Design und Konstruktion
Ames’ Rumpf ist eine leichte, schnelle Form aus leichtem, aber robustem GFK mit einem verbreiterten Spiegel, der für maximale Stabilität auf raumen Kursen ausgelegt ist. Die von Vanguard Sailboats angewandten Bauverfahren ermöglichten ein handaufgelegtes, im Vakuum verpacktes GFK-Sandwich, das die Struktur standardisiert und leicht hält. Die Verdrängung von 200 Pfund gepaart mit einer Breite von 5 Fuß 6 Zoll verleiht der Plattform ihre Mischung aus Gleitfähigkeit und Stabilität. Geformte Fußrelingen passen sich der Kurve der Beine eines Seglers an, und ein klappbares, geformtes Ruder vereinfacht das Zuwasserlassen und das Handling am Strand. Das revolutionäre Rumpfdesign ermöglicht es dem Boot, bereits bei mäßigem Wind – speziell um die 12 Knoten – zu gleiten, was die V15 von schwereren Ausbildungsjollen ihrer Länge unterscheidet. (1)
Rigg und Handhabung
Die Vanguard 15 ist als 7/8-Slup mit einem nicht verjüngten Mast ausgestattet und besitzt ein einfaches Layout mit minimalem Kontrollseilwerk und ohne Spinnaker. Ein drei Fuß langes Steckschwert hält das Cockpit frei und aufgeräumt. Da das Schwert in einem Schwertkasten gleitet und nicht durch eine schwenkbare Drehbeschläge-Montage geführt wird, entfällt die Notwendigkeit für Dichtungen, die sonst undichten oder sich abnutzen würden. Eingelassene Genuaschotführungen und eine Brille für die Großschot zur Mittellinien-Führung halten die Arbeitsbereiche sauber. Die Originalsegel wurden von North Sails entworfen. Mit einer Segelfläche von 127 Quadratfuß belohnt das Boot beim Aufkreuzen auf langen Kursen die Fitness beim Ausreiten, bleibt aber auch für neuere Teams leicht zu handhaben. (1)
Unterbringung und Cockpit
Dies ist eine Regattajolle und keine Fahrtenyacht, weshalb die „Unterkünfte“ direkt im Cockpit liegen. Das flache Cockpit und das offene Layout lassen sich direkt auf den Schwertkasten und die eingelassenen Beschläge zurückführen, sodass zwei Crewmitglieder problemlos Platz haben, sich bewegen und festmachen können, ohne sich an Leinen zu verfangen. Die geformten Fußrelingen, die die Beine stützen, und die frei zugängliche Schotführung auf der Mittellinie machen das Boot ebenso komfortabel für ein Nachmittagssegeln wie für eine Regatta. Aus diesem Grund galt die Klasse als günstige Ecke des Segelsports, die sich um Freunde und Universitätsmannschaften herum entwickelte.
Eignerschaft und Klassenentwicklung
Die Vanguard 15-Klasse wurde über Jahre hinweg durch Partnerschaften mit lokalen Veranstaltern und nationalen Segelverbänden aufrecht erhalten, die Boote für Teamregatten und Regatten auf Hinman-Niveau bereitstellten. Die Teilnehmerzahlen bei den klassischen Flotteneinheitsregatten sind jedoch seit einiger Zeit rückläufig, und eine Kritik schließt daraus, dass das Boot und seine Klasse schnell zu einer Geschichte für die nächste Generation werden. Kommentatoren weisen darauf hin, dass gebrauchte Boote viele Jahre lang konkurrenzfähig bleiben und die Klasse nach wie vor die beste Option für alle ist, die Teamregatten segeln oder College-ähnliche Flottensegelregatten veranstalten möchten, selbst wenn die Unterstützung der Werft nachgelassen hat. (2)
Das Fazit
Die Vanguard 15 ist eine speziell fürs Gleiten gebaute Jolle, die sowohl als Waffe im Team-Regattasport als auch als geselliges Boot für Tagestouren überzeugt. Ihre leichte Sandwich-Konstruktion aus GFK, das offene Schwert- Cockpit und das klare 7/8-Rigg machen sie einfach zu pflegen und schnell zu erlernen, während der verbreiterte Spiegel und der Gleitrumpf bei Wind echte Geschwindigkeiten liefern. Der langsame Niedergang der Klasse im Regattasport wird durch langlebige Boote und eine treue, kollegiale Gemeinschaft ausgeglichen.
Vorteile
- Läuft bei etwa 12 Knoten Wind mit einem leichten, langlebigen GFK-Rumpf ins Gleiten
- Offene, aufgeräumte Plicht durch die Steckschwert- und die tiefergelegten Genuaschienen
- Einfach zu transportieren, zu slippen und zu segeln; wettbewerbsfähig auf dem Gebrauchtmarkt über Jahre hinweg
Nachteile
- Die Teilnahme an Regatten im Klassenverband ist rückläufig; die Klasse gilt als verfallen
- Die Werft stellt keine Boote und keine grundlegenden Teile wie Segel mehr bereit




