Design und Konstruktion
Die Ovni 37 ist ein Rumpf aus geschweißtem Aluminium, gebaut von einer französischen Werft, die seit 1973 ihre Boote komplett aus 100-prozentigem geschweißtem Aluminium konstruiert – einschließlich Deck und Kajütaufbau – anstelle von Verbundstrukturen. Das Rumpfmaterial besteht hier aus Aluminiumanker, und der Kiel ist aus Eisen, nicht aus Blei oder einem gusseisernen Bulbkiel. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,19 und einem Ballastanteil von 41 Prozent ist die Rumpfform für ihre Länge moderat schmal, trägt jedoch einen erheblichen Teil ihrer Verdrängung tief. Die benetzte Fläche beträgt etwa 409 Quadratfuß, und das Absenkungsvermögen des Bootes liegt bei 1.215 Pfund pro Zoll, was bedeutet, dass es tief im Wasser steht und sich nur schwer durch Last zusätzlich absenken lässt. Alubats Methode des präzisen Schneidens von Bootsbau-Platten und des manuellen Schweißens von Meisterbootmachern innen und außen prägt den Konstruktionskontext dieses Entwurfs aus den frühen 1980er Jahren. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Kutterrigg ausgestattet, einer vielseitigen Konfiguration für die Hochseefahrt, wobei die Schotlängen das Arbeitsmaß des Segelplans verdeutlichen. Die Fock- und Genuaschoten sind jeweils etwa 37,7 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 14 mm, die Großschot besteht aus rund 94 Fuß 14-mm-Leine, und eine Spinnakerschot misst bei gleichem Durchmesser etwa 83 Fuß. Der Tiefgang ist gering und variabel und liegt je nach Beladung zwischen 1,80 und 2,10 Fuß – ein Markenzeichen des Hubkiel-Konzepts, das Alubat 1978 mit der Ovni 28 vorangetrieben hat. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit einer Verdrängerrüste dieser Länge beträgt 7,3 Knoten, was die obere Grenze für die Dauerleistung auf Langstrecken darstellt. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die Tiefgangsrate und die benetzte Fläche deuten auf einen volumentragenden Rumpf hin, der für das beladene Fahrtensegeln ausgelegt ist.
Bekannte Schwachstellen
Die Kombination aus Eisenkiel und Aluminiumrumpf gilt als seetüchtig gebaut.
Refits und Eignerschaft
Die Schotlängen des Kutterriggs bieten eine Grundlage für den Austausch des laufenden Guts.
Das Fazit
Die Ovni 37 ist ein Entwurf von Philippe Briand aus den späten 1980er Jahren, gebaut aus geschweißtem Aluminium von Alubat, mit einem eisernen Hubkiel und einem flachen, lastabhängigen Tiefgang, der das Herumtollen im Flachwasser und das Segeln auf Untiefen ideal ermöglicht. Ihre technischen Daten – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 Prozent, ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,19, eine benetzte Fläche von 409 Quadratfuß und ein Abdruck von 1.215 Pfund pro Zoll – beschreiben eine schwer beladene, moderat schmale Fahrtenyacht, deren theoretische Höchstgeschwindigkeit 7,3 Knoten beträgt. Das Kutterrigg und die dokumentierten Schotlängen bilden einen traditionellen Hochsee-Segelplan ab.
Vorteile
- Ganz aus Aluminium geschweißte Konstruktion einer etablierten französischen Werft
- Geringer, variabler Tiefgang von 1,80 bis 2,10 Fuß durch den eisernen Hubkiel
- Kutterrigg, ideal für kleine Crews oder Hochseegeschwindigkeit
- Hoher Ballastanteil von 41 Prozent für hohe Stabilität
Nachteile
- Keine Details zu Innenraum, Schwachstellen oder Refit außer den reinen technischen Daten
- Eisenkiel anstelle einer korrosionsbeständigen Alternative (gemäß Bauvorschrift)