Konstruktion und Ausstattung
Malö Yachts baute die 50 nach hohen Qualitätsstandards in Handwerkskunst und Materialauswahl, mit einem robusten GFK-Rumpf, Edelstahlbeschlägen, Teakdecks und Mahagoni-Innenausbauten. Das massive GFK-Laminat und der handwerkliche Ansatz des Werftbetriebs resultierten in einem Boot mit echter struktureller Festigkeit und einer warmen, holzreichen Kabine, die sich immer noch als durchdacht und nicht nur dekorativ präsentiert. Der geräumige Innenraum mit viel Holz und natürlichem Licht ist ein entscheidender Charakterzug und keine reine Marketingaussage – Mahagoni und Teak harmonieren mit guter Belüftung und Stehhöhe, sodass das Volumen unter Deck für eine 36-Fuß-Yacht großzügig wirkt. (1)
Rigg und Seeverhalten
Unter Segeln zeigt die Malö 50 das Verhalten einer schweren Langkieler-Verdränger-Yacht. Ihr angenehmes Seeverhalten verdankt sie direkt dem Langkiel und der Verdrängung von 15.873 Pfund, die Kabbelwasser dämpfen und die Fahrt stabilisieren. Eine moderate Segelfläche von 624 Quadratfuß sorgt bei leichtem Wind für ausreichend Vortrieb, ohne bei starkem Wind zur Last zu werden. Die Rumpfform ermöglicht ein gutes Höhe laufen und saubere Wenden. Unter Segeln kann sie bis zu 7 Knoten erreichen, und das Gesamtdesign ist seetüchtig genug für raueres Wetter und Wellen. Der geringe Tiefgang von 4 Fuß 5 Zoll erweitert ihren Revierbereich auf flache Ankerplätze, die tiefere Flossenkieler nicht nutzen können. (1)
Kompromisse beim Handling
Diese lange Kiel-DNA bringt jedoch auch Nachteile am Ruder mit sich. Der lange Kiel macht das Boot weniger steueragil und neigt stärker zum Abdriften als eine zeitgenössische Konstruktion mit Flossenkiel, und der große Wendekreis erfordert ausreichend Platz zum Manövrieren. Mit 7.200 kg ist sie ein schweres Boot, das sich träge beschleunigt und bremst. Die Trägheit und der Schwung können die Kontrolle bei Böen oder steiler See erschweren. Bei sehr leichtem Wind oder beim Aufkreuzen am Wind benötigt sie unter Umständen die Hilfe des Volvo Penta MD2A Dieselmotors, um Fahrt im Boot zu halten. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Malö 50 Platz für bis zu sechs Personen in drei Kabinen: eine V-Koje im Vorschiff, ein Hauptsalon mit zwei Sofakojen, die zu Einzelkojen umgebaut werden können, und eine Doppelkoje achtern. Die Pantry ist mit einem Herd, Backofen, Spüle und Kühlschrank ausgestattet; eine Navigationsecke mit Kartentisch und Instrumenten dient dem Skipper; zwei Nasszellen mit Dusche sorgen für den Komfort der Crew. Das Boot ist hervorragend isoliert und beheizbar für das Fahrtensegeln in kalten Revieren, und der geräumige Innenraum mit Stauraum und guter Belüftung macht längere Aufenthalte an Bord praktisch und nicht nur erträglich.
Das Fazit
Die Malö 50 ist eine durchdacht gebaute skandinavische Fahrtenyacht, deren Langkiel-Rumpf und hohe Verdrängung ein beruhigend stabiles Seeverhalten mit einem gemütlichen, geräumigen Innenraum für das Fahrtensegeln bei kaltem Wetter und längeren Aufenthalten bieten. Sie ist keine wendige Tänzerin im Hafen, und Leichtwindsegler greifen eher zum Motor, aber als sichere, gut verarbeitete Fahrtenyacht hat sie ihren Ruf absolut verdient.
Vorteile
- Robuster GFK-Rumpf mit Edelstahlbeschlägen, Teakdeck und Mahagoni-Innenausbau
- Komfortables, seegängiges Verhalten durch Langkiel und hohe Verdrängung
- Geräumige, gut isolierte Drei-Kabinen-Aufteilung mit zwei Nasszellen und voll ausgestatteter Pantry
- Geringer Tiefgang ermöglicht das Anlegen in flachen Gewässern
Nachteile
- Der lange Kiel führt zu einer träge Reaktion des Ruders und viel Abdrift
- Die hohe Trägheit macht Beschleunigung, Bremsen und das Kurskorrigieren bei Böen schwierig
- Kann bei sehr leichtem Wind oder beim Aufkreuzen am Wind Motorunterstützung benötigen










