Design und Konstruktion
Howards Rumpf ist aus massivem, handaufgelegtem GFK mit Polyesterharz und einer Innenschale gefertigt. Bodenwrangen, Kojen, Rückenlehnen und der Deckenverkleidung sind alle in zwei Innenschalen laminiert, anstatt separat aufgebaut zu werden. Die meisten Boote verließen die Werft mit gusseisernen Kimmkielen, obwohl auch eine Version mit Mittelkiel, einem Tiefgang von einem Meter und etwa 30 kg mehr Ballast angeboten wurde. Die Verstärkungen und Kielbolzen sind überlaminiert, sodass ihr tatsächlicher Zustand ohne zerstörerische Prüfung nicht überprüft werden kann. Ab 1980 wurde das Deck zur Leisure SL überarbeitet, mit eckigen Fenstern im Oberdeck und etwas mehr Platz unter Deck. Die Seitendecks sind gerade breit genug, um darauf nach achtern zu gehen, aber der Heckkorb schließt eine vollständig selbstlenzende Plicht ein, die sich über die Brücke hinweg 1,50 m breit misst und nur wenige Zentimeter breiter als lang ist. (1)
Rigg und Handhabung
Der sechs Meter hohe Mast ist ein Masttoppslup, verstagt mit einem Paar Ober- und Unterwanten, wobei das Achterstag am Heck an einer Kurbine befestigt und durch eine Fallspanner gespannt wird. Sie trägt ein 7,7 m² Großsegel und eine 9,3 m² Genua. Zwei Erwachsene auf einer Seite bringen sie in eine ausgeprägte Krängungslage, und sobald die Schlagleiste bei etwa 25 Grad Krängung das Wasser berührt, beginnt sie unkontrolliert zu krängen. Dennoch fanden Tester ihre Segeleigenschaften gutmütig und problemlos. Am Wind ist sie kein Messer: Bei moderaten, wellenfreien Bedingungen geht sie mit einer Kursabweichung von 50 bis 55 Grad über die Welle, und bei 6 Beaufort mit Kabbelwasser im Jahr 1979 lief sie auf rauen Kursen immer noch fast fünf Knoten und lag 45 Grad zum wahren Wind. Ihr GPS zeigte knapp über fünf Knoten über Grund, ihre Rumpfgeschwindigkeit, und die Kimmkiele sind hervorragend für das Trockenfallen in Gezeitenrevieren geeignet.
Unterbringung
Unter Deck ist keine Stehhöhe vorhanden, aber der Platz wird optimal genutzt. Es sind Kojen für vier Personen vorhanden, allerdings sind die Matratzen nur 185 cm lang und knapp 60 cm breit. Stauraum befindet sich unter den Matratzen und in den Kojen unter den Cockpitsesseln, die auf Segel zugeschnitten sind. Eine Halterung für eine Chemietoilette ist unter einer Bugklappe verborgen, und Platz für einen Herd liegt unter dem Niedergang; ein Salontisch kann an der Maststütze befestigt werden. Zeitgenössische Rezensenten lobten die reichlich bemessene Fensterfläche und das Licht, das sie unter Deck spendet, sowie den wirklich nutzbaren Stauraum, wobei sie darauf hinwiesen, dass die Kojen schmal sind.
Bekannte Schwachstellen
Das Deck im Vorschiffsbereich kann mit zunehmendem Alter weich werden. Die Reparatur ist eine langwierige Arbeit, da die innere GFK-Schale den Zugang zum Rumpf blockiert. Dieselbe Weichheit kann sich an der Mastspur als Haarrisse zeigen. Boote, die vor 1980 gebaut wurden, haben oft undichte Fenster. An der Pinne entwickelt sich häufig Spiel in den Ruderkoker, was das Steuern beeinträchtigt. (1)
Refits und Eignerschaft
Die überlaminierten Kielbolzen bedeuten, dass ein Käufer die Verfestigung von außen nicht beurteilen kann; daher sollte jeder Kaufplan dies als unbekannt betrachten. Reparaturen am Weichdeck und an der Mastspur sind machbar, aber aufwendig. Das ab 1980 gebaute SL-Deck bietet mehr Platz und schmalere Fenster – ein sinnvoller Upgradeweg innerhalb der Klasse.
Das Fazit
Die Leisure 17 ist ein individuelles und unverwüstliches Design, das weit über ihre Rumpflänge von 5,18 m hinausragt und gleichermaßen auf einem Trailer, im Gezeitenrevier oder auf einer Blauwasserüberquerung zu Hause ist. Sie verlangt vom Eigner nur wenig, abgesehen von der Toleranz für enge Kojen und Aufmerksamkeit bei weichen Decks.
Vorteile
- Taschenkreuzer für Atlantiküberquerungen auf einem trailerbaren Rumpf von 670 kg
- Selbstlenzende, geschützte Plicht mit großzügiger Breite von 1,50 m
- Effizientes Innengewände mit gutem Stauraum und hellem Kabinenlicht
- Kimmkiele, ideal für Gezeitenreviere und geringen Tiefgang
Nachteile
- Fenster vor 1980 sind undicht; Vordeck und Mastfuß weichen im Alter nach
- Kielbolzen sind dauerhaft durch Überlaminat verdeckt
- Eng anliegende Kojen und keine Stehhöhe unter Deck
- Läuft am Wind nur mäßig Höhe und krängt bereits ab einer Krängung von 25 Grad










