Design und Konstruktion
Wrighton baute die Bi-Loup 66 in Frankreich; die Werftunterlagen datieren den Bauort auf La Rochelle, wobei der Konstrukteur lediglich als Wrighton selbst eingetragen ist. Der Rumpf besteht aus massivem Monolith-Polyester mit einem festen GFK-Deck, und das Anhangschaft ist ein Kimmkiel-Rumpf (Bilgenkiel), was einen maximalen Tiefgang von nur 0,75 Metern ermöglicht. Dieses flache Kimmkiel-Layout, kombiniert mit einer Breite von 2,49 Metern und einer Länge in der Wasserlinie von 5,80 Metern, kennzeichnet sie als trailerfreundlichen, strauchelfreundlichen Küstenrumpf und nicht als tiefgehende Regattayacht mit Flossenkiel. Die Mindest-Kategorie für die Fahrtenberechtigung liegt bei CE C, die Höchstklasse bei CE D, was ihren Revierbereich im geschützten bis mäßigen Wasser bestätigt. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist als 7/8-Slup mit einer Segelfläche von 25 m² getakelt – ein 11 m² Großsegel und eine 14 m² Genua, ergänzt durch einen optionalen 30 m² Spinnaker für raume Kurse. Das Segelfläche-Gewichts-Verhältnis liegt bei 18 und das Ballast- zu Segelfläche-Verhältnis bei 20, was einem Ballast- zu Gewichts-Verhältnis von 0,36 und einem ZV-Verhältnis von 15 entspricht. Diese Werte beschreiben ein leicht besegeltes Boot mit moderatem Ballast: keine Rakete, aber für ihre Größe stabil aufrecht segelnd. Ein 8 PS Innenborder liefert den Hilfsantrieb, und die Getriebeart wird im Ausstattungsverzeichnis nur als „sonstiger Typ“ geführt. (2)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Bi-Loup 66 ein Einzelkabinen-Layout mit Kojen für zwei bis vier Personen und einer Stehhöhe von 1,86 Metern. Für einen 6,6-Meter-Rumpf sind dies eine wirklich nutzbare Stehhöhe und ein flexibles Schlafkonzept, auch wenn das Volumen das ist, was man von einem Dayboat-plus erwarten würde: ausreichend für Wochenendtörns, aber nicht für das dauerhafte Wohnen an Bord.
Bekannte Schwachstellen
Die Bi-Loup 66 zeigt im laufenden Betrieb keine strukturellen Mängel oder systemischen Fehler.
Das Fazit
Die Bi-Loup 66 ist eine unkomplizierte, flachgehende französische Fahrtenyacht im Pocket-Cruiser-Format: massiver Polyester-Rumpf, Kimmkiele, ein einfaches 7/8-Rigg und eine praktische, wenn auch kompakte Kabine. Sie eignet sich am besten als Boot für Tagestouren und Küstenfahrten für Segler, die einfache Handhabung an Land und einen geringen Tiefgang bei wenig Wind über Geschwindigkeit oder Hochseetauglichkeit stellen.
Vorteile
- 0,75 m Tiefgang mit Doppelkiel für Trockenfallen und flache Gewässer
- 1,86 m Stehhöhe in einem Rumpf von unter 22 Fuß
- Solide Polyester-Konstruktion, einfach und reparierbar
Nachteile
- Die Navigationskategorie C/D beschränkt sie auf geschützte Gewässer
- Nur 25 m² Segelfläche und ein 8 PS Innenborder eignen sich für leichte Einsätze
- Die Einheitskabine mit 2–4 Kojen schränkt den Revierbereich ein




