Cabo Rico 42 Pilot — Informationen, Bewertung, technische Daten

Chuck Paine/Ed Joy·2005·Cabo Rico
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Kutter
LOA
46.5' · 14.17 m
Verdr.
26.939 lbs · 12.219 kg
Erstes Baujahr
2005

Die Cabo Rico 42 Pilot ist eine Fahrtenyacht mit niedrigem Kajütaufbau, die auf einem Rumpf gebaut wurde, der mit der traditionell an Deck gehaltenen Cabo Rico 42 geteilt wird. Die feingliedrige Form des Langkiels wurde vom Designer Chuck Paine als ein im NewEnglandStil gehaltener Rumpf beschrieben, der seine Abstammung von von Crealock entworfenen Schwesterschiffen trägt. Mit einem Kutterbug im Vorschiff und einer beruhigenden Deckslinie wirkt die 42 Pilot eher wie eine elegante, seetüchtige BlauwasserFahrtenyacht als wie ein aufgemotztes Boot für Wochenendtörns an der Küste. Cabo Rico baute jedes Exemplar im SemiCustomVerfahren in Costa Rica, sodass die Ideen der Eigner ein wesentlicher Bestandteil sind und keine zwei Boote exakt gleich aussehen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
46,5 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
32,17 ft
Breite
12,67 ft
Tiefgang
5,25 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Befestigt
Ballast
10.400 lbs (Blei)
Verdrängung
26.939 lbs
Wasserkapazität
165 gal
Kraftstoffkapazität
72 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Kutter
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
909 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,18
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
38,61
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
361,23
Komfort-Ratio
38,8
Kenterungsverhältnis
1,69
Rumpfgeschwindigkeit
7,6 kn

Design und Konstruktion

Die 42 Pilot ist robust gebaut und mit massiven Spanten versehen. Der Rumpf besteht aus einem Sandwich aus Core-Cell-Schaumstoff zwischen zahlreichen GFK-Lagen für eine starke, aber moderat leichte Außenhaut, während das Deck eine Kompositkonstruktion mit Baltek-Balsaholzkern aufweist. Durchsichtige Decksbeschläge sind im Radius des massiven Laminats montiert, sodass die Befestigungselemente niemals den Kern durchbohren und das Risiko von Delaminationen eliminiert wird. Rumpf und Deck treffen sich an einer klassischen Kastenverbindung mit innenliegenden und außenliegenden Flanschen, die das erhöhte Süll und die Teak-Fußreling integriert; die Verbindung ist chemisch und mechanisch verklebt und absolut dicht. Die erhöhten Sülls dienen gleichzeitig als sichere vertikale Flächen für die Relingstützen. Strukturelle Schotten sind über ihre gesamte Perimeterlänge mit dem Rumpf laminiert (Tabbing), und es gibt keine Innenschalen. Unter den Bodenbrettern der Kabine sorgen ein massives GFK-Bodenfundament und Längsträger für absolute Trockenheit im Rumpf. Der Ballast ist ein internes Blei, das in die Kielnische gegossen und anschließend einlaminiert wurde. Dies macht Kielbolzen überflüssig und ermöglicht es, Kraftstoff- und Wassergewicht tief im Rumpf zu platzieren. Eine massive GFK-Brücke stützt den durchgesteckte Mast und hält dessen Ende frei von Bilgenwasser. (1)

Rigg und Handhabung

Das Kutterrigg ist als Doppel-Saling-Takelung mittlerer Größe ausgeführt und trägt eine Segelfläche von etwa 1.100 Quadratfuß. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 16,88 ist das Boot für Langstreckenfahrten gebaut. Der Standard-Segelplan kombiniert einen hochgeschnittenen Rollfock-Yankee mit einem Stagsegel, wodurch eine überlappende Genua entbehrlich wird. Das stehende Gut ist extrem robust und umfasst im Standardpaket sowohl ein Vorliek als auch ein Achterliek, mechanische Terminals und einen soliden Baumniederholer. Alle Segelverbindungen laufen nach achtern, und der Traveller der Großschot befindet sich vor dem Niedergang, um Platz in der Plicht zu schaffen. Ein optionales selbstwendendes Stagsegel-Baumgestänge vereinfacht die Arbeit auf dem Vordeck. Rumpf Nr. 2 war außerdem mit einem Schaeffer-Rollbaum mit einer klappbaren Vorliek-Schiene für das schnelle Reffen auf raumen Kursen ausgestattet. Testsegler fanden das Ruder bei leichtem Raumwind sehr leichtgängig. Das Boot kam für einen Langkieler-Kutter sehr effizient durch den Wind. Es segelte bei etwa 12 Knoten wahrem Wind auf einem hohen Kurs von mehr als 7 Knoten und war bis zu 35 Grad scheinbarer Windstärke mit sehr wenig Ruderarbeit absolut sicher unterwegs. Bei einer unruhigen Welle, die ein leichteres Boot mit flachem Unterwasserschiff zum Stampfen brachte, spürte die 42 Pilot kaum das Kabbelwasser – ein seegütiges, weiches Seeverhalten.

