Design und Konstruktion
X-Yachts baute die X-402 in Haderslev mit einem massiven GFK-Rumpf und einem Blei-Flossenkiel, der in verschiedenen Varianten angeboten wird, wobei der Tiefgang je nach Beladung etwa 2,20 bis 2,35 Meter beträgt. Mit einer Länge über alles von 39 Fuß 7 Zoll und einer Breite von 12 Fuß 9 Zoll weist sie ein Verhältnis von Länge zu Breite von 3,04 auf, was sie breiter macht als 76 Prozent vergleichbarer Konstruktionen. Die Verdrängung liegt bei rund 6.145 kg (13.450 Pfund) bei 3.000 kg (6.615 Pfund) Ballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent entspricht – ein Wert, der nur bei 18 Prozent ähnlicher Segelboote übertroffen wird. Nach Fahrtenboot-Maßstäben ist das leicht, passt aber perfekt zu ihrem Regatta-Herkunftsgeschick. Die benetzte Fläche des Rumpfes beträgt etwa 48,5 Quadratmeter. Ein Kenterungsverhältnis von 2,13 würde sie von anerkannten Hochseeregatten ausschließen – eine Erinnerung daran, dass Jeppesen das Boot eher für Geschwindigkeit im Küstenbereich und Inshore-Segeln statt für Überlebensreserven bei schwerem Wetter optimiert hat.
Rigg und Handhabung
Die 402 wurde mit einer Auswahl an 7/8-Rigg oder Masttopprigg angeboten; die 7/8-Version trägt drei Salingen mit Umlenkblöcken und Rod-Stehendes-Gut, aufgetakelt und ausgerüstet für Regatten mit einem Decksbeschlag, der auch unter Last gut funktioniert. Sie ist deutlich übertakelt – besser besegelt als 88 Prozent ähnlicher Segelboote – und ihre Segelfläche von 915 Quadratfuß sorgt für eine relative Geschwindigkeit von 88, womit sie 88 Prozent aller Entwürfe ihrer Größe hinter sich lässt. Diese Leistung auf einem leichten Rumpf ist das Herz des Bootes. Die Abmessungen von Fallen und Schoten sind imposant: Großsegel- und Vorsegelfall laufen mit 119 Fuß Länge und einem Halb-Zoll-Durchmesser, die Großschot ist fast 99 Fuß stark mit 0,55 Zoll Leine, und das Spinnaker-Gerät ist entsprechend dimensioniert – allesamt Zeichen eines Riggs, das asymmetrische und symmetrische Kites ohne Probleme bewältigt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die X-402 als komfortable, aber schnelle Fahrtenyacht mit vier Kabinen und zehn Kojen ausgestattet. Die Aufteilung konzentriert sich auf zwei symmetrisch angeordnete Doppelkojen achtern, jeweils mit einer kleinen Backskiste und Sitzbereich, während die Nasszellen und eine Vorpiek im Vorschiff liegen, wobei die Vorpiek ganz der Lagerung von Segeln und Ausrüstung gewidmet ist. Der Volvo-Diesel befindet sich unter einer Staufächer-Box neben der Pantry, und der Zugang ist hervorragend, sobald diese Box bis zum Decksaufbau hochgeklappt wird – ein Detail, das Fahrtensegler bei routinemäßigem Service zu schätzen wissen. Zwei kleine Fenster im Rumpfboden ermöglichen es dem Eigner, Unkraut am Faltpropeller ohne Auskranen zu inspizieren – ein feiner, aus dem Regattabereich übernommener Touch.
Bekannte Schwachstellen
Ein entscheidender Faktor für den Zustand einer X-402 ist, wie hart sie gesegelt wurde und welchen Preis diese Nutzung für die Lackierung und den Rumpf gefordert hat. Die gleiche Regatta-Historie, die das Boot so schnell macht, bedeutet auch, dass gealterte Exemplare kosmetische und strukturelle Gebrauchsspuren aufweisen können. Zudem reicht der Zustand der Segel von sehr neu und teuer bis hin zu völlig verschlissen. (2)
Das Fazit
Die X-402 ist ein gezielt konstruiertes Instrument: ein leichtes, extrem stark überriggtes Jeppesen-Design, das die Regattageschwindigkeit einer Einheitsklasse in eine praktische Fahrtenyacht mit zwei Achterkabinen übersetzt. Sie belohnt Eigner, die Leistung und clevere Details beim Zugang zu den Kabinen mehr schätzen als eine Hochseetauglichkeit nach CE-Zertifizierung, und die einen regattaerfahrenen Rumpf ehrlich beurteilen können.
Vorteile
- 7/8-Rigg oder Masttopprigg mit Rod-Stehendes-Gut und Regattaklasse an Decksausrüstung
- Geringe Verdrängung mit Geschwindigkeiten, die 88 Prozent aller ähnlichen Konstruktionen überholen
- Zwei Doppelkabinen achtern mit zehn Kojen und gutem Motorzugang
- Rumpfniederschubfenster für die Inspektion des Faltpropellers
Nachteile
- Kenterungsverhältnis schließt Regatten auf offenen Gewässern aus
- Regatta-Historie kann bei Gebrauchtbooten zu Platzierungen und Rumpfschäden führen
- Geringes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis im Vergleich zu Fahrtenbooten








