Design und Konstruktion
Was die 26M von einer herkömmlichen kleinen Fahrtenyacht unterscheidet, ist ihre Ballastphilosophie. Die Stabilität unter Segeln wird durch 300 Pfund permanenten Ballast in Kombination mit 1.150 Pfund leicht entnehmbarem Wasserballast im Anker des Rumpfes gewährleistet. Der Eigner füllt den Tank am Slipweg beim Einwassern und leert ihn vor dem Zuhause-Ziehen; der Tank kann sogar unterwegs entleert werden, indem man eine Heckklappenventil öffnet, während man mit etwa 5 Knoten Motoren fährt – das Entleeren dauert ankerfrei etwa fünf Minuten. Die 26M verwendet einen Steckschwertkiel anstelle des Schwerts der 26X, was die Leistung am Wind wahrscheinlich verbessert, und sie ist mit Doppelrudern ausgestattet, die sich unter Motorfahren einziehen lassen, um eine bessere Ruderwirkung unter Segeln zu ermöglichen. Im Vergleich zur 26X hat sie zudem eine größere Breite und einen flacheren Boden, was die Stabilität erhöhen kann. Die Konstruktion besteht aus massivem GFK, und neueren Booten wurde eine Deckstruktur aus massiven GFK-U-Profilen mit Schaumkern vergeben, während die Püttinge mit Edelstahl-Gegenplatten durch den Rumpf gebolzt wurden. (1)
Rigg und Handhabung
Die 26M ist mit einem 7/8-Slup-Rigg mit zurückgepfeilten Salingen und einem drehbaren Mast ausgestattet, was die Segelform und die Leistung im Vergleich zum ursprünglichen 26X-Rigg verbessert. Der drehbare Mast besteht aus einem 3x4-Zoll-Druckrohr mit einer Wandstärke von 1/8 Zoll – eine beachtliche Section für ein Boot dieser Größe. Die Segelfläche beträgt insgesamt 300 Quadratfuß zwischen dem 170 Quadratfuß großen Großsegel und der 130 Quadratfuß großen Fock, wobei eine 206 Quadratfuß große Genua und ein 350 Quadratfuß großer Cruising-Spinnaker erhältlich sind. Die Masthöhe liegt bei 35 Fuß über der Wasserlinie. Unter Motor ist das Boot für einen Trailerbootler überraschend schnell: Die Werft gibt 23 Meilen pro Stunde mit einem 60 PS Außenborder an und behauptet über 21 Knoten unter Motor, während Practical Sailor bis zu 19 Knoten mit einem 50 PS Motor verzeichnet. Bei aufgeholtem Schwert beträgt der Tiefgang nur 12 Zoll, sodass der Rumpf in einem Fuß tiefem Wasser schwimmen kann und bei Flaute einen Wasserskifahrer ziehen lässt. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die 26M ein kompakter, aber funktionaler Weekender. Die Kabine bietet eine Stehhöhe von 1,83 m und eine separate Nasszelle – im Grunde ein Porta-Potti – sowie einen festen Ankerkocher. Die Schlafplatzkapazitäten werden in den Unterlagen auf zwei Arten beschrieben: Der Hersteller gibt an, dass es Kojen für sechs Personen über zwei Doppel- und zwei Einzelkojen gibt, während das Gutachten eines Gebrauchtbootes darauf hinweist, dass die Kabine bis zu vier Personen mit ausreichend Stehhöhe beherbergt. Die Wasserkapazität beträgt bescheidene 19 Liter, was zum 95-Liter-Benzintank passt, der einen Außenborder von 5 bis 70 PS antreibt. Doyle-Segel sind serienmäßig. (1)
Das Fazit
Die MacGregor 26M ist eine pragmatische Antwort auf die Frage, wie man ein Segelboot besitzen kann, ohne einen Liegeplatz in der Marina zu haben. Ihr System aus Wasserballast und Steckschwert bietet echte Seestabilität, lässt sich jedoch in wenigen Minuten auf einen Tiefgang von nur 12 Zoll und ein straßenzulässiges Paket zusammenklappen. Der drehbare Mast und das 7/8-Rigg sorgen für solide Leistung, und der mit Außenborder angetriebene Rumpf ist absolut schnell. Die Kompromisse sind typisch für jedes Hybridboot: mäßiger Komfort, geringe Tankkapazitäten und eine Decksstruktur, deren Entwicklung während der Produktion geändert wurde.
Vorteile
- Trailerbar mit 30 cm Tiefgang bei aufgeholtem Schwert und schnellem Ballastentleerungsverfahren
- Drehbares 7/8-Rigg mit zurückgepfeilten Salingen für eine bessere Segelform
- Zwei einziehbare Ruder und Steckschwerter verbessern die Segelkontrolle
- Hohe Geschwindigkeit außenborderseitig, bis zu 19–21 Knoten nach Quellen
Nachteile
- Wasserballast erfordert Disziplin am Slip und schränkt spontanes Segeln ein
- Geringe Wasserkapazität und geringer Kraftstoffvorrat für längere Törns
- Unterschiedliche Kojenzählungen zwischen Werft- und Gutachtenunterlagen






