Design und Konstruktion
Der Rumpf wurde von Aquafibre laminiert und von Landamores in Wroxham ausgestattet. Unter der Wasserlinie kommt ein massives Laminat aus Schichtholzmatte und gewebten Rovingseilen zum Einsatz, während das Deck und der Kajütaufbau mit einem Balsaholzkern versehen sind. Ohne die Verzerrungen durch die IOR-Formel erwies sich das Unterwasserschiff als agil und gutmütig. Der Himmel ist die einzige Innenschale – jede Schott und jedes Holzelement ist direkt mit dem Rumpf laminiert, was für eine extrem steife Struktur sorgt. Die Kursstabilität verdankt sich teilweise einem Verdrängungsskeg, der zwischen Kiel und Propellerwelle wächst und nach achtern bis zum Spiegel verläuft, an dem ein großes Ruderblatt auf dem geneigten Spiegel hängt. Lange Handläufe befinden sich auf dem leicht gewölbten Kajütaufbau, die Decksfarbe sorgt unter den Füßen für rutschfesten Halt, und eine flache Ablaufwanne unter dem Bodenbrett bietet Zugang zu den Bolzen, mit denen der gusseiserne Kiel befestigt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg trägt ein deutlich dünnes Großsegel auf einem runden Baum mit Rollfock, und das originale leichte Vorsegel No1 maß 282 Quadratfuß – fast das Dreifache der Segelfläche des Großsegels. In das Deck eingelassene Püttinge ermöglichen es, dass die Vorliekführung entweder innen oder außen verläuft. Lewmar 40 Winschen waren Standard, und Pumpwinchen auf dem Kajütdach sind auf vielen Booten noch heute im Einsatz. Das Wenden mit kleinen Winden ist bei Segeln dieser Größe harte Arbeit, besonders wenn ein Babystay im Weg liegt. Dennoch ist das Boot schnell, steif, robust, gut ausbalanciert und ein Genuss zu segeln. Mit einer Fahrweise und Leistung, die ihrem Aussehen entsprechen, berichten Eigner in der Zeitschrift Practical Boat Owner, dass sie sich mit zwei Personen recht effizient regatta-tauglich segeln lässt und auch neuere und größere Boote wie die UFO 27 problemlos abhängen kann. (1)
Unterbringung
Unter Deck platzierte das ursprüngliche Layout einen großen Kartentisch gegenüber einer funktionalen Pantry, eine Achterkoje, jeweils 1,98 m lange Sofakojen an den Längsseiten des Salons, eine Wachkoje an Backbord und eine Segellagerung mit den Nasszellen vor dem Schott. Eine familienorientiertere Alternative folgte, bei der das Schott ein paar Fuß nach achtern verschoben wurde, die Pantry entlang der Steuerbordseite verlief und eine separate Nasszelle zwischen dem Salon und einer zweiköpfigen Vorschiffskabine angeordnet war. Unabhängig von der Version beträgt die Stehhöhe 1,67 m. Die Plicht bietet eine gute Beinstütze zwischen den Sitzen, obwohl die Sülls sehr dicht an den Relingstauen liegen und bei Krängung kein bequemer Platz zum Sitzen sind. Schränke befinden sich auf beiden Seiten – der rechte ist kleiner und beherbergt den Kraftstofftank, der linke ist über die gesamte Bootsbreite ausgebaut. Die Stauraummöglichkeiten sind dank einer Vielzahl kleiner Schränke, wie man sie auf modernen Yachten selten findet, bemerkenswert gut, und der Kartentisch bleibt selbst nach heutigen Maßstäben riesig.
Motor und Ausrüstung
Der ursprüngliche Antrieb bestand aus einem Vire 7 PS Benzin- oder Petter 5 PS Dieselmotor, später wurde auch ein 9 PS Volvo angeboten, während einige preisbewusste Eigner Außenborder an einer Halterung am Spiegel aufhängten. Am Bug führt eine Pütting die Kette in die Vorpiek. Frühe Literatur erwähnt ein mit jedem Boot ausgestelltes Lloyd's-Zertifikat.
Das Fazit
Practical Boat Owner beschrieb die Hustler 25.5 als echtes kleines Seebot und eine der besten Angebote auf dem Markt als wirtschaftliche und äußerst seetüchtige Fahrtenyacht oder konkurrenzfähige Club-Regattayacht. Die Beweise stützen dies: ein sauberer, unverzerrter Rumpf, eine direkt laminierte Struktur, echte Regatta-Erfolge und ein durchdachtes Innenraumkonzept, das auch heute noch praktisch wirkt. Die Kompromisse sind typisch für ihre Epoche – geringe Stehhöhe, eine unruhige Süllrand-Konstruktion in der Plicht und ein Rigg, das bei engen Manövern Kraft erfordert.
Vorteile
- Regattaerprobte Historie mit Siegen bei der EAORA und der Ramsgate Gold Cup
- Steif, gut ausbalanciert und für ihre Größe schnell unter Segeln
- Direkt angebaute Schotten und fester Rumpf für hohe strukturelle Steifigkeit
- Praktische Layouts für das Fahrtensegeln mit hervorragender Stauraumnutzung und einem großen Kartentisch
Nachteile
- Nur 1,68 m Stehhöhe (5 Fuß 6 Zoll)
- Sülls nahe an den Stüttschienen – unpraktisch bei Krängung
- Das Wenden mit großen Vorsegeln und Babystay ist arbeitsintensiv









