Konstruktion und Bauweise
Die Downeaster 38 ist aus GFK gebaut, wobei das Laminat den Anforderungen von Lloyd’s entspricht. Die Bauvorschriften scheinen hoch zu sein – ein Baustandard, der ernsthafte Absichten signalisiert und nicht nur Marketingglanz. Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, und der eingegossene Bleiballast sitzt im Rumpfinneren anstelle von externen Bolzen. Unter der Wasserlinie sind alle Borddurchlässe mit Seacocks ausgestattet, und das Ruder besitzt einen Stahlspanten für strukturelle Kontinuität. Antirutsch-Bodengleitflächen nutzen Sand, eingebettet in einen Polyurethan-Klebstoff, anstelle der üblichen angeformten Strukturen – ein Detail, das sicheren Halt bietet, ohne die Wartungshürden eines strukturierten Gelcoats zu bergen. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 Prozent und einer Breite von fast 12 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 29 Fuß bevorzugt die Rumpfform Stabilität und Tragfähigkeit gegenüber Regattalängen. (1)
Rigg und Handhabung
Es wurden drei Rigs angeboten: Kutter, Ketsch und Schoner. Der Kutter trägt 665 Quadratfuß Segelfläche, der Maßstab, an dem sich die anderen messen lassen. Die Schoner ist am flexibelsten aufzurüsten und kann bei mehr Wind eine Gollywobbler von 498 Quadratfuß zwischen den Masten oder eine Gollyaker von 727 Quadratfuß – ein Ballonfock vom Großmasttopp – setzen. Eine Radsteuerung ist Standard, ebenso wie zwei unabhängige Batterien und eine Möglichkeit zum manuellen Starten des Motors im Notfall, eine nützliche Redundanz für das Fahrtensegeln auf See. Der Standardmotor ist ein Farymann-Diesel mit 24 PS, wobei eine Option mit 32 PS für Segler vorhanden ist, die unter Motor mehr Geschwindigkeit benötigen. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Vorschiffskabine eine Doppelkoje. Im Hauptsalon ist die Steuerbordseite mit einer Steuerbord-Pilotenkooje außerhalb einer Sitzecke festgelegt, während auf der Backbordseite dieselbe Aufteilung wiederholt oder durch eine Sitzecke ersetzt werden kann, die sich zu einer Doppelkoje umbauen lässt und über einem Regal verfügt. Die Pantry ist um eine Doppelspüle nahe der Mittellinie herum zentral angeordnet, und ihr gegenüber befinden sich ein fester Kartentisch und eine Achterkoje – eine Aufteilung, die den Navigatorplatz von den Hauptaufenthaltsbereichen trennt. Die Tankkapazitäten spiegeln das Konzept für Fahrtensegler wider: ein Aluminium-Kraftstofftank und ein Edelstahl-Wassertank mit einer Wasserkapazität von 50 Gallonen sowie einer optionalen 100-Gallonen-Version für längere Törns zwischen den Häfen.
Das Fazit
Die Downeaster 38 ist eine durchdacht ausgestattete Fahrtenyacht, die ihre traditionellen Einflüsse ohne Wenn und Aber trägt. Das Lloyd’s-Spezifik-Laminat, die vollen Seacocking-Systeme und der eingegossene Bleiballast deuten auf ein Boot hin, das ernsthaft gesegelt und nicht nur am Steg bewundert werden soll. Die verschiedenen Rigg-Optionen und die umbaubare Backbordkoje zeigen ein Design, das bereit ist, sich an die Vorlieben des Eigners anzupassen, und die Notfall-Manuellstartvorrichtung sowie die doppelte Batterie sind genau die Details, die tausend Meilen von Hilfe entfernt über Leben und Tod entscheiden.
Vorteile
- Lloyds-zertifiziertes Laminat mit Seeventilen an allen Borddurchlässen unter der Wasserlinie
- Einlaminierte Bleiballast im Rumpf
- Drei Rigg-Optionen, darunter eine Schoner-Klasse mit großen Hilfssegeln
- Praktische Details für das Fahrtensegeln: Handstartvorrichtung, doppelte Batterien, Radsteuerung
Nachteile
- Der geringe Tiefgang von unter fünf Fuß schränkt die Leistung am Wind im Vergleich zu tiefgehenden Konkurrenten ein
- Die Angaben zur Kraftstoffkapazität weisen interne Inkonsistenzen auf (angabenweise 90 Gallonen, korrigiert auf 75 Gallonen)







