Design und Konstruktion
Der Rumpf ist eine massive GFK-Hülle mit dickem Laminat. Gutachter wiesen sowohl auf die hohe Masse als auch auf das hervorragend strömungsgünstige Unterwasserprofil hin – Eigenschaften, die dazu beitragen, den Ruf des Bootes zu erklären, dass es sich bei schwerem Wetter notfalls problemlos an der Ankerkette festmachen lässt. Ein Ballast von etwa 2.512 Pfund (ca. 1.140 kg) aus Eisen bei einer Verdrängung von 5.180 Pfund (ca. 2.350 kg) ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 48 Prozent. Die Wasserlinie von 22 Fuß bei einer Länge über alles von 27 Fuß 4 Zoll (ca. 8,33 m) hält die benetzte Fläche überschaubar. Die 501 behielt den Rumpf der 500 bei, führte jedoch einen neu gestalteten Kajütaufbau und aktualisierte Innenschalen ein, während eine Option mit Zwillingskiel zum Flossenkiel-Modell hinzukam. Die Flossenkiel-Version 500 hat einen Tiefgang von 5 Fuß (ca. 1,52 m); die Kimmversion nur 3 Fuß 6 Zoll (ca. 1,07 m). (1)
Rigg und Seeverhalten
Als Masttoppslup mit 317 Quadratfuß Segelfläche auf der 500 sorgt die Trapper immer wieder für Bewunderung wegen ihrer schnellen Geschwindigkeit, die manche moderne Yacht vor Anker in Verlegenheit bringen kann. Eigner und Testsegler waren sich einig, dass sie zu ihrer Zeit ein schnelles Boot mit guten Segeleigenschaften war, und bei nur 15 Knoten Wind kann sie sehr schnell sechs Knoten erreichen. Die Kehrseite zeigt sich am Ruder: Das ursprüngliche Ruder der 500 kann schwer zu handhaben sein, besonders unter Motor – ein Nachteil, den man gegenüber ihrer ansonsten lebendigen Leistung abwägen muss. (1)
Unterbringung
Die Trapper ist ein geräumiges Design, das sich hervorragend für das Fahrtensegeln mit der Familie eignet, mit fast 1,80 m Stehhöhe nahe dem Niedergang. Die Aufteilung der Dinette lässt eine Gangway auf einer Seite frei, und das Boot wurde für sechs Schlafplätze gebaut – eine Sofakoje gegenüber der Dinette und eine Achterkoje unter der Plicht. Diese angegebene Kapazität führte zu einem Hinweis eines Eigners aus dieser Zeit, dass sechs Personen auf einem 8,5-Meter-Boot doch etwas viel seien. Die originale Pantry bot keine Arbeitsplatte, es sei denn, man zählt das Zuschrauben des Deckels über der Spüle – eine Einschränkung, die die längere Pantry der 501 behebt.
Bekannte Schwachstellen
Die Klasse hat keine bekannten Probleme mit Osmose, und die solide Rumpfkonstruktion weist keinerlei strukturelle Mängel auf. Das einzige dokumentierte Handicaps ist das schwere Ruder des Original-500 unter Motor, was auf die Steuergeometrie vor 1980 zurückzuführen ist und nicht auf einen strukturellen Fehler hindeutet. Das modifizierte Ruder des 501 war Teil dieser Überarbeitung.
Eignerschaft und Refits
Die 500 war zumindest bei einem gut dokumentierten Exemplar ursprünglich mit einem 8 PS Yanmar-Motor ausgestattet, während die technischen Daten einen 12 PS Benzin-RCA/Dolphin als Standardmotor listet – ein Unterschied, der den Käufer dazu veranlasst, vor Ort genau zu prüfen, was im Motorraum steckt. Die Kraftstoffkapazität ist mit etwa 5 Gallonen bescheiden, was zu einem Boot passt, das eher zum Segeln als zum Motoren gebaut wurde. Die modernisierten Innenschalen der 501 und die verlängerte Pantry machen die späteren Rümpfe zu komfortableren Fahrtenyachten, doch beide teilen sich denselben robusten Rumpf und die schnelle Linienführung.
Das Fazit
Die Trapper 500/501 ist eine kanadische Fahrtenyacht, die unter Segeln weit mehr Leistung zeigt, als man ihrer Länge nach erwarten würde, und das in einem robusten GFK-Rumpf, der das Alter ohne Osmoseprobleme überstanden hat. Die 501 verfeinert den Wohnraum und die Steuerung; die 500 behält das einfachere Layout und das schwerere Rudergefühl bei. Egal welche Version Sie wählen, es handelt sich um eine seetüchtige Familien-Fahrtenyacht für das Wochenende – vorausgesetzt, Motor und Pantry passen zu Ihren Plänen.
Vorteile
- Schnelle, auf einem rutschigen Rumpf beeindruckende Geschwindigkeiten
- Dicker, massiver Rumpf ohne bekannte Osmoseprobleme aus der Klassenhistorie
- Geräumiger, familienfreundlicher Innenraum mit Option auf Achterkoje
- Die 501 bietet eine längere Pantry sowie modifizierte Kiel-Ruder-Konstruktion
Nachteile
- Das originale 500-Ruder ist schwer, besonders unter Motor
- Die originale Pantry verfügt über keine echte Arbeitsplatte
- Die angegebene Kapazität von sechs Kojen ist für die Bootslänge knapp bemessen
- Bescheidene Kraftstoffkapazität und Unklarheit bezüglich des Motortyps bei verschiedenen Exemplaren








