Design und Konstruktion
Butlers Vorgabe war eine Performance-Fahrtenyacht mit Einheitsklassen-Ambitionen, und die Capri 25 liefert diesen hybriden Charakter durch einen Flossenkiel und ein intern montiertes Spatenruder, das über eine Pinne gesteuert wird, kombiniert mit einem geneigten Vorsteven und einem vertikalen Spiegel. Der Rumpf ist überwiegend aus handaufgelegtem GFK mit einem Sperrholzkern im Deck gefertigt. Das leichtere Gewicht resultiert teilweise aus dem Verzicht auf den Kajütausbau und die an Deck montierte Ankerkiste, wie sie bei der Fahrtenyacht Catalina 25 zu finden sind. Für flachere Reviere gibt es eine Version mit Flügelkiel und geringem Tiefgang. Im Vergleich zur Catalina 25 trägt sie etwas mehr Segelfläche auf einem schlankeren Flossenkiel, und Tester fanden sie schneller unterwegs. Ihr PHRF-Durchschnitt von 171 liegt 54 Sekunden schneller als der der Catalina 25 und nur 3 Sekunden hinter dem Meilenpensum der legendären J/24. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg des Bootes wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich beschrieben: Eine Quelle bezeichnet es als 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Mast, während die Konstruktionsdaten ein Bermudaslup-Rigg mit einer Paar von Fallwinschen auf dem Kajütdach und zwei Fockwinschen auf den Cockpitspritzenschalen nennen. Konstant ist der Regatta-Charakter – ein Spinnaker gehört zur Ausrüstung für Clubregatten, und das geteilte Cockpit platziert den Traveller der Großschot direkt vor der Pinne für eine saubere Crewbewegung. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von fast 19 und einem Ballastanteil von rund 36 Prozent ist die Capri 25 lebendig und nicht träge. Ein Eigner beschreibt ein breites Deck und ein ordentliches Innenraumvolumen für die Länge.
Unterbringung
Unter Deck ist die Capri 25 spartanischer als die Fahrtenyacht Catalina 25, aber geräumiger als eine J/24 und bietet mit 15 Zentimetern mehr Stehhöhe als diese Referenz-Rennyacht. Die Aufteilung konzentriert sich auf eine V-Koje im Vorschiff, zwei Sofakojen im Salon und in einigen Konfigurationen zwei Achterkojen. Zur Ausstattung der Pantry gehören eine Spüle und eine Kühlbox unter der Niedergangstreppe sowie eine chemische Toilette unter der Vorschiffskoje. Die Materialien für die Kajüte sind schlichtes Formica, Sperrholzleisten und GFK-Innenschalen, was das Gewicht niedrig hält und die Wartung einfach macht. Ein am Spiegel montierter Außenborder mit 6 bis 10 PS liefert den Hilfsantrieb. (1)
Bekannte Schwachstellen
Jahrzehnte im Dienst haben eine Reihe von typischen Schwachstellen offenbart. Wassereintritt um Relingstützen und Püttinge hat zu weichen Stellen im Deckskern geführt – ein direktes Ergebnis aus der Fehlmontage der Sperrholzverstärkung des Decks. Viele überlebende Boote tragen noch ihr ursprüngliches Draht-Stehendes-Gut und muss aufgrund der Alterung des Metalls aus Sicherheitsgründen ersetzt werden. Frühe Ruderblätter bestanden aus Schaumkern-Rudern, die Wasser aufnehmen und ihre Festigkeit verlieren können – ein Problem, das mit der Konstruktion als Spatenruder zusammenhängt. Haarrisse im Gelcoat an Deck und an den Überwasserschiffen sind meist kosmetisch, können aber auch großflächig auftreten. Die Einfachheit der Elektrik erfordert oft eine Neuverkabelung oder Upgrades der Schalttafel für einen zuverlässigen modernen Betrieb.
Refits und Eignerschaft
Eigner haben auf die Grenzen des Entwurfs mit gezielten Upgrades reagiert. Ein häufiges Refit ist der Austausch des Ruders oder die Verstärkung des Spiegels, um die schwereren modernen Außenborder zu tragen, die die ursprüngliche Norm von 6 bis 10 PS überschreiten. Die unkomplizierte GFK-Konstruktion und das trailerbare Format halten das Boot für DIY-Eigner zugänglich, und die Klassengemeinschaft unterstützt eine lebendige Regattaszene.
Das Fazit
Die Capri 25 ist ein schlankes, schnelles Entwurf aus den 1980er Jahren, das sich gegen etablierte Regattaboote seines Altersklassen überragt und gleichzeitig genügend Kabine für das Fahrtensegeln bietet. Ihre Schwächen konzentrieren sich auf alternde Systeme und anfällige Decks-Sandwichkörper, aber die einfache Bauweise macht diese Probleme gut beherrschbar.
Vorteile
- Schneller als die Catalina 25 und unter PHRF fast auf Höhe einer J/24
- Trailerbar mit einem leichten, leicht zu handhabenden Rigg
- Mehr Platz unter Deck als eine J/24 mit praktischer Kojen-Anordnung
Nachteile
- Frühe Ruder mit Schaumkern können Wasser aufnehmen
- Weiche Stellen im Deckskern durch Lecks an Relingstützen und Püttingen
- Das originale Drahttauwerk und die einfache Elektrik müssen oft ersetzt werden