Unterbringung

Im Inneren ist die 42 Pilot eine Symphonie aus Licht, fast honigfarbenem costa-ricanischen Teak und atemberaubender Tischlerarbeit, wobei das natürliche Licht der Pilothouse die Räume hell und luftig wirken lässt. Der Innenraum-Plan ist angesichts der moderaten Breite und des ausgeprägten Kimmverlaufs innovativ gestaltet. Die innenliegende Steuerstation befindet sich an Steuerbord mit überraschend guter Sicht; der komfortable Steuersessel ermöglicht es, das Boot tatsächlich von unten aus zu steuern, was bei Konstruktionen mit Pilothouse nicht immer der Fall ist. Gegenüber dem Steuerstand lassen sich ein Tisch und eine flache C-förmige Sitzecke auf intelligente Weise anheben, um einen Werkzeugraum freizulegen. Eine überraschend große Doppelkabine achtern ist an Steuerbord untergebracht. Die Pantry befindet sich unten an Steuerbord mit Corian-Arbeitsplatten, reichlich Stauraum im Schrank und einer separaten Vorratskammer gegenüber. Dieser gegenüberliegende Raum kann als dritte Kabine, Büro oder nach Belieben des Eigners genutzt werden. Das Testboot beherbergte dort hinter dem Teak eine Waschmaschine mit Trockner sowie einen kleinen, leicht zugänglichen Gefrierschrank. Im Vorschiff verfügt die Eignerkabine über eine Inselbett-Koje mit Umkleidebänken und Stauraum darunter, ein großes Decksluk und öffnende Luken für die Belüftung sowie eine eigene Nasszelle mit separater Duschkabine und Fliesenboden.

Deck und Ausrüstung

An Deck sorgen Edelstahl-Geländer im Steuerhaus, hohe, gut gestützte Seerelingen und das erhöhte Kajütaufbau-Bulwark für echte Sicherheit beim Segeln nach vorn bei schwerem Wetter. Die Decksbeschläge sind überdimensioniert; doppelte Edelstahl-Ankerrollen und eine gut durchdachte Vorstevenbeschlagung werden durch eine standardmäßige elektrische Ankerwinde ergänzt. Ein paar achterliche Backskisten und ein Backskisten-Schrank im Cockpit bieten mehr als ausreichend Stauraum an Deck. Die Cockpitsitze sind hervorragend geformt und bieten hervorragten Lendenwirbelkomfort. Alle Systeme – von den Lichtern bis zu den Verschlüssen – sind erstklassig, und die Standardausrüstung ist umfassend und reicht von einem großen Wechselrichter bis hin zu einer in den Rumpf integrierten SSB-Gegenlast. Ein 56 PS großer, luftgekühlter Yanmar-Diesel ist serienmäßig und bietet reichlich Schub für den rund 12,3 Tonnen schweren Rumpf. Der primäre Motorzugang befindet sich unter dem Boden des Steuerhauses, sodass die meisten Wartungsarbeiten leicht zugänglich sind. Die Schalldämmung ist so gut, dass man vom Cockpit aus kaum hören konnte, ob der Motor lief.

Bekannte Schwachstellen

Jede Pilothouse leidet unter einem gewissen Sichtverlust für den Steuermann von außen, und die 42 Pilot ist da keine Ausnahme, obwohl Paines flaches Kajütdach diesen Kompromiss begrenzt.

Das Fazit

Die 42 Pilot ist eine bewährte Blauwasser-Fahrtenyacht, die auch anspruchsvolle Kapen komfortabel und stilvoll meistert. Ihre konstruktive Disziplin – interner Bleiballast ohne Kielbolzen, kernschonend geschützte Decksbeschläge und eine dicht schließende chemisch-mechanische Rumpf-Deck-Verbindung – spricht für ein Boot, das für Langstrecken gebaut wurde. Der Semi-Custom-Weg bedeutet, dass der Käufer Details der Aufteilung selbst wählen kann, während die Substanz und die Konstruktion konsistent bleiben.

Vorteile

  • Der interne Bleiballast in einer integrierten Form schafft fehleranfällige Kielbolzen
  • Kernschutz bei Decksdurchführungen und eine laminierte Boxjoint-Verbindung eliminieren typische Leckagen und Delaminationsrisiken
  • Das standardmäßige Kutterrigg mit Vor- und Achterliek sowie alle nach achtern geführten Leinen eignet sich hervorragend für das Segeln mit kleiner Crew auf Langstrecke
  • Kann komfortabel von einem Innensteuerstand aus mit guter Sicht gesegelt werden
  • Seetüchtiges Verhalten und weiches Passieren von Kabbelwasser

Nachteile

  • Eingeschränkte Sicht von der Außensteuerstandsebene im Vergleich zu Modellen mit offener Decksspitze
  • Geringe Breite und ausgeprägte Kimm begrenzen das Innenraumvolumen trotz cleverer Raumaufteilung

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