Design und Konstruktion
Die Voyager 26 ist ein solider GFK-Einrumpfer mit Langkiel und einem moderat zurückgeschnittenen Vorfuß. Letzterer verleiht ihr eine bessere Manövrierfähigkeit als ein reinen Langkieler-Vorfahre, während die Kursstabilität und das seegütige Verhalten der Spitzgatterform erhalten bleiben. Drei verschiedene Werften produzierten sie über ihre Lebensdauer hinweg, doch alle blieben eng an den Originalplänen und bauten sie solide. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 311 fällt sie in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten. Mit einem Ballastanteil von 41 Prozent und einem Kenterungsverhältnis von 1,75 ist sie ein konservativ stabiles kleines Boot. Die Plicht war gut dimensioniert, obwohl der Fußraum absichtlich flach gehalten wurde, damit nicht zu viel Wasser im Cockpit zurückbleibt, wenn das Boot von einer nachlaufenden Welle überschlägt. (1)
Rigg und Handhabung
Ihr Kutterrigg ist gut ausgewogen und bietet eine gute Vielfalt an Segelkombinationen für verschiedene Windbedingungen. Sie segelt ebenso gut aufgeriggt als Slup mit Großsegel und Genua. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 16,21 mit 360 Quadratfuß Segelfläche – genug, um sie trotz der schweren Fahrtenyacht-Verdrängung schneller als die meisten Boote dieser Größe zu machen. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt etwa 6,2 Knoten. Das laufende Gut ist überschaubar: Die Schoten von Fock und Genua haben eine Länge von etwa 26 Fuß bei einem Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot etwa 65 Fuß und die Spinnakerschoten etwa 57 Fuß, allesamt 3/8-Zoll-Leinen. (1)
Unterbringung
Unter Deck war die Voyager 26 mit komfortablen und geräumigen Kojen für vier Personen ausgestattet. Es gab eine effiziente Pantry und eine separate Nasszelle. Wichtig ist, dass die Kojen tatsächlich zum Schlafen geeignet waren und nicht nur als Sitzgelegenheit dienten. Für ein 26-Fuß-Spitzgatterboot ist dies eine durchdachte Raumnutzung, bei der Ruhe und grundlegende Fahrtauglichkeit Vorrang vor Showeffekt haben.
Das Fazit
Die Voyager 26 ist ein durchdacht weiterentwickelter Spitzgatter: Sie trägt das hochseetaugliche Wesen der Archer-Atkin-Tradition in sich, geht aber darüber hinaus und präsentiert sich in einem praktischen, gut gebauten GFK-Rumpf von mehreren verantwortungsvollen Werften. Sie ist ein kleines Boot, das sich im Komfort und im Seeverhalten wie eine größere Yacht verhält.
Vorteile
- Spitzgatter-Rumpf mit Langkiel und zurückgeschnittenem Vorfuß für hervorragende Seetüchtigkeit und Kontrolle
- Ausgezeichnet ausbalanciertes Kutterrigg mit flexiblen Segelplänen
- Geräumige, kabinenfertige Schlafplätze für vier Personen mit eigener Nasszelle
- Konservative Stabilität und schwere Fahrtenyacht-Bauweise in kompakter Größe
Nachteile
- Der flache Fußraum der Plicht begrenzt den Bewegungsspielraum der Crew beim Ausstrecken
- Der bescheidene 12-PS-Diesel und die geringe Segelfläche von 360 Quadratfuß eignen sich eher für einfaches Fahrtensegeln als für Geschwindigkeit






