Design und Konstruktion
Der Rumpf ist länger und etwas schwerer als ein Laser mit einer Länge über alles von 14 Fuß 5 Zoll, einer Breite von 4 Fuß 8 Zoll und einem dokumentierten Gewicht von 160 Pfund. Die mittleren und hinteren Rumpfsektionen sind breit und flach, während das Überwasserschiff fast vertikal steht. Diese Geometrie sorgt für eine extrem breite Wasserlinienbreite, aber das Freibord bleibt niedrig – eine Entscheidung, die die Konstrukteure direkt auf die Abmessungen eines Frachtcontainers bezogen haben. Die breiteren, flachen Sektionen bringen jedoch einen Nachteil mit sich: ein großes benetztes Volumen, was laut dem Magazin zu gewissen Opfern bei der Geschwindigkeit bei leichtem Wind führt. Die Plicht selbst ist flach und nimmt kaum Wasser auf; der Großteil des Eindringenden läuft durch den Schwertkasten, der bündig mit dem Plichtboden liegt. Ein selbstlenzender Ausleerungsventilator, der in der Mitte des Achterschiffs eingebaut ist, ist außerdem nur dann effektiv, wenn das Boot absolut aufrecht liegt. (1)
Rigg und Handhabung
Der Laser 2 ist als 7/8-Slup getakelt mit einem Großsegel von 124 Quadratfuß und einem Spinnaker von 110 Quadratfuß. Letzterer ist mit einer langen Fußseite und kurzen Achterliekenden geschnitten, sodass er sich leicht hoch am Wind segeln lässt. Die Spinnakerschoten laufen komfortabel nach mittschiffs, anstatt zum Spiegel geführt zu werden. Der Spinnakerbaum lässt sich zusammengeklappt entlang des Baums verstauen, und das Segel passt in einen passenden Segelsack für den Transport. Der Mast lässt sich in zwei Teile zerlegen, und alle Fallen können für die Lagerung an Ort und Stelle gelassen werden. Das Aufriggen und Abrieggen ist damit so einfach wie nur möglich für ein Boot mit Wanten, auch wenn es einem Laser-Segler trotzdem wie eine Arbeit vorkommen wird. Auf dem Wasser läuft der Rumpf am besten im Gleitflug, und seine Stabilität ermöglicht es Anfängern, ein paar Fehler zu machen, ohne nass zu werden – oder sogar die Hände in die Luft zu werfen, ohne dass das Boot sofort kentert, wenn niemand am Trapez steht. Im Schutz der Wellen ist das Boot jedoch trotzdem feucht, und es verfügt nicht über die Leichtigkeit beim Kreuzen und Aufkreuzen von langsameren Konstruktionen.
Unterbringung und Cockpit
Dies ist eine Jolle, keine Fahrtenyacht, und das Cockpit spiegelt dies wider. Tester empfanden den Platz als eng, insbesondere für jemanden mit einer Größe von fast 1,90 m, wobei nach dem Sitzen kaum noch Bewegungsfreiheit blieb. Das flache Cockpit und der flache Schwertkasten für das Steckschwert erleichtern das Entwässern, aber das begrenzte Volumen und der eher einfache Ansatz bei Beschlägen und Segelkontrollen machen Regatten bei leichtem Wind für erwachsene Crews unhandlich. Auf raumen Kursen muss sich die vordere Hand im Routinebetrieb stets mit einem halb aufgeholten Steckschwert auseinandersetzen.
Bekannte Schwachstellen
Ein Testsegler stellte fest, dass die Beschläge der Großschot unhandlich platziert sind und die Travellerschiene – eine einfache und effektive Lösung für Einhandsegler – nicht ausreicht, um das Großsegel zu trimmen, was eine Trapezbesatzung eigentlich leisten sollte. Die Verstellung ist unter Last schwierig, und die Clamcleat ist zu klein oder falsch eingestellt, um die Trimmleine zu greifen. Die Trimmeinrichtungen wie Baumniederholer, Traveller und Unterliekstrecker lassen sich nicht leicht verstellen, und die 2:1-Großschot fühlt sich schwer an. Die Trapez-Ausrüstung ist einfach gehalten, mit einer Handkurbel, aber ohne verstellbaren Hakenhöhen. Der Tester bezeichnete diese Auslassung als kritisch, da sie das effektive Arbeiten im Trapez, insbesondere bei marginalen Bedingungen, sehr erschwert.
Refits und Eignerschaft
Performance Sailcraft betonte in der Verkaufsunterlage eine große Toleranz für Crewgewichte von 230 bis 400 Pfund, und die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht machen das Transportieren auf dem Autodach möglich. Der zweiteilige Mast und die eingeholten Fallen ermöglichen ein platzsparendes Verpacken des Bootes entsprechend der Rumpflänge für den Transport. Für Eigner konzentrieren sich die wichtigsten Upgrades eher auf die Schwachstellen bei der Segelbedienung und dem Trapez, die die Tester festgestellt haben, als auf den Rumpf selbst.
Das Fazit
Der Laser 2 ist eine speziell für das Gleiten mit kleiner Crew gebaute Jolle, die Eleganz bei Leichtwind und feine Ergonomie im Cockpit gegen reines Vergnügen auf raumen Kursen und eine gutmütige Stabilität eintritt. Seine Konstruktion und Takelung sind einfach zu besitzen und zu transportieren, aber die Trapez- und Trimmeinrichtungen zeigen ihre grundlegenden Ursprünge.
Vorteile
- Stabil genug für Anfänger, um Fehler ohne Kenterung auszubügeln
- Spinnaker lässt sich dank sauberer Aufbewahrung und Leitungsführung problemlos hoch am Wind segeln
- Flache Plicht und Steckschwertkasten sorgen für eine gute Entwässerung
- Transportierbar auf dem Autodach; Mast lässt sich zerlegen und Fallen lassen sich aufgeriggt verstauen
Nachteile
- Unhandliche Bedienung von Großschot und Traveller, schwer unter Last anzupassen
- Keine verstellbare Trapezhakenhöhe schränkt die effektive Arbeit mit dem Trapezseil ein
- Nasser Rumpf und großes benetztes Volumen kosten Geschwindigkeit bei Leichtwind
- Enges Cockpit und einfache Beschläge machen das Segeln im Erwachsenenalter bei Leichtwind unpraktisch






