Jeanneau Sun Rise 34 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Jacques Fauroux·1984 – 1989·~629 hulls·Jeanneau
Jeanneau Sun Rise 34 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
34.58' · 10.54 m
Verdr.
10.361 lbs · 4.700 kg
Erstes Baujahr
1984

Die Jeanneau Sun Rise 34 ist ein Entwurf aus den frühen 1980er Jahren von der französischen Werft Jeanneau, gezeichnet von Jacques Fauroux, und wurde zwischen 1984 und 1989 in 629 Exemplaren gebaut. Mit einer Länge über alles von knapp unter 35 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 29,5 Fuß, einer Breite von 11,45 Fuß und einer Verdrängung von rund 10.360 Pfund liegt sie fest in der Tradition der Regatta/Fahrtenyachten ihrer Ära: ein breiter Einrumpfer mit einem Flossen oder Halbkiel, einem MasttoppslupRigg und einem Spatenruder. Die Zahlen erzählen eine klare Geschichte eines Bootes, das für europäische Küsten und Binnengewässer und nicht für Hochseeregatten gebaut wurde, und die verfügbaren Kieloptionen ermöglichen es dem Eigner, zwischen Leistung im tiefen Wasser und geringem Tiefgang zu wählen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
34,58 ft
Länge an Deck
33 ft
Länge in der Wasserlinie
29,5 ft
Breite
11,45 ft
Tiefgang
5,9 ft
Maximale Stehhöhe
6,08 ft
Durchfahrtshöhe
48,58 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
3.460 lbs (Eisen)
Verdrängung
10.361 lbs
Wasserkapazität
30 gal
Kraftstoffkapazität
18 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
38,1 ft
Unterliek Großsegel
11,5 ft
Vorsegeldreieck Höhe
43 ft
Vorsegeldreieck Basis
13,8 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
45,16 ft
Segelfläche
516 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,37
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
33,39
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
180,17
Komfort-Ratio
20,07
Kenterungsverhältnis
2,1
Rumpfgeschwindigkeit
7,28 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, ebenso das Deck, mit einem Eisenballast von 3.460 Pfund bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33,4 Prozent. Jeanneau bot die Sun Rise 34 mit verschiedenen Kielalternativen an, und diese Wahl prägt den Charakter des Bootes maßgeblich. Eine Option ist ein Kielschuh-Kielschwert-Konzept: ein fester Kielschuh mit einem aufholbaren Schwert, das es dem Boot ermöglicht, sowohl in Küstengewässern als auch im Binnenland zu segeln, wobei der Tiefgang je nach Beladung nur etwa 3,61 bis 3,91 Fuß beträgt, sodass sie selbst flache Marinas anlaufen kann. Die andere Option ist ein Flossenkiel mit einem Tiefgang von etwa 5,91 bis 6,21 Fuß je nach Beladung, was sie zwar auf größere Marinas beschränkt, aber ein konventionelleres Profil am Wind bietet. Das Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,02, was eine breite Form bedeutet, die das Innenraumvolumen unterstützt, und die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 409 Quadratfuß. Mit einer Komfort-Ratio von 20,07 und einem Kenterungsverhältnis von 2,10 fällt der Entwurf außerhalb der Grenzen, die für Hochseeregatten akzeptiert werden – ein Wert, der hier ganz offen statt als Kritik dargestellt wird. (1)

Rigg und Segelplan

Die Sun Rise 34 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, das eine Referenzsegelfläche von 516 Quadratfuß trägt. Mit dem ISO 8666-Referenzsegel liegt das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung bei 17,4, steigt jedoch auf 20,9 mit einer 135-prozentigen Genua – ein Wertebereich, der zeigt, wie stark das überlappende Vorsegel das Boot antreibt. Die Längen von Fallen und Schoten sind für die Größe großzügig bemessen: Die Fallen von Großsegel, Fock und Spinnaker sind alle 99,5 Fuß lang, die Schoten von Genua und Fock 34,6 Fuß und die Großschot 86,5 Fuß. Diese Maße sind wichtig für Eigner, die das Rigg neu aufbauen oder laufende Leinen ersetzen, da das Boot an den vorgesehenen Stationen 12-mm-Fallen und 14-mm-Schoten benötigt. Der Mast steht 48,58 Fuß über der Wasserlinie, und das moderate Streckungsverhältnis des Riggs passt zur moderaten Verdrängung.

Leistungsprofil

Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 180,17 und die Immersionsrate von etwa 1.380 Pfund pro Zoll beschreiben ein Boot, das sein Gewicht auf stabile und berechenbare Weise trägt, anstatt als federleichte Gleitrumpf-Yacht zu agieren. Das Kenterungsverhältnis von 2,10 zeigt, dass dieses Boot nicht für Hochseeregatten zugelassen würde – eine nützliche Grenze für einen Käufer, der es mit anderen Blauwasser-Kandidaten vergleicht. Mit einer Rumpfgeschwindigkeit von fast 7,3 Knoten und dem von der Genua angetriebenen Segelplan ist sie eine kompetente Fahrtenyacht für Küstenreviere, deren Grenzen durch die Konstruktionsdaten ehrlich dargestellt und nicht durch Marketing verschleiert werden.

Unterbringung und Aufteilung

Die große Breite und die Länge von 34,58 Fuß der Sun Rise 34 ermöglichen ein Eigneraufteilung mit drei Kabinen, was für diese Zeit ungewöhnlich war, kombiniert mit einem Flach- oder Flossenkiel je nach Baujahr. Die Wassertankkapazität von 30 Gallonen und der Kraftstofftank von 18 Gallonen eignen sich eher für Wochenendtörns und kurze Küstentörns als für längere, autarke Reisen. Der Yanmar 2GM20F Diesel mit 27 PS kann als Innenborder ausgerüstet sein – ein kleiner, aber ausreichender Hilfsmotor für ein Boot dieser Verdrängung.

Bekannte Schwachstellen

Der Bolzen des halben Schwerts und die Verschleißflächen sind ein klassischer Verschleißpunkt bei dieser Kielvariante. Jedes gebrauchte Exemplar sollte auf freien Lauf und den Zustand der Dichtungen untersucht werden. In den verfügbaren Unterlagen finden sich jedoch keine quantifizierten Ausfallraten oder Messwerte.

Das Fazit

Die Sun Rise 34 ist eine gut durchdachte Fahrtenyacht aus den späten 1980er Jahren, deren Kieloptionen ihre Attraktivität auf europäischen Küsten- und Binnengewässern erhöhen. Sie verhält sich in den Kennzahlen sehr gut: Mit einem Rigg mit Vorliek-Genua und einem breiten Rumpf bietet sie reichlich Volumen, ohne sich als Hochseeregattaboot auszugeben. Für Segler, die eine handliche, gut dokumentierte und vergleichsweise leicht zu findende 34-Fuß-Yacht suchen, bleibt sie eine vernünftige Wahl.

Vorteile

  • Die Variante mit flachem Schwertstummel öffnet flache Marinas und Binnengewässer
  • Das breite Drei-Kabinen-Layout ist für diese Epoche selten
  • Klare, veröffentlichte Riggmaße vereinfachen das Aufriggen

Nachteile

  • Das Kenterungsverhältnis schließt sie von Hochseeregatten aus
  • Der Tiefgang des Flossenkiels schränkt den Zugang zu Marinas ein
  • Bescheidene Kraftstoff- und Wasserkapazität für längere Passagen

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