Design und Konstruktion
Johann Tanzer entwarf die Island 17 im Wesentlichen als Kopie seiner eigenen Tanzer 16, und der schräge Spiegel verlieh ihr zusätzliche Länge gegenüber dem Ausgangsrohr. Ocean Yachts baute die frühen GFK-Boote, und Aufzeichnungen besagen, dass diese ersten Rümpfe offenbar nur in leuchtendem Gelb hergestellt wurden, während die späteren Boote von Sumner Islands meist weiße Rümpfe hatten. Nach 1979 setzte Sumner Boat Works die gleiche Linie mit wenigen Änderungen fort und fügte zusätzlich zu anderen Verfeinerungen Auftriebskörper für das Cockpit hinzu. Die Schwertkonfiguration hält den minimalen Tiefgang bei deutlich unter einem Fuß für Strand- oder Flachwasser-Landungen, während das Schwert abgesenkt einen maximalen Tiefgang von 3 Fuß 6 Zoll ergibt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet, das eine Segelfläche von 135 Quadratfuß aufweist. Diese Fläche im Verhältnis zur extrem geringen Verdrängung führt zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von fast 25. Dieses Rigg ermöglicht es der Island 17, bei einer Brise zu gleiten und sorgt für Stabilität sowie Gutmütigkeit beim Einhandsegeln oder mit kleiner Crew in geschützten Gewässern. Rezensenten haben die Einfachheit und Seetüchtigkeit gelobt, obwohl das niedrige aufrichtende Moment bei Böen Respekt erfordert. (2)
Unterbringung
Unter der offenen Plicht, die bequem vier Personen Platz bietet, bietet die Island 17 nur eine einfache Kajüte für Übernachtungen. Es gibt keine Ansprüche auf ein komfortables Fahrteninterieur; das Boot ist in erster Linie ein Daysailer mit einem kleinen Schutz vorne für eine Nacht vor Anker bei Flaute.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige dokumentierte strukturelle Schwachstelle ist das originale Sperrholz im Heckspiegel, an dem die Fingerlinge und der Motorhalterung befestigt sind; bei mindestens einem Boot hatte sich dieses Sperrholz gelöst. Ein Käufer oder Eigner sollte den Kern des Heckspiegels und die Motorhalterungszone als bekannten Inspektionspunkt betrachten. Die andere Einschränkung ist eher verhaltensbedingt als strukturell: Das geringe aufrichtende Moment bedeutet, dass eine Böe das Boot weiter kippen kann, als ein schwereres Kielboot es tolerieren würde.
Refits und Unterhalt
Der Unterhalt einer Island 17 ist dank der extrem leichten Bauweise unkompliziert – das Trailern hinter einem Kleinwagen ist problemlos möglich, und das einfache Rigg hält die Wartung auf ein Minimum beschränkt. Der bescheidene Segelplan und das trailerbare Format beschränken Refits meist auf die übliche Pflege des laufenden Guts und der Außenborderhalterung.
Das Fazit
Die Island 17 ist ein charmantes, federleichtes klassisches Daysailer-Boot, das dem Segler belohnt, der unkomplizierten Gleitspaß und einfaches Trailern über Komfort an Bord oder Hochseetauglichkeit stellt. Ihr von der Tanzer abgeleiteter Rumpf und der umgedrehte Spiegel machen sie zu einer ganz besonderen kleinen Pocket-Cruiser-Yacht, und die im Sumner-Ära vorgenommenen Optimierungen sorgten für zusätzlichen Auftrieb, ohne den Charakter zu verändern. Respektieren Sie das aufrichtende Moment und achten Sie auf das Spiegel-Sperrholz – dann ist es ein gutmütiges Ausbildungsboot und Picknickboot.
Vorteile
- Trailerbar mit 575 lbs Gewicht hinter einem kompakten Auto
- Gleitfähigkeit und gutmütiges Handling mit kleiner Crew in geschützten Gewässern
- Einfaches Rigg und geringer Wartungsaufwand als klassischer Daysailer
Nachteile
- Geringes aufrichtendes Moment erfordert Vorsicht bei Böen
- Spiegel-Sperrholz an den Fingerlingen und dem Motorhalterung kann delaminieren
- Nur ein einfacher Kajütaufbau, kein echtes Fahrteninterieur







