Design und Konstruktion
Was die 43 DS von einer durchschnittlichen Serien-Fahrtenyacht unterscheidet, ist die Ernsthaftigkeit ihrer Konstruktion. Jørgensen baute das Boot um einen Stahlrahmen unter Deck auf, der die Lasten von Kiel und Rigg trägt, kombiniert mit ordentlichen Ruderlagerungen und sorgfältig ausgelegten Schotführungen im Decksrahmen. Der Rumpf selbst besteht aus massivem GFK mit einem Flossenkiel mit Bulbkiel – eine Konfiguration, bei der der Bleiballast tief liegt und das laterale Abdriftverhalten effizient ist. Bei einer Verdrängung von 15.873 Pfund und 6.173 Pfund Bleiballast liegt das Boot bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 39 Prozent, und ein Kenterungsverhältnis von 1,93 ordnet es fest im stabilen Bereich für hochseetaugliche Fahrtenyachten ein, anstatt es in die kippelige Kategorie von Regattayachten zu stecken. YACHT hielt den relativ hohen Preis genau wegen dieses anspruchsvollen technischen Entwurfs für angemessen, und dieselbe Fachzeitschrift wies darauf hin, dass Yachten von Luffe als Marke überdurchschnittlich gute Wiederverkaufswerte haben. (1)
Rigg und Seeverhalten
Auf dem Wasser macht die 43 DS eine hervorragende Figur. Sie segelt ausgewogen und schnell, und das 70 m² große Rigg als 7/8-Slup mit einem Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung von 26,72 (bei einer Verdrängung von 150,75 Fuß) reicht aus, um lebhaft unterwegs zu sein, ohne dass eine Regattacrew erforderlich ist. Das Spatenruder und der Flossenkiel mit 2,08 m Tiefgang und Bulbkiel belohnen einen aktiven Steuermann, aber der Charakter des Bootes ist eindeutig: Dies ist keine Yacht für Anfänger. Die Konstruktionsqualität, die sich auch im Segeln widerspiegelt, setzt den Ton – ein Boot, das sich sowohl beim Segeln als auch bei der Bauweise deutlich vom Durchschnitt abhebt und von seinem Skipper ebenso viel verlangt.
Unterbringung
Unter Deck lehnt die 43 DS das Konzept des „Pack-Em-In“-Charterboots ab. Die geringe Anzahl an Kojen signalisiert, dass es sich nicht um eine Yacht für den Charterbetrieb handelt, sondern eher für den Freizeitgenuss wohlhabender Skipper, die ruhige Räume über die Anzahl der Kojen stellen. Der Salon ist wirklich interessant gestaltet: Ein Bereich bietet eine hervorragende Rundumsicht – eine seltene Zugeständnis an die Sicht vom Sofa aus –, während ein zweiter Bereich tief im Rumpf mit einer Pantry-Ecke liegt. Dadurch werden die Bereiche für Geselligkeit und Pantry in getrennte Zonen aufgeteilt. Diese Aufteilung mit zwei Salons ist bei einem 43-Fuß-Rumpf ungewöhnlich und unterstreicht die Rolle des Bootes als privater Rückzugsort für Küste und Hochsee, und nicht als Ferienvermietung.
Das Fazit
Die Luffe 43 DS ist eine durchdachte, technisch anspruchsvolle Regatta-/Fahrtenyacht für Eigner, die genau wissen, was sie von einem Boot erwarten. Ihre Konstruktion mit Stahl-Sonderrahmen, der Bulbkiel und das ausgewogene 7/8-Rigg sorgen für einen schnellen, gutmütigen Rumpf, während der geteilte Salon und die begrenzte Anzahl an Kojen deutlich machen, dass sie für den privaten Genuss und nicht für den Flotteneinsatz gebaut wurde. Die hohe Wiederverkaufsfähigkeit und die Autorschaft des Entwurfs von Jørgensen runden ein Profil ab, das eher erfahrenen und wohlhabenden Seglern zugutekommt.
Vorteile
- Hochentwickelter Stahlrahmen unter Deck, Ruderlager und Schotführung als Teil eines soliden technischen Konzepts
- Ausgewogener, schneller Segelcharakter mit Bulb-Flossenkiel und effizienter 7/8-Slup-Takelung
- Charakteristischer geteilter Salon mit rundum guter Sicht in einem Bereich und einer niedrigen Pantry im anderen
- Überdurchschnittlicher Wiederverkaufswert, typisch für die Marke Luffe
Nachteile
- Keineswegs ein Boot für Einsteiger
- Geringe Anzahl an Kojen, ungeeignet für Charter oder große Crews
- Relativ hoher Anschaffungspreis, der mit ihrer komplexen Konstruktion zusammenhängt





