Design und Konstruktion
Beadons Hauptrumpf weist ein Verhältnis von Breite zu Länge (B/L) von 7:1 bei einer LWL von 23 Fuß 2 Zoll auf. Das Heck ist flach gestaltet mit einem breiten Spiegel, um ein frühes Gleiten zu fördern. Die ellipsenförmigen Flügelruder (amas) sorgen für eine geringe benetzte Oberfläche und einen hohen prismatischen Koefizienten für hohe Effizienz bei Geschwindigkeit. Die Flügelruder selbst sind zu 175 Prozent der Gesamtverdrängung dimensioniert und so geformt, dass sich der longitudinale Auftriebsschwerpunkt beim Eintauchen des Rumpfes nach vorn verschiebt und bei vollständigem Eintauchen 45 Prozent der LWL hinter dem Kimmkranz liegt. Die Konstruktion des Hauptrumpfs ist im Wesentlichen komposit, verstärkt mit Kevlar und Kohlefaser in hochbelasteten Bereichen und mit massivem GFK dort, wo die Flügelruder angebracht sind. Das klappbare Flügelruder-System wurde so konstruiert, dass es die strukturelle Festigkeit eines festen Querträgers erreicht. Die Flügelruder reichen bei Rotation in die Segelposition weit nach innen und bilden einmal sicher verbolzt eine sehr steife Struktur. Sie durchstoßen den Hauptrumpf in ausgeschwenkter Position um 36 Zoll und nutzen ein Wasserstag (Flying Wire), um Biegekräfte zu minimieren. (1)
Rigg und Handhabung
Das fraktionierte Slup-Rigg basiert auf einem 45 Fuß hohen Drehmast mit Doppel-Salingen, entwickelt in Zusammenarbeit mit North Sails. Dieser bringt den Achterlieksbereich des Großsegels mit Volllatten für ein Segelfläche von 670 Quadratfuß und ein moderates SA/D-Verhältnis von 35,1 an die Grenzen. Ein kurzer Bugspriet trägt die Leinen für einen Roll-Gennaker (Screecher) und Spinnaker, während eine am Vorsteven geführte Selbstwendefock sauber im Gennaker Platz findet. Ein vom Cockpit aus gesteuertes Schwert vergrößert den Tiefgang von 1 Fuß 3 Zoll auf 5 Fuß 3 Zoll, und ein außenliegendes Ruder ergänzt den am Heck montierten 20-PS-Hilfsmotor auf einer Hubvorrichtung. Testsegler berichteten von Gleitgeschwindigkeiten von 6 Knoten bei 6 bis 8 Knoten wahrem Wind, wobei unter Spinnaker bei leichtem Wind bis zu 8 Knoten erreicht werden konnten. Das Boot segelte zudem effizient hoch am Wind bei weniger als 40 Grad scheinbaren Windwinkel, wobei Geschwindigkeiten von über 20 Knoten häufig gemeldet wurden. (1)
Unterbringung
Unter Deck wirkt die 34 SC für ihr Gewicht großzügig mit einer Stehhöhe von 1,90 m und Kirschbaumholz-Akzenten. Die Aufteilung platziert eine große V-Koje im Vorschiff und eine separate Nasszelle mit Dusche an Backbord. Die beiden Sofakojen im Salon lassen sich zu Seekojen umbauen. Zehn zu öffnende Lewmar Ocean Series-Bullaugen sowie zwei Decksluken sorgen für eine hervorragende Belüftung. Die Pantry achtern ist quer und hinter dem Niedergang positioniert und verfügt über eine gut dimensionierte Kühlbox, eine tiefe Spüle und einen zweiflammigen, nicht druckgeführten Alkoholherd von Origo, unterstützt durch einen 75-Liter-Wassertank aus Edelstahl. Das Cockpit öffnet sich über einen Spiegel und bietet bequem Platz für vier Personen.
Das Fazit
Die Contour 34 SC ist ein durchdacht konstruierter trailerbarer Trimaran, der einen schlanken Hauptrumpf und schwimmfähige, effizient geformte Amas in eine Plattform verwandelt, die echte Langstreckenfahrten auf See und berauschende Geschwindigkeiten ermöglicht, ohne auf ein helles, praktisches Innenraumkonzept zu verzichten. Ihr Klappflügelsystem und das Schwert machen sie unter den Fahrtentrimarans selten hafen- und trailerfreundlich, obwohl der Außenborder und die Spiritusküche als zeitgenössische Konstruktionen bleiben, die ein heutiger Käufer genau abwägen muss.
Vorteile
- Klappbare Amas und geringer Tiefgang bei aufgeholtem Schwert ermöglichen den Trailertransport und normale Liegeplatznutzung
- Starke Aka-Struktur und Verbundrumpf mit Kevlar/Kohlefaserverstärkung unter Last
- Vielseitiges North Sails-Rigg mit Selbstwendefock und Optionen für Screecher/Spinnaker
- Luftige Kabine mit Kirschbaum-Akzenten, Seekojen und hervorragender Belüftung
Nachteile
- 20 PS Außenborder als Hilfsmotor anstelle eines Innenborders
- Zweiflammiger, nicht druckgekoppelter Spirituskocher begrenzt die Erwartungen an eine moderne Pantry






