Design und Konstruktion
Gerlachs Rumpf aus den Mitte der siebziger Jahre ist sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasserlinie aus massivem GFK gefertigt, mit einem Deck aus demselben Material und einem Mahagoni-Innenausbau, der im skandinavischen Stil jener Zeit gehalten ist. Die Werft verkaufte einige Rümpfe als Bausatz zum Selbstausbau, sodass fertige Boote in der Sorgfalt ihrer Holzarbeiten und Systeme variieren können, selbst wenn die Formschale identisch ist. Die benetzte Fläche beträgt etwa 322 Quadratfuß, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von rund 974 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass das Boot für seine Länge schwer auf dem Wasser liegt – eine Folge des D/L-Verhältnisses von 256, das auch die moderate Rumpfgeschwindigkeitsgrenze von 6,95 Knoten erklärt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Drabant 33 ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das über eine angegebene Segelfläche von 428 Quadratfuß verfügt. Die Werft bot während der Produktionszeit alternative Kielkonfigurationen an. Mit dem Standard-Referenzsegel beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 14,9; mit einer 135-prozentigen Genua steigt dieser Wert auf 17,9 – ausreichend, um das Boot bei normaler Fahrtenbrise unterwegs zu halten, ohne überzutakelt zu sein. Das Kenterungsverhältnis von 1,85 und ein Komfort-Ratio im Bereich von 25,6 bis 27,1 kennzeichnen sie als stabiles, angenehm bewegtes Küstenboot und nicht als leichten Regattakreuzer. Der Tiefgang variiert je nach Beladung zwischen 5,64 und 5,94 Fuß, was tief genug ist, um die meisten Marinaschleusen zu passieren. Das am Skeg aufgehängte Ruder sorgt für ein berechenbares Rudergefühl in diesem Flossenkieler-Rumpf.
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot eine Stehhöhe von 5 Fuß 10 Zoll – überdurchschnittlich für eine Yacht dieser Größe – und ist im Layout mit einer einzelnen Nasszelle ausgestattet. Der Mahagoni-Innenausbau ist für diese Klasse konventionell, und der 26-Gallonen-Wassertank unterstützt kurze bis mittlere Küstentörns ohne häufige Nachfüllung. Die Kraftstoffkapazität von 9 Gallonen und der 20 PS starke Bukh-Diesel treiben einen Wellenantrieb an, der unter Motor maximal 6 Knoten liefert – was den berechneten Rumpfgeschwindigkeit entspricht und bestätigt, dass der Motor eher für Manöver und Batterieladung als für längeres Motoren ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Drabant 33 ist eine durchdacht proportionierte dänische Fahrtenyacht, deren Seltenheit durch einen unkomplizierten GFK-Rumpf und ein gutmütiges Seeverhalten ausgeglichen wird. Da die Boote meist von Privatleuten fertiggestellt wurden, muss jeder Käufer das jeweilige Exemplar für sich selbst beurteilen. Die Grundkonstruktion ist jedoch stimmig: Eine breite, ballaststabile Slup mit praktischem Tiefgang und einem nutzbaren Innenraum. Für Segler, die eine markante skandinavische Fahrtenyacht aus den 1970er Jahren ohne die Komplexität einer Regattayacht suchen, lohnt sich eine sorgfältige Besichtigung.
Vorteile
- Stabiles, komfortables Seeverhalten mit einem Kenterungsverhältnis von 1,85 und einer Komfort-Ratio nahe 26
- Überdurchschnittliche Stehhöhe von 5 Fuß 10 Zoll für die Bootslänge
- Flach genug geratener Flossenkiel (5,64–5,94 Fuß) für die meisten Marinas
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Eisenballast
Nachteile
- Weniger als 100 gebaut; einige wurden als Bausatz verkauft, weshalb sich die Verarbeitungsqualität unterscheidet
- Geringe Tankkapazitäten von nur 34 Litern Kraftstoff und 98 Litern Wasser begrenzen die Reichweite
- Die bescheidene Rumpfgeschwindigkeit von 6,95 Knoten schränkt das Segeltempo ein







