Carter 35 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Dick Carter·1982
Carter 35 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flügelkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
34.67' · 10.57 m
Verdr.
9.300 lbs · 4.218 kg
Erstes Baujahr
1982

Dick Carter brachte die Carter 35 Ende der 1970er Jahre als große Schwester seiner Carter 30 auf den Markt – ein Boot, dem sie im Ankergestell eine frappierende Ähnlichkeit besaß. Konzipiert als IOR 3/4Tonner und produziert von Olympic Yachts in Griechenland mit lizenzierten polnischen Bauten als Teliga 89, war sie eine gutmütige Fahrtenyacht mit RegattaPotenzial. Mit einer Länge über alles von 34 Fuß 8 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 24 Fuß und einer Breite von 11 Fuß präsentierte sie sich als ernstzunehmende Regatta/Fahrtenyacht.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
34,67 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
27,83 ft
Breite
11 ft
Tiefgang
6 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flügelkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.800 lbs (Blei)
Verdrängung
9.300 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
35,3 ft
Unterliek Großsegel
11 ft
Vorsegeldreieck Höhe
41,4 ft
Vorsegeldreieck Basis
14 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
43,7 ft
Segelfläche
585 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
21,16
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
51,61
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
192,62
Komfort-Ratio
19,73
Kenterungsverhältnis
2,09
Rumpfgeschwindigkeit
7,07 kn

Design und Konstruktion

Die Carter 35 war solide gebaut, mit einem massiven GFK-Rumpf und Deck sowie einem Bleiballast von 4.800 Pfund in einem Flügelkiel mit 6 Fuß Tiefgang; das Spatenruder hing am Heckbeschlag. Eine Radsteuerung war für ein Boot dieser Größe ungewöhnlich und sorgte für eine direkte, wenn auch etwas schwere Steuerung. Mit einer Verdrängung von 9.300 Pfund und einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 52 Prozent fiel sie in die Klasse der mittelschweren Regatta-/Fahrtenyachten. (1)

Rigg und Handhabung

Als Masttoppslup trug sie 585 Quadratfuß Segelfläche, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von etwa 21 führte – genug, um sie unter Segeln und vor Anker zu einer schnellen Fahrtenyacht zu machen. Im Jahr 1983 erschien eine limitierte Edition mit Hubkiel und Luna-Rigg, einer Schoner-Takelung mit nur Genuas an jedem Mast; diese Variante war jedoch nicht erfolgreich. (1)

Unterbringung

Unter Deck war die Carter 35 konventionell mit sechs Kojen sowie einer großzügig ausgestatteten Pantry und einem Kartentisch mit Ankerklemme aufgeteilt – ideal für Küsten- oder Hochseepassagen ohne nachträgliche Umbauten. (1)

Bekannte Schwachstellen

Die 1983 eingeführte Luna-Rigg-Schoner mit Hubkiel war nicht erfolgreich, und ihre Komplexität schadete der Variante mit Festkiel. Die Standardversion als Masttoppslup weist keinen solchen Mangel auf, und ihr etwas schwereres Radsteuerung ist ein Merkmal des am Spiegel aufgehängten Ruders, kein Fehler. (1)

Refits und Eignerschaft

Nur wenige Carter 35 wurden im Vereinigten Königreich verkauft, aber die Standardversion ist einen Blick wert, wenn Sie ein gebrauchtes Exemplar finden können. Aufgrund des konventionellen Rumpfplans und der soliden Bauweise konzentrieren sich Refits meist auf Systeme und Ausrüstung statt auf die Struktur. (1)

Das Fazit

Die Carter 35 ist eine Dick-Carter-Cruiser-Renner-Yacht, die Regattageschwindigkeit mit dem Komfort einer Fahrtenyacht verbindet. Ihr solider Bau, das traditionelle Layout und ein direktes Rudergefühl machen die Standardversion zu einem durchaus attraktiven Kandidaten auf dem Gebrauchtbootmarkt.

Vorteile

  • Schnelle, gutmütige Fahrtenyacht mit Regattapotenzial
  • Hochwertig gebauter Rumpf und Deck aus massivem GFK
  • Traditionelles Layout mit sechs Kojen, großzügiger Pantry und Kartentisch
  • Radsteuerung, ungewöhnlich für diese Größe, mit direktem Rückmeldungsempfinden

Nachteile

  • Leicht schweres Rudergefühl durch das am Spiegel aufgehängte Ruder und die Radsteuerung
  • Die limitierte Version mit Hubkiel „Luna“ war nicht erfolgreich
  • Nur wenige Exemplare im Vereinigten Königreich verkauft; Standardversionen sind auf dem Markt selten

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