Design und Konstruktion
Etap baute die 26i mit einem doppelwandigen Schaumsandwich, sodass das Boot unsinkbar ist, und die Rumpfform selbst ist eher konservativ als radikal. Der Kimmkiel ist das prägende Merkmal: Ein Eigner kaufte das Boot speziell, weil diese Konstruktion einen geringen Tiefgang von 2 Fuß 11 Zoll ermöglicht. Ein Heckausleger bietet einfaches Auf- und Absteigen sowohl über das Beiboot als auch vom Wasser aus, und das Deck ist mit Korkplatten statt mit nacktem GFK belegt. Zeitgenössische Beobachter bemerkten, dass die Relingstützen sehr niedrig sind – was für alle wichtig ist, die sich auf die Stehhöhe an der Kante verlassen. (1)
Rigg und Handhabung
Die 26i ist mit einem 277 Quadratfuß großen 7/8-Slup-Rigg ohne Achterstag ausgestattet. Diese Aufteilung ermöglicht ein Großsegel mit viel Raum im Achterschiff, bedeutet jedoch, dass die Querträger nach achtern verlegt sind, um den fehlenden Achterstag auszugleichen. Ein Cockpitverdeck bietet guten Zugang zu den Trimmleinen, sodass der Segeltrimm vom Steuerstand aus gut kontrollierbar bleibt. Unter Segeln ist die Standard-Selbstwendefock ein Schwachpunkt: Eigner berichten, dass sie am Wind untertakelt ist und auf raumen Kursen völlig wirkungslos ist. Ein Code Zero setzt hervorragend auf einem raumen Kurs, ist aber nicht für das Kreuzen am Wind ausgelegt und neigt aufgrund des fehlenden Drahttopps dazu, sich nicht richtig einzurollen. Der 10 PS starke Volvo Penta-Motor ist unter Motor deutlich unterdimensioniert, was die Manövrierfähigkeit bei Flaute im Hafen und gegen die Gezeiten einschränkt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die 26i dank großer Kajütaufbaufenster, eines riesigen vorderen Kabinenfensters, einer großen Vordecksluke und mehrerer Bullaugen heller als viele zeitgenössische Boote. Der Salon erstreckt sich bis zum Bug, und die Aufteilung platziert den Salon im Vorschiff, die Pantry mit einem festen Kartentisch auf Mittschiff sowie die Nasszellen und eine Kabine zu beiden Seiten der Plichtverkleidung achtern. Der feste Kartentisch ist ein praktisches Feature, und die Pantry ist für ein Boot dieser Größe akzeptabel, obwohl der Herd nicht kardanisch aufgehängt ist. Der bugorientierte Salon mit dem nach unten schwenkbaren Tisch folgt einem für diese Epoche typischen Muster, das auch bei anderen kleinen Fahrtenyachten jener Zeit zu finden ist. (1)
Bekannte Schwachstellen
Der begrenzte Windbereich der Selbstwendefock und das Rollproblem des Code Zero aufgrund seines losen Vorlieks sind die Hauptkritikpunkte beim Segelhandling. Niedrige Relingstützen sind eher ein Konstruktionsmerkmal als ein Mangel, beeinträchtigen jedoch die Sicherheit der Crew.
Das Fazit
Die Etap 26i ist eine spezialisierte kleine Fahrtenyacht für Reviere mit geringem Tiefgang, die einen sicheren, auftriebsstarken Rumpf und ein lichtdurchflutetes Innenraum über reine Leistung stellt. Sie belohnt Segler, die ein größeres Raumwindsegel tragen und sich mit moderater Motorleistung zufriedengeben, und ihr Kimmkiel öffnet Ankerplätze, die für tiefere Konkurrenzmodelle mit Flossenkiel unerreichbar sind.
Vorteile
- Unsinkbarer, doppelter Schaumsandwich-Rumpf
- Der Tandemkiel sorgt für einen Tiefgang von nur 2 Fuß 11 Zoll im Flachwasser
- Außergewöhnlich helle Kabine mit Salon von Bug bis Heck und stehendem Kartentisch
- Das gerundete Heck erleichtert das Einlaufen von Wasser und das Beiboot
Nachteile
- Die 10 PS Volvo Penta ist unter Motor unterdimensioniert
- Die Standard-Selbstwendefock ist am Wind und auf raumen Kursen schwach
- Der Code Zero fehlt eine Drahtvorliek und rollt sich schlecht ein
- Niedrige Relingstützen mindern die Sicherheit an der Seereling







