Design und Konstruktion
Die Bradwell 18 wurde als Mark I und Mark II produziert, beide mit einer LOA von 5,71 m (18′ 9″), einer Länge in der Wasserlinie von 5,13 m (16′ 10″) und einer Breite von 1,90 m (6′ 3″). Die Verdrängung beträgt 544 kg (1200 lb) bei 181 kg (400 lb) Ballast, und die Mark II bietet eine Stehhöhe von 1,3 m (4′ 3″). Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, und der Kiel ist auf einem Bolzen montiert. In einer damaligen Fachzeitschrift wurde das Boot als solide konstruiert gelobt – ein wichtiger Vorzug für einen Trailersegler, der regelmäßig angehoben und zu Wasser gelassen wird. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die Bradwell 18 eine Segelfläche von 13,74 m² und verhält sich mit dem lebendigen Gefühl einer guten Jolle. Der Kiel ermöglicht ein einfaches Trailern und Slippen mit minimalem Aufwand. Beim Trailern lässt sich der Mast sauber auf dem Kajütaufbau verstauen, während das Aufriggen schnell und unkompliziert vonstatten geht. Unter Segeln hat sie sich in Tests als außergewöhnlich sicher bei ungünstigen Bedingungen erwiesen. Eine Prüfung durch Practical Boat Owner im Juli 2001 wies auf eine gute Kursstabilität neben moderaten Leistungsmerkmalen hin. Sie liegt komfortabel auf den meisten Liegeplätzen und ergibt so ein praktisches Paket für kleine Fahrtenyachten. (1)
Unterbringung
Für ihre Größe bietet die Bradwell 18 mehr Komforteinrichtungen und Platz als üblich für Boote ähnlicher Größe – ein bemerkenswertes Merkmal bei einem 18-Fuß-Boot. Die Stehhöhe von 4′ 3″ in der Mark II macht die Kabine nutzbar und nicht nur zu einem bloßen Schmuckstück; zudem ermöglicht der geringe Tiefgang des Hubkiels im aufgeholten Zustand (0,38 m / 1′ 3″) das Strandcamping und einfaches Trockenfallen. Das Kabinenvolumen ist bewusster Bestandteil des Konzepts und kein nachträglicher Entschluss.
Kielkonstruktionen und bekannte Schwachstellen
Die Mark I und die Mark II unterscheiden sich in der Konstruktion zur Kielhebung. Die Mark I nutzt einen Griff, der durch den Cockpitboden führt, während die spätere Mark II für dieselbe Aufgabe auf Draht oder Seil setzt. Der Kielbolzen selbst ist bei einer Mark I unter dem Kajütfloor einlaminiert und schwer zugänglich; bei einer MkII sollte er leichter zu finden sein. Ein Käufer oder Eigner sollte den Zugang zum Kielbolzen als modellspezifisch betrachten, wobei das frühere Boot eine invasiveren Inspektion erfordert. (1)
Das Fazit
Die Bradwell 18 ist als von Experten entworfene Trailer-Yacht erfolgreich, die für Einsteiger zugänglich bleibt und gleichzeitig viel Freude beim Fahrtensegeln bietet. Ihre solide Bauweise, das leichtfüßige Handling einer Jolle und der einfache Trailertransport machen sie so attraktiv, während der Zugang zu den Kielbolzen der Mark I die einzige klare Schwachstelle für Eigner darstellt.
Vorteile
- Robuste Bauweise aus massivem GFK
- Einfach zu trailern und mit eingeholtem Mast zu Wasser zu lassen
- Segelgefühl ähnlich einer guten Jolle mit bewährter Sicherheit
- Mehr Kabinenraum und Komfort als vergleichbare Boote dieser Länge
- Zwei Versionen erweitern die Auswahl auf dem Gebrauchtbootmarkt
Nachteile
- Bei der Version Mark I unter den Kajütfuß einlaminierte Kielbolzen, schwer zugänglich
- Bescheidene Leistung nach den Tests des Practical Boat Owner







