Eygthene 24 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Ron Holland·1974·Master Marine
Eygthene 24 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
23.78' · 7.25 m
Verdr.
4.300 lbs · 1.950 kg
Erstes Baujahr
1974

Die Eygthene 24 ist ein 24FußRonHollandQuarterTonner, der 1973 als erster großer Erfolg des Designers und Weltmeister dieser Klasse eingeweiht wurde. Im neuseeländischen Dialekt ausgesprochen als „ayteen“, wurde sie ab 1974 von Master Marine als Regatta/Fahrtenyacht entwickelt, die auf Hollands ursprünglichem CupBoot basiert. Ihre ungewöhnliche Rumpfform lohnt nach wie vor einen genaueren Blick für alle, die sich für kleine, schnelle Kielboote interessieren.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
23,78 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
20,5 ft
Breite
9,6 ft
Tiefgang
4,6 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
2.250 lbs (Eisen)
Verdrängung
4.300 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
26,34 ft
Unterliek Großsegel
8 ft
Vorsegeldreieck Höhe
31,27 ft
Vorsegeldreieck Basis
10,24 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
32,9 ft
Segelfläche
265 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,03
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
52,33
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
222,82
Komfort-Ratio
15,21
Kenterungsverhältnis
2,36
Rumpfgeschwindigkeit
6,07 kn

Design und Konstruktion

Hollands Weg zur Eygthene begann mit seiner Teilnahme an der Quarter Ton Cup Regatta 1972 in La Rochelle. Anschließend entwarf und baute er das Boot für die USA Quarter Ton Cup-Serie 1973, die sie im selben Jahr in Weymouth, England, gewann. Der Rumpf brach bewusst von der damaligen Flotte ab, indem er eine sehr große Breite an Deck aufwies, während die Breite in der Wasserlinie normal blieb. Diese ausgeprägte Form sollte es der Crew ermöglichen, ihr Gewicht optimal einzusetzen, da die Unterwasserränder mit minimalem Widerstand durch das Wasser glitten. Yachting Monthly beschreibt das Ergebnis als schmale Wasserlinienbreite mit aggressiv ausgestellten Überwasserschiffen wie bei einer Merlin-Rocket-Jolle, mit feinen Enden und einem schmalen Heck, was sie weniger empfindlich für den Krängungswinkel macht als reetgekrängte Konkurrenten. Sie ist ein ziemlich schwerer Quarter-Tonner, und der flache Rumpf, die eingezogenen Enden und die schmale Wasserlinienbreite, die ihr dieses markante Profil verleihen, bedeuten auch, dass der Stauraum unter Deck begrenzt ist. (2)

Rigg und Seeverhalten

Am Wind ist die Eygthene ein befriedigendes Boot: Das ausgestellte Überwasserschiff ermöglicht es der sitzenden Crew, ein großes aufrichtendes Moment auf der Luvseite auszuüben, und dank ihrer feinen Spanten hat sie eine sehr angenehme Bewegung am Wind vor dem Windanker. Dasselbe Profil macht sie mit einem geraden Kiel rank; sie segelt sich am besten aufrecht und belohnt eine aktive Crew. Ihr schmaler Heckspiegel verhindert, dass sie bei Krängung nervös wird, aber der Kompromiss zeigt sich vor dem Wind, wo sie auf raumen Kursen relativ langsam ist und bei Wind recht rollig wird. In der Klasse der Viertelton-Boote machen diese Eigenschaften sie zu einem weitaus besseren Seeboten als die meisten anderen, und sie bleibt eine gute Einstiegsregattayacht sowie ein lebendiger und unterhaltsamer Pocket-Cruiser für das Ankern. (1)

Unterbringung

Das Konzept der großen Breite, das den Decksaufbau prägte, bescherte der in Serie gebauten Kiwi 24 auch einen sehr guten Innenraum für ihre Größe. Der Salon profitiert insbesondere von der Rumpfform mit viel Platz, reichlich Sitzgelegenheiten um einen Tisch, einer separaten Nasszelle und einer grundlegenden Pantry. Die Kojenanzahl beläuft sich auf vier oder fünf, darunter zwei Achterkojen und eine V-Koje im Vorschiff. Die Ausstattung war überall leicht und einfach gehalten, was das Gewicht senkt, die Unterkünfte aber nach modernen Maßstäben bescheiden lässt. (1)

Das Fazit

Die Eygthene 24 ist ein historisch bedeutsames Holland-Design, das als Leichtwind-Clubregattaboot und kleine Fahrtenyacht über ihre Länge hinausragt. Ihr ausgestellter Rumpf und die feinen Spanten sorgen für eine angenehme Seegangsdynamik am Wind und ein seetüchtiges Gefühl, das in der Viertelton-Klasse selten ist. Doch dieselbe schmale Wasserlinie und der flache Rumpf, die dieses Verhalten ermöglichen, begrenzen den Stauraum und machen das Boot raumschots rank und rollig.

Vorteile

  • Weltmeister-Linie der Quarter-Tonner aus dem Jahr 1973 mit Rons Hollands erstem großen Designerfolg
  • Verbreiterte Überwasserschiffe und feine Spanten sorgen für ein angenehmes Seeverhalten am Wind und ein starkes aufrichtendes Moment für die Crew
  • Geräumiger Salon und vier oder fünf Kojen für eine 24-Fuß-Regatta-/Fahrtenyacht
  • Besseres Seeverhalten als bei den meisten Quarter-Tonnern

Nachteile

  • Rank auf einem Langkiel und neigt vor dem Wind bei Wind zu Rollbewegungen
  • Eingeschränkte Staukapazität durch schmale Enden und flachen Rumpf
  • Einfache Pantry und leichter, unkomplizierter Innenausbau

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