Design und Konstruktion
Die Comet 850 ist eine GFK-Yacht, bei der sowohl Rumpf als auch Deck aus dem Material laminiert sind. Sie verfügt über einen festen Flossenkiel aus Eisen. Mit einer Länge über alles von 8,50 Metern, einer Wasserlinienlänge von 6,80 Metern und einer Breite von 2,90 Metern weist der Rumpf ein Verhältnis von Länge zu Breite von 2,95 auf – ein für die damalige Zeit relativ schmaleres, seegängiges Profil. Die Verdrängung beträgt 3000 kg mit einem Ballastanteil von 37 Prozent, und die benetzte Fläche liegt bei etwa 23 Quadratmetern. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup getakelt, verfügt die Comet 850 über eine Segelfläche von 42,50 Quadratmetern, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,0 beim ISO-Referenzsegel und 16,8 mit einer 135-prozentigen Genua führt. Das stehende und laufende Gut folgt den Konventionen einer klassischen Slup: Eine 22,4 Meter lange, 8-mm-Großschot und entsprechende Fallen für Fock, Genua und Spinnaker, ergänzt durch 10-mm-Schoten für Fock, Genua, Großschot und Spinnaker. Die Reisegeschwindigkeit wird mit 5,0 Knoten angegeben, wobei ein Maximum von 6,0 Knoten und ein theoretisches theoretisches Verdrängungs-Rumpf-Maximum von 6,3 Knoten vorliegen. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 2,01 und das Komfort-Ratio bei 21,4, während das Absenkungsvermögen von etwa 130 kg pro Zentimeter auf einen moderat beladenen Rumpf hinweist. Eigner, die unter dem niederländischen System registriert sind, weisen eine SW-Bewertung von 106,2 auf. (1)
Unterbringung
Die Standardaufteilung bietet zwei Kabinen, eine einzelne Toilette und sechs Kojen, die im 8,50 Meter langen Rumpf für das Fahrtensegeln optimiert sind. Das Konzept der Kabinen-Fahrtenyacht stellt Wohnlichkeit über den Regatta-Minimalismus, und die Anzahl von sechs Kojen bei einer Breite von 2,90 Metern deutet auf ein kompakt, aber funktional eingerichtetes Innenraumkonzept hin, wie es typisch für die Fahrtenyachten von Finot aus dieser Zeit war.
Bekannte Schwachstellen
Eignerberichte verweisen auf einen Dieseltank im Backbord-Achterkasten, bei dem Wassereintritt festgestellt wurde. Ebenfalls beschrieben wird eine Plicht, die unter der Steuerposition nach außen offen ist – ein Detail, das man auf ungewollte Entwässerungswege untersuchen sollte. Das Boot wurde sowohl als Version mit 130 cm als auch mit 160 cm Tiefgang angeboten, sodass sich das Verhalten im Tiefgang und die Landelagerung am tatsächlichen Rumpf bestätigen lassen sollten.
Das Fazit
Die Comet 850 ist eine von Finot entworfene, in Italien gebaute GFK-Fahrtenyacht, die typgerechte Leistung und ein praktisches Layout mit sechs Kojen in einem Paket unter 30 Fuß bietet. Ihre geringe Breite und moderate Ballastverteilung sorgen für ein stabiles Verhalten, während der eiserne Flossenkiel und der Nanni Faryman-Diesel mit Wellenantrieb eine unkomplizierte Bauweise aus den späten siebziger Jahren widerspiegeln.
Vorteile
- Von Finot entworfene Masttoppslup mit dokumentierten Segelflächen-Verhältnissen
- GFK-Rumpf und Deck mit eisernem Flossenkiel
- Sechs Kojen in zwei Kabinen für eine 28-Fuß-Fahrtenyacht
- Mehrere hundert gebaute Einheiten sorgen für Ersatzteile und hohe Bekanntheit
Nachteile
- Berichtete Wassereinbruch im Hafen in der achteren Backskiste unter dem Dieseltank
- Öffnung des Cockpits nach außen unter dem Steuerstand muss inspiziert werden
- Unklare Tiefgangsangaben zwischen den Versionen mit 130 cm und 160 cm



