Design und Konstruktion
Cornish Crabbers baut jeden Shrimper auf Bestellung, sodass Rumpffarbe, Decksfarbe und Innenraumaufteilung nach den Wünschen des Eigners festgelegt werden, anstatt aus einer Standardliste zu stammen. Die Werft bietet eine Auswahl an Rumpffarben, die hervorragend mit kontrastierenden Decksfarben kombiniert werden kann; ein helles Beigeton ist der aktuelle Trend für das Deck. Abgesehen von der Optik ist die Ingenieurskunst, die in jeden Shrimper gesteckt wird, beeindruckend, und die Qualität der Laminierung sowie die Festigkeit von Rumpf und Formteilen sind eine klare Designpriorität. Klampen und Beschläge sind so konstruiert, dass sie die Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, weit überdauern – was perfekt zu einem Boot passt, das von Familienbesatzungen in Gezeitenrevieren bedient werden soll. Das Ruder ist am Spiegel aufgehängt und verfügt über eine Edelstahl-Aufholplatte. Dieses Ruder ist zudem mit einem Ausgleichsbereich versehen, um die Lasten auf dem Ruderscharnier zu verringern. (1)
Rigg und Handhabung
Die Masten lassen sich dank des klappbaren Bugspriets als Hebel leicht setzen – ein Detail, das das Trailern und Slippen zu einem Ein-Mann-Auftrag macht. Überflüssiges Tauwerk wurde im Vergleich zu einer altmodischen Gaffelbesegelung von vor 50 Jahren praktisch eliminiert, und das Boot ist so aufgebaut, dass es mit geringen Leinenlasten leicht gesegelt werden kann. Der geringe Tiefgang macht die Shrimper 21 ideal für das Erkunden geschützter Gewässer mit vielen ruhigen Ankerplätzen, und dennoch nimmt sie Sie bei gutem Wetter auch gerne ins offene Wasser mit. Die lange Wasserlinie des Rumpfes ermöglicht es, bei moderatem Wind zu Ankern Reisegeschwindigkeiten von bis zu sechs Knoten zu erreichen. Für diejenigen, die eine höhere Takelung bevorzugen, bietet die Adventure-Reihe einen Austausch des Gaffels gegen einen Bermudan-Segelplan. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Shrimper 21 ein überraschend geräumiges Boot mit einem wunderschön gestalteten und verarbeiteten Innenraum. Es gibt verschiedene Optionen, sodass der Eigner das Layout individuell gestalten kann. Im Vergleich zur 19 bietet sie mehr Komfort im Wohnbereich und eine größere Plicht, die für weitaus mehr nutzbare Sitzplätze auf einer Ebene ausgelegt ist. Unter Deck befinden sich zwei Sofakojen/Achterkojen, ein Tisch, der gleichzeitig als zusätzlicher Arbeitsplatz in der Pantry dient, sowie eine separater vordere Kabine mit der Möglichkeit, unter dem Kopfteil der Koje eine chemische oder eine Bordtoilette zu installieren. Die Stehhöhe im Sitzen ist großzügig, und der Schwertkasten beeinträchtigt den Beinfreiheitsraum nicht übermäßig. Der Stauraum wurde im gesamten Boot verbessert, auch im Bereich der Pantry.
Motorisierung und Ausrüstung
Der Standard-Hilfsmotor ist ein Yanmar 1GM Diesel-Innenborder mit leicht bedienbaren Hebeln, die ins Cockpit geführt sind. Der Hersteller bietet jedoch auch 6- oder 8-PS-Außenborder an, die in einem Wellenbehälter im hinteren Teil des Cockpits montiert werden können, oder einen 9-PS-Yanmar 1GM Diesel-Innenborder. Elektrische Innenborder sind eine aufkommende Option, und verschiedene elektrische Innen- oder Außenborder-Modelle werden angeboten; die elektrische Variante wird insbesondere für Fluss- und Hafenanlagen als spezielle Lösung präsentiert. Teakholz-Inlays auf den Cockpitsitzen bleiben optional.
Das Fazit
Die Shrimper 21 übernimmt das bewährte Konzept der ursprünglichen 19-Fuß-Shrimper und vergrößert es genau so weit, dass Wochenendtörns absolut komfortabel möglich sind, ohne dass man die Trailerbarkeit oder die Freiheit durch den geringen Tiefgang einbüßt. Sie ist ein Boot, das auf die Wünsche des Eigners zugeschnitten ist, mit soliden Formteilen und einem gutmütigen Wesen auf See.
Vorteile
- Höherer Komfort und verbesserte Unterbringung im Vergleich zur Shrimper 19
- Leicht zu stellender Mast durch den klappbaren Bugspriet als Hebel
- Geringer Tiefgang des Hubkiels für das Erkunden geschützter Gewässer und einfaches Trailern
- Ausgewogenes, am Spiegel aufgehängtes Ruder mit Drop-Plate zur Entlastung der Handhabung
- In Eignerauftrag in Rumpf-, Deckfarbe und Layout gebaut
Nachteile
- Die bescheidene Segelfläche und die Geschwindigkeit von nur sechs Knoten auf raumen Kursen begrenzen sie eher als gemütliche Fahrtenyacht denn als lebendige Regattayacht
- Die RCD-Kategorie C schränkt sie auf geschützte Gewässer und Küstentörns ein, weniger auf Langstrecken-Fahrtensegeln






