Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK laminiert. Sie tragen einen Eisenballast von 2.866 Pfund bei einer Verdrängung von 6.614 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 43 Prozent entspricht – ein Wert, der höher ist als bei zwei Dritteln vergleichbarer Segelboote. Dies verleiht der LM 26 für ihren Anker eine stabile, beruhigende Position. Ihr Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,79 setzt ihre Breite knapp unter 9,5 Fuß fest. In dieser Hinsicht bietet sie unter Deck mehr Platz als 79 Prozent ähnlicher Boote. Die benetzte Fläche beträgt etwa 226 Quadratfuß mit einem Flossenkiel, der beladen einen Tiefgang von rund 4,1 Fuß hat. Ihr Immersionsverhältnis von 881 Pfund pro Zoll zeigt, dass sie für ein 26-Fuß-Boot sehr schwer auf dem Wasser liegt. Ein Kenterungsverhältnis von 2,03 bedeutet, dass sie nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre, was sie eindeutig als Motorsailer für geschützte Gewässer klassifiziert. (1)
Rigg und Handhabung
Die LM 26 ist als Masttoppslup getakelt mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 11,9 bei dem ISO-Referenzsegel und 13,8 mit einer 135-prozentigen Genua. Diese Werte setzen sie in Sachen Geschwindigkeit bei Leichtwind nur knapp vor etwa 8 Prozent der ähnlichen Konstruktionen an die Spitze. Mit mehr Rigg als lediglich 34 Prozent ihrer Altersgenossen ist sie nach den eigenen Angaben der Datenbank leicht untertakelt. Die stehenden und laufenden Wanten sind bescheiden: Die Fallen für Großsegel, Genua und Spinnaker haben jeweils eine Länge von 74,5 Fuß bei 5/16 Zoll, während die Schoten für Fock und Genua 26,6 Fuß bei 3/8 Zoll messen und die Großschot 66,4 Fuß bei 3/8 Zoll beträgt. Ein Bukh DV20 Diesel mit 20 PS treibt einen Saildrive an, und ihre relative Geschwindigkeit von 12 bedeutet, dass sie nur schneller ist als 12 Prozent der ähnlichen Konstruktionen – ausreichend für einen Motorsailer, dessen Charme in Stabilität und nicht in Schnelligkeit liegt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die LM 26 mit zwei Kabinen und sechs Kojen ausgestattet – ein großzügiges Schlafangebot für ein Boot dieser Länge, das auf die durch die Proportionen vorausgesagte große Breite setzt. Das Konzept des Motorsailers tauscht etwas Leistung gegen geschützten Komfort ein, und die Anzahl von sechs Kojen bestätigt, dass es sich um ein Boot handelt, das für das Familien-Fahrtensegeln an der Küste und nicht für Einhand-Sprints konzipiert ist.
Das Fazit
Die LM 26 ist ein zweckmäßiger kleiner dänischer Motorsailer: schwer für ihre Größe ballastiert, breit genug, um unter Deck viel Platz zu bieten, und von einer Werft mit langer LM-Vergangenheit in purer, solider GFK gebaut. Sie ist kein Leichtwindläufer und war es nie – der unverstagte Segelplan und die geringe Geschwindigkeit ordnen sie fest in die Kategorie der stabilen Fahrtenyachten ein, während das Kenterungsverhältnis sie für Küstengewässer prädestiniert. Für einen Käufer, der eine einfache, stabile kleine Fahrtenyacht mit sechs Kojen und einem Dieselmotor sucht, ist sie eine überzeugende Wahl.
Vorteile
- Hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 Prozent, das die Stabilität der meisten ähnlichen Konstruktionen übertrifft
- Breitengetriebenes Innenraumkonzept mit zwei Kabinen und sechs Kojen
- Solider GFK-Rumpf und Deck eines bekannten dänischen Werften
Nachteile
- Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen etwas untertakelt und bei leichtem Wind langsam
- Das Kenterungsverhältnis schließt Hochseeregatten aus
- Nur ca. 4,1 Fuß Tiefgang mit begrenztem Vorteil auf raumen Kursen





