Design und Konstruktion
Die First 210 zeigt einen modernen Rundspant-Rumpf mit einem sehr breiten Spiegel, was ihr Jollenproportionen verleiht. Die maximale Breite liegt weit achtern im Bereich der Station neun, wo sich in der Deckslinie ein kleiner, seltsamer Haken befindet. Es gibt keine Überhänge; das Vorschiff weist eine leichte Einbuchtung auf, um in den vorderen Sektionen auszuschlagen, und der Mittelteil zeigt eine minimale Tumblehome-Konstruktion mit einer moderaten Breite in der Wasserlinie. Die Rumpfform ist bei allen Versionen identisch. Zeitgenössische Berichte bestätigen, dass das Boot unsinkbar ist. Die Doppelruder sind um 15 Grad nach außen geneigt und über ein Glied im oberen Bereich des offenen Spiegels verbunden. Diese Konstruktion sorgt dafür, dass das Boot auch bei Grundberührung aufrecht stehen bleibt. Das luftige Deck ist auffällig und wird durch eine lackierte Mahagoni-Fußreling abgerundet. (1)
Rigg und Handhabung
Die Spieren und das grundlegende Segelplan sind bei allen Versionen gleich, mit Ausnahme des abgerundeten Topps der Großsegel bei neueren Booten. Ein an Deck gesteppter Mast mit einer klappbaren Mastspur trägt ein großes, kraftvolles Rigg, das reichlich Leistung liefert, während die Wanten bis zum Deckrand geführt werden, was eine kleine Fock ermöglicht, die im Inneren beschlagen wird. Die Großschot läuft auf einen einzelnen Punkt auf dem Plichtboden, und alle Fallen laufen nach achtern zu Fallstoppern in unmittelbarer Reichweite des Ruders, was das Boot dank guter Segelhandling-Kits und der Doppelruder leicht kontrollierbar macht. Der extrem hohe, ballastierte Schwenkkiel – kein Schwert – ist in einer ungewöhnlich geformten Nase unter dem Rumpf untergebracht, was einen Tiefgang bei aufgeholtem Kiel von 2 Fuß 3 Zoll und einen tiefen Tiefgang von etwa 5 Fuß 11 Zoll ergibt. Die Badeplattform und der Außenborderhalter passen sauber zwischen die beiden Ruderblätter, und zwei Backskisten bieten Platz speziell für den Kraftstofftank des Außenborders. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum eine GFK-Monolithform, die als riesig, aber spartanisch ausgestattet beschrieben wird und durch einen Kielkasten geteilt ist, der das obere Ende des Schwenkkiels trägt. An diesem Kasten ist ein klappbarer Tisch befestigt, und alle vier Kojen sind Erwachsenengröße. Die tragbare Toilette befindet sich unter der V-Koje, und kleine Spüle sowie ein einflammiger Herd vervollständigen die Pantry. Der Hersteller beschreibt sie als komfortables Boot mit 4 Kojen, und die Aufteilung liest sich als gute Einführung in das Fahrtensegeln für Jollensegler mit wachsenden Familien.
Refits und Eignerschaft
Der praktische Decksplan bietet logisch platzierte Beschläge, die das Boot einfach bedienbar machen, und der klappbare Mastfuß vereinfacht das Trailern und das Handling des Mastes. Käufer auf dem Gebrauchtbootmarkt werden feststellen, dass sich die Rumpfform über die gesamte Baureihe hinweg identisch ist; Unterschiede beschränken sich daher eher auf Details des Riggs und den Kieltyp als auf die Struktur. (3)
Das Fazit
Die First 210 Spirit ist ein sportlicher, aber unsinkbarer kleiner Trailer-Segler, der den Komfort einer Kabine gegen einen lebendigen, jollenartigen Rumpf und ein kraftvolles Rigg eintauscht. Finots Entwurf belohnt Segler, die ein direktes Rudergefühl und einfaches Trailern suchen – in einem Paket, das für die Ausbildung und den Familien-Nachtfahrten-Einsatz konzipiert ist.
Vorteile
- Unsinkbare Konstruktion mit Doppelrudern, die ein aufrechtes Trockenfallen ermöglichen
- Breiter Rundspant-Rumpf mit Jollenproportionen und einer kraftvollen Takelung
- Einfach zu kontrollieren dank nach achtern geführter Fallen und Einpunkt-Großschot
- Vier Erwachsenen-Kojen im riesigen, innen mit GFK ausgekleideten Innenraum
- Einziges von einer nationalen Behörde für Segelschulen zugelassenes Design
Nachteile
- Die spartanische Innenausstattung begrenzt den Komfort auf das Wochenend-Camping-Niveau
- Der in einer externen Nase untergebrachte Schwenkkiel kompliziert den Kajütaufbau
- Die kleine Fock, die durch die Wanten an Deckskanten diktiert wird, schränkt die Optionen für Leichtwind-Vorsegel ein







