Design und Konstruktion
Der Rumpf von Eivind Still aus den späten siebziger Jahren hat eine Länge über alles von 33,2 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 26,25 Fuß, einer Breite von 10,63 Fuß und einem Verhältnis von Länge zu Breite von 3,12. Das Boot ist sowohl im Rumpf als auch im Deck aus massivem GFK gebaut und trägt einen Bleiflossenkiel sowie ein Spatenruder. Bei einer Verdrängung von 10.582 Pfund und 5.071 Pfund Bleiballast liegt das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis bei 48 Prozent, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 272 ordnet sie fest in die Kategorie der sogenannten schweren Fahrtenyachten ein. Diese Masse wird mit einer benetzten Fläche von etwa 333 Quadratfuß und einem Immersionsverhältnis von 972 Pfund pro Zoll kombiniert, was bedeutet, dass sie tief läuft und sich unter Last berechenbar verhält.
Rigg und Handhabung
Die Finnfire 33 ist eine Masttoppslup mit einer Segelfläche von 462 Quadratfuß. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 15,7, was bei einer 135-prozentigen Genua auf 19,0 steigt. Im Vergleich zu ihren Konkurrenten ist sie etwas untertakelt und zeigt mehr Segelfläche als nur 27 Prozent ähnlicher Boote. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,9 Knoten, während die berechnete Höchstgeschwindigkeit unter Motor etwa 4,1 Knoten beträgt. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,91 und das Komfort-Ratio bei 25,6 – Werte, die einem stabilen, gedämpften Bewegungsprofil entsprechen und eher auf ein stabiles Fahrtenboot als auf einen sportlichen Performance-Rumpf hinweisen. Ihr Tiefgang liegt je nach Beladung zwischen 6,07 und 6,37 Fuß, was sie auf größere Marinas beschränkt. Das stehende und laufende Gut folgt den Proportionen eines klassischen Masttoppslups: Alle Fallen sind 99,8 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 3/8 Zoll, die Schoten sind 33,2 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 1/2 Zoll, und die Großschot ist 83 Fuß lang und hat einen Durchmesser von 1/2 Zoll.
Unterbringung
Die Breite von 10,63 Fuß und die Länge von 33,2 Fuß bestimmen den Rahmen, innerhalb dessen das Layout für Fahrtensegler angeordnet wurde.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige operative Manko betrifft den Tiefgang: Bei einem beladenen Tiefgang von 1,85 bis 2,25 Metern kann der Rumpf keine flachen Ankerplätze anlaufen und erfordert die Tiefe großer Marinas. (1)
Refits und Eignerschaft
Da die Produktion 1982 endete, ist jede noch existierende Finnfire 33 heute jahrzehntalt. Die Fallen und Schoten des Masttoppriggs haben Standardlängen und -durchmesser, sodass ein Austausch des laufenden Guts unkompliziert ist. Der Bleikiel und der massive Laminatrumpf stellen keine exotische Konstruktion dar, die spezielles Reparaturwissen erfordert.
Das Fazit
Die Finnfire 33 ist eine kleine, schwere, gut ballastierte Fahrtenyacht aus einer kleinen Serie, entworfen von einem bekannten finnischen Konstrukteur und gebaut von einer finnischen Werft. Ihre Werte beschreiben ein stabiles, untertakeltes, komfortables Boot, das eher für Küstentörns von tiefen Ankerplätzen als für das Herumtuckern im Flachwasser geeignet ist.
Vorteile
- Hoher Ballastanteil (48 %) und schwere Fahrtenyacht-Verdrängung für ein 33-Fuß-Boot
- Bleiflossenkiel und solide GFK-Konstruktion
- Komfortables Bewegungsprofil (Comfort-Ratio 25,6)
Nachteile
- Der Tiefgang von 1,85–1,94 m schränkt den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen ein
- Geringfügig untertakelt im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten
- Nur sechzig Einheiten gebaut, weshalb Ersatzteile und vergleichbare Boote rar sind







