreichen können. Mit einer Länge über alles (LOA) von 31,83 Fuß, einer Breite von 10 Fuß, einer Verdrängung von 12.400 Pfund und 4.000 Pfund Eisenballast gehört sie zu den schweren Fahrtenyachten, was sich auch an ihrem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 32,26 Prozent zeigt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Mariner 32 ist mit einem Ketsch-Rigg ausgestattet, und der Segelplan ist für ein Boot dieser Größe bemerkenswert großzügig – sie trägt mehr Rigg als 62 Prozent aller vergleichbaren Segelboote. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,87 ordnet sie eher in die Kategorie der moderaten Leistungseigenschaften als in die der lebhaften Fahrtenyachten. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdränger dieser Länge liegt bei 6,8 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 1,73 und eine Komfort-Ratio von 32,43 beschreiben eine stabile Fahrtenyacht mit sanften Bewegungen, gebaut für Stabilität auf See und nicht für Geschwindigkeit. Die benetzte Fläche des Rumpfes unter der Wasserlinie beträgt etwa 258 Quadratfuß, und ihr Tiefgang (Immersion Rate) von 871 Pfund pro Zoll zeigt, wie zögerlich sich das Boot unter Ballast oder Crew vertrimmt. (2)
Unterbringung und Cockpit
Das offene, von der Fußreling umgebene Cockpit ist die deutlichste Abkehr der 32 von der Mariner 31 und prägt, wie sich eine Crew auf dem Achterdeck bewegt. Der Clipper-Bug verleiht ihr eine traditionelle Silhouette einer Fahrtenyacht. Das Deck ist aus Holz, was bei einem Gebrauchtboot Aufmerksamkeit für die Befestigungen und den Zustand der Oberfläche erfordert. Die Aufteilung des Cockpits selbst ist jedoch offen gestaltet, um maximale Sicht und Bewegungsfreiheit zu bieten, anstatt geschlossener Sitze.
Das Fazit
Die Mariner 32 ist eine schwere Ketsch-Fahrtenyacht mit hervorragenden Stabilitätswerten auf See und einem markanten Profil. Ihr Längskiel und geringer Tiefgang machen sie zu einer praktischen Ankerbasis in engen Revieren, und ihr reichhaltiges Rigg eignet sich für Segler, die Vielseitigkeit über Geschwindigkeit stellen. Das Holzdeck ist der einzige anhaltende Pflegepunkt für Eigner.
Vorteile
- Langer Kiel mit 3,67–3,97 Fuß Tiefgang für flache Gewässer
- Ketsch-Rigg mit einem Segelfläche-Verhältnis, das 62 % der ähnlichen Boote übertrifft
- Kenterungsverhältnis von 1,73 und Komfort-Ratio von 32,43 für ein stabiles Seeverhalten
- Clipper-Bug und offene Tafel im Cockpit
Nachteile
- Das Holzdeck erfordert kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit
- Das SA/D-Verhältnis von 14,87 begrenzt die Leistung bei leichtem Wind











