Design und Konstruktion
Hollands Weg zur Eygthene begann mit seiner Teilnahme an der Quarter Ton Cup Regatta 1972 in La Rochelle. Anschließend entwarf und baute er das Boot für die USA Quarter Ton Cup-Serie 1973, die sie im selben Jahr in Weymouth, England, gewann. Der Rumpf brach bewusst von der damaligen Flotte ab, indem er eine sehr große Breite an Deck aufwies, während die Breite in der Wasserlinie normal blieb. Diese ausgeprägte Form sollte es der Crew ermöglichen, ihr Gewicht optimal einzusetzen, da die Unterwasserränder mit minimalem Widerstand durch das Wasser glitten. Yachting Monthly beschreibt das Ergebnis als schmale Wasserlinienbreite mit aggressiv ausgestellten Überwasserschiffen wie bei einer Merlin-Rocket-Jolle, mit feinen Enden und einem schmalen Heck, was sie weniger empfindlich für den Krängungswinkel macht als reetgekrängte Konkurrenten. Sie ist ein ziemlich schwerer Quarter-Tonner, und der flache Rumpf, die eingezogenen Enden und die schmale Wasserlinienbreite, die ihr dieses markante Profil verleihen, bedeuten auch, dass der Stauraum unter Deck begrenzt ist. (2)
Rigg und Seeverhalten
Am Wind ist die Eygthene ein befriedigendes Boot: Das ausgestellte Überwasserschiff ermöglicht es der sitzenden Crew, ein großes aufrichtendes Moment auf der Luvseite auszuüben, und dank ihrer feinen Spanten hat sie eine sehr angenehme Bewegung am Wind vor dem Windanker. Dasselbe Profil macht sie mit einem geraden Kiel rank; sie segelt sich am besten aufrecht und belohnt eine aktive Crew. Ihr schmaler Heckspiegel verhindert, dass sie bei Krängung nervös wird, aber der Kompromiss zeigt sich vor dem Wind, wo sie auf raumen Kursen relativ langsam ist und bei Wind recht rollig wird. In der Klasse der Viertelton-Boote machen diese Eigenschaften sie zu einem weitaus besseren Seeboten als die meisten anderen, und sie bleibt eine gute Einstiegsregattayacht sowie ein lebendiger und unterhaltsamer Pocket-Cruiser für das Ankern. (1)
Unterbringung
Das Konzept der großen Breite, das den Decksaufbau prägte, bescherte der in Serie gebauten Kiwi 24 auch einen sehr guten Innenraum für ihre Größe. Der Salon profitiert insbesondere von der Rumpfform mit viel Platz, reichlich Sitzgelegenheiten um einen Tisch, einer separaten Nasszelle und einer grundlegenden Pantry. Die Kojenanzahl beläuft sich auf vier oder fünf, darunter zwei Achterkojen und eine V-Koje im Vorschiff. Die Ausstattung war überall leicht und einfach gehalten, was das Gewicht senkt, die Unterkünfte aber nach modernen Maßstäben bescheiden lässt. (1)
Das Fazit
Die Eygthene 24 ist ein historisch bedeutsames Holland-Design, das als Leichtwind-Clubregattaboot und kleine Fahrtenyacht über ihre Länge hinausragt. Ihr ausgestellter Rumpf und die feinen Spanten sorgen für eine angenehme Seegangsdynamik am Wind und ein seetüchtiges Gefühl, das in der Viertelton-Klasse selten ist. Doch dieselbe schmale Wasserlinie und der flache Rumpf, die dieses Verhalten ermöglichen, begrenzen den Stauraum und machen das Boot raumschots rank und rollig.
Vorteile
- Weltmeister-Linie der Quarter-Tonner aus dem Jahr 1973 mit Rons Hollands erstem großen Designerfolg
- Verbreiterte Überwasserschiffe und feine Spanten sorgen für ein angenehmes Seeverhalten am Wind und ein starkes aufrichtendes Moment für die Crew
- Geräumiger Salon und vier oder fünf Kojen für eine 24-Fuß-Regatta-/Fahrtenyacht
- Besseres Seeverhalten als bei den meisten Quarter-Tonnern
Nachteile
- Rank auf einem Langkiel und neigt vor dem Wind bei Wind zu Rollbewegungen
- Eingeschränkte Staukapazität durch schmale Enden und flachen Rumpf
- Einfache Pantry und leichter, unkomplizierter Innenausbau





