Design und Konstruktion
Nautor baute die ClubSwan 42 in seiner Werft in Estland unter Verwendung fortschrittlicherer Methoden als die finnische Werft. Dabei wurden Rumpf und Deck um einen Schaumkern herum mit Harz infundiert. Dieses Infusionsverfahren führt zu einem durchschnittlichen Glas-Harz-Verhältnis von 60:40 oder besser, was ein Laminat ergibt, das robuster und schlagfester ist als nicht infundiertes Laminat, während es Boot für Boot die Einheitsklassentoleranzen beibehält. Der Rumpf von Frers ist eine stilvolle Kompositform mit einem T-förmigen Bulbkiel und Spatenruder, unter dem sich eine solide GFK-Gitterstruktur befindet, die nach einer Grundberührung einfacher zu reparieren ist als eine Metallgitterstruktur. An Deck präsentieren sich massive Edelstahl-Püttinge mit doppelten Seerelingen sowie ein makellos weißes Deck mit weißem Steuerstand und Steuerrädern in einem aufgeräumten Erscheinungsbild, unterstützt durch eine flache Rollfock-Davidsdienst und eine flache Klampenluke. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg-Paket von Hall Spars kombiniert einen Carbonmast und ein ausziehbares Carbon-Bugspriet mit einem kostengünstigen Aluminiumbaum. Die Trimmleinen laufen entweder unter Deck oder zu Fallstoppern auf dem Kajütdach, die sich bequem aus der Plicht bedienen lassen. Die Großschot ist unter Deck geführt und führt zu den Winschen an Backbord und Steuerbord sowie zu einer Schiene auf dem Cockpitboden. Ein 104-prozentiges Vorsegel auf dem Rollfockkasten ist das größte Segel, das vor den Salingen gefahren werden kann. Ein ausziehbares Bugspriet trägt asymmetrische Spinnaker für Einheitsklassen-Regatten, während ein traditioneller Baum konventionelle Spinnaker für Nicht-Klassen-Veranstaltungen ermöglicht. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 26,63 läuft das Boot bei leichtem Wind gut an, segelt am Wind problemlos und glänzt vor dem Wind. Doppelte Steuerräder und angeformte, geneigte Fußstützen nahe der Pinne bieten dem Steuermann eine stabile Plattform, wenn das Boot krängt. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die ClubSwan 42 einen weitaus spartanischeren Innenraum als frühere Swan-Modelle. Sie ist eher auf die Anforderungen von Regatten und Distanzsegelungen ausgelegt als auf langanhaltenden Fahrtenkomfort. Weiße Schotten und wenig Holz sorgen für ein luftiges, modernes Ambiente auf einem Bambusboden. Zur Ausstattung gehören eine bescheidene, L-förmige Pantry, eine kleine Nasszelle ohne Dusche sowie ein Esstisch mit zwei Flügeln, flankiert von Sofakojen. Eine V-Koje im Vorschiff ist großzügig dimensioniert und kann für Tagestörns demontiert werden. Zwei kleinere Achterkabinen mit Rohrkojen und einer Feuchtigkeitsschrank dienen den Bedürfnissen beim Offshore-Segeln; auch eine Version mit zwei Kabinen wurde angeboten. Die Navigationsecke verfügt über reichlich Platz für Karten mit Schublade und Regalen, und der Zugang zum Motor unter dem Niedergang ist gut durchdacht.
Eignerschaft und Klassenzusammensetzung
Die ClubSwan 42 gehört zur ClubSwan Division, einer rein eignergetriebenen Klasse mit einer begrenzten Anzahl von Profis an Bord und nur drei neuen Segeln pro Jahr – eine Philosophie, die darauf abzielt, Betriebskosten zu senken und ein angenehmes Regattafeld zu schaffen. Keine bezahlten Profis dürfen an Klassenregatten teilnehmen, und die Klasse stellt ihren eigenen Regattaleiter. Auf speziellen Kursen werden mehrere Luv-Legg-Rennen ausgetragen, um den Wettbewerb spannend zu halten. In der frühen Produktion gab es einige Schwierigkeiten beim Eintritt in den Markt, aber Nautor's Swan hat alle Probleme des ersten Baus konsequent behoben. Die GFK-Rahmenkonstruktion gilt als Faktor, der den Wiederverkaufswert in der gesamten Flotte stützen sollte. (1)
Das Fazit
Die ClubSwan 42 ist eine disziplinierte Einheitsklasse, die ihre Regatta-DNA offen trägt und dennoch ein nutzbares Boot für das Wochenende bleibt. Ihre Infusions-Schaumkern-Konstruktion und die feste GFK-Gitterstruktur machen sie sowohl präzise nach Klassenvorschrift als auch praktisch zu reparieren. Das Carbon-Rigg mit integrierten Steuerleinen bietet eine Leichtwindleistung, die nur wenige 42-Fuß-Boote erreichen. Der Kompromiss ist ein bewusst spartanisches Interieur und eine Klassenordnung, die begrenzt, wie viel ein Eigner für einen Vorteil ausgeben darf.
Vorteile
- In Harz infundierter Rumpf und Deck mit Schaumkern, robustem, schlagfestem Laminat und konstanten Einheitsklassentoleranzen
- Die feste GFK-Gitterstruktur vereinfacht Reparaturen nach Grundberührungen im Vergleich zu Bauten mit Metallgittern
- Kohlefasermast und -sprit mit vollständig verdeckter Großschot und Trimmleinen für saubere, schnelle Crewarbeit
- Hohes Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis sorgt für gute Geschwindigkeit bei leichtem Wind und vor dem Wind
- Klassenvorschriften begrenzen Segel und Pro-Crew, um die Unterhalts- und Regattakosten gering zu halten
Nachteile
- Spartanischer Innenraum ohne Dusche und minimale Holzarbeiten schränken den Reiz für Langstrecken ein
- Der flachere Tiefgang von 2,00 m und der tiefere Tiefgang von 2,70 m erfordern nach wie vor eine sorgfältige Planung der Wasserlinie
- Schwachstellen bei frühen Bauten erforderten die Intervention des Werft-Garantieversprechens



