Design und Abstammung
John Alden entwarf die Challenger 38 als eines der letzten Boote, die seinen Namen trugen, bevor er sich 1956 aus dem aktiven Segelsport zurückzog. Das abgebildete Exemplar wurde von LeComte-Holland, N.V., gebaut, aber die Rümpfe und Decks wurden von Halmatic im GFK-Verfahren laminiert, wobei die Ausstattung auf verschiedene amerikanische Yachtwerften verteilt war. Das Ergebnis ist ein 38 Fuß 6 Zoll langer Rumpf bei einer Wasserlinienlänge von 27 Fuß und einer Breite von 11 Fuß, die sich im Vergleich zu vielen zeitgenössischen britischen Booten als bemerkenswert breit erwies. Die Verdrängung liegt bei fast sieben Tonnen, wovon 2,5 Tonnen Ballast aus festem Blei und einem 350 Pfund schweren Bronzeschwert bestehen – eine Konfiguration, die das Boot stabil hält, ohne den für Schwerterboote typischen Reichweitenvorteil im Flachwasser einzubüßen. (1)
Konstruktion
Der im Halmatic-Verfahren geformte Rumpf ist mit einem Eindeck ohne Balsaholz-Sandwich ausgestattet – ein unkompliziertes, massives Laminat, das die Probleme mit dem Sandwichkern späterer Bauten mit Schaum und Balsa vermeidet. Die Steifigkeit wird durch hölzerne innere Spanten und Längsträger in Kombination mit eingegossenen Stahlsektionen erreicht, ein zweifaches System, das den Rumpf steif hält, ohne die Wohnraumverhältnisse einzuschränken. Das Langkiel-Design mit Schwert platziert den Schwertkasten vollständig im Kiel, sodass er nie Volumen in der Kabine wegnimmt. Vor dem Einsatz der GFK-Formen wurden einige Boote aus Holz gebaut, aber der Standard für die Serienproduktion ist der oben beschriebene massive GFK-Rumpf und -Deck. (1)
Rigg und Handhabung
Die Challenger 38 ist eine Kielyawl mit einer konstruktiven Segelfläche von 670 Quadratfuß. Das Schwert ist das Herzstück ihrer Vielseitigkeit: Es sorgt für einen geringen Tiefgang von 4 Fuß 3 Zoll bei aufgeholtem Schwert und für ein tiefes Profil von 7 Fuß 0 Zoll bei abgesenktem Schwert. Man schreibt dem Schwert die Eigenschaft zu, sie zu einer sehr anpassungsfähigen Fahrtenyacht zu machen, die auch vor Anker hervorragende Segeleigenschaften bietet. Das Aufholen und Absenken des Schwerts erfolgt über einen Hebel, der in eine Buchse neben den beiden Instrumentendisplays an der Plicht eingesteckt wird. Dieser Hebel führt ein Edelstahlseil, das entlang des Salondecksaufbaus und durch einen Edelstahlstützpfeiler am Tisch-Anker nach unten geführt wird. Dieser mechanische Weg ist geschützt, aber vollständig sichtbar – eine ordentliche Lösung für ein Schwertboot dieser Generation. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Challenger 38 Platz für sechs Personen in einer Vorschiffskabine und im Salon. Die Vorschiffskabine mit zwei Kojen ist vom Ankerkasten nur durch einen Vorhang abgetrennt, und eine separate Nasszelle befindet sich an Backbord direkt neben dem Fuß des im Kiel stehenden Großmasts. Achtern im Salon gibt es zwei Sofakojen, die zu breiteren Kojen ausgezogen werden können, sowie Wachkojen darüber. Die Pantry liegt an Backbord, und an Steuerbord befindet sich ein Kartentisch mit einer Kühlbox darunter. Da der Schwertkasten vollständig im Kiel integriert ist, wird diese Aufteilung durch die Schwermaschinerie nicht beeinträchtigt. (1)
Refits und Eignerschaft
Der Antrieb erfolgt über einen einzelnen Benzinmotor mit einer Leistung von typischerweise 20 bis 45 PS, wobei Gray Marine in den Unterlagen als Hersteller genannt wird. Die Klasse ist klein genug, dass sich die individuellen Historien je nach Ausstatter unterscheiden, da mehrere amerikanische Werften die von Halmatic laminierten Rümpfe fertiggestellt haben. Ein Käufer oder Eigner sollte bei der Planung von strukturellen Arbeiten oder an der Takelage die Altersklasse der Systeme aus den frühen 1960er Jahren sowie die Position des Mastfußes im Badezimmer der Vorschiffskabine berücksichtigen.
Das Fazit
Die Alden Challenger 38 ist eine hübsche, klassische Yawl, die sich durch einen vielseitigen Schwertplan und einen breiten Rumpf mit geringem Tiefgang – ungewöhnlich für ihre Epoche – ihren Platz verdient. Sie ist eine gut durchdachte Fahrtenyacht mit einem Schwertkasten, der keinen Kabinenraum kostet. Da es sich jedoch um eine frühe Mischung aus GFK und Holz handelt und die Bootsbauer unterschiedlich arbeiteten, verdient jedes Exemplar eine genaue Prüfung. (1)
Vorteile
- Das Schwert bietet einen geringen Tiefgang von 4'3" und einen tiefen Tiefgang von 7'0" in einem einzigen Rumpf
- Der Schwertkasten liegt vollständig im Kiel, ohne die Kabine zu beeinträchtigen
- Große Breite von 11 Fuß und vielseitiges Yawl-Rigg für ein Design aus den 1960er Jahren
- Solides Eindeck mit GFK-Laminat, keine Sorgen wegen eines Balsakerns
Nachteile
- Die Vorschiffskabine ist abgesehen von einem Vorhang offen zum Kettenkasten
- Der Fuß des Kielgesteckten Mastes liegt im Bereich der Nasszelle
- Geringe Stückzahl (ca. 50 GRP-Rümpfe) mit unterschiedlichem amerikanischen Ausbau











