Design und Konstruktion
Die 707 ist eine leichte, steife Struktur aus einer Mischung aus hochwertiger Polyesterharz-Resin, Glas- und Aramid (Kevlar)-Verstärkungen mit massiver Bauweise, die die Tester selbst bei einem intensiv genutzten fünfmonatigen Demonstratorboot als langlebig empfanden. David Thomas fügte den hinteren Rumpfsektionen einen Knickspant hinzu, sodass der Rumpf ein flaches Gleitprofil tragen konnte, ohne im oberen Bereich unerwünschten Volumenzuwachs zu erzeugen. Das Ergebnis ist ein ziemlich breites Boot mit hoher Formstabilität – jede zusätzliche Crew, die an Bord geht, krängt es weniger stark, als man erwarten würde. Unter dem Rumpf hängt ein fester Gusseisenkiel mit einem relativ schlanken Profil, das einen bescheidenen Bulbträger trägt. Er bietet zwar nicht die Vorteile eines Hubkiels, gewährleistet aber die verbesserte strukturelle Festigkeit eines Festkiels und erspart die Wartungsprobleme, die sich mit Hubmechanismen einstellen können. Im Innenraum ist der Boden aus Hunters bewährten einlaminierten Bodenwrangen mit soliden Sperrholzschotten und Kojenkanten aufgebaut. Diese Kombination hält die Kosten niedrig und hat Gutachtern bestens standgehalten. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg ist darauf ausgelegt, stabil zu stehen: Lange, stark zurückgepfeilte Salingen halten den Mast fest, und das gesamte Boot wurde vom Testteam in dieser Hinsicht als unverwüstlich beschrieben. Die Mylar-Konstruktion der Sobstad-Segel hält die Form so gut, dass Unterliekstrecker, Cunningham und Baumniederholer weniger ins Gewicht fallen als bei einem weichen Dacron-Rigg. Auf dem Wasser ist das Rudergefühl gut ausbalanciert mit genau der richtigen Rückmeldung, obwohl das Ruder auf einem harten Raumschotskurs spürbar zulasten geht. Das kleine Kielprofil brachte keine spürbaren Nachteile am Wind mit sich, jedoch ist beim Auskreuzen nach einer Wende Vorsicht geboten, um die Höchstgeschwindigkeit zu halten. Vor dem Wind bei Wind sorgen die flachen Hecksektionen für ein nahtloses Übergang von der Verdrängung zum Gleiten, und das Laufen von Höhe ist mit einem symmetrischen Spinnaker und einem herkömmlichen Baum recht einfach; in engen Revieren kann dieses symmetrische Rigg asymmetrisch getakelte Konkurrenten hinter sich lassen. Eine echte Grenze ist das fehlende Achterstag – beim hartem Am-Wind-Kurs verhinderte es, dass der Mast durchbog, um das Großsegel zu glätten, und Tester stellten fest, dass dies die Vorstagspannung und die Höhe verringerte, ein Problem in Regattaflotten, auch wenn die Einheitsklassen der Solent-Regatta dies nie bemerkten. Frühe Riggs hatten einige Probleme mit der Passgenauigkeit, die mittlerweile behoben wurden. (1)
Unterbringung
Fast das gesamte Deck hinter dem Mast ist Cockpit, und die Aufteilung hat sich als nahezu fehlerfrei erwiesen, da alle Bedienelemente leicht zugänglich sind. Beim Einsteigen wirkt das Boot viel größer als seine Länge, und vier, fünf oder sogar mehr Crewmitglieder können segeln, ohne dass es zu unerträglicher Enge wird; der Vorschotmann muss nicht auf das Kajütdach klettern. Der Innenraum selbst ist eher funktional als schön – schlicht, offen und zweckmäßig gebaut, was genau das ist, was Kosten und Gewicht für ein regattaorientiertes Wochenende im Zaum hält.
Bekannte Schwachstellen
Das fehlende Achterstag ist der größte Kritikpunkt: Es schränkt das Flachziehen des Großsegels am Wind ein und führt laut den Testseglern zu einer geringeren Vorstagspannung sowie schlechteren Höhe am Wind – ein echtes Problem außerhalb der großen Einheitsklassen-Flotten. Frühe Boote hatten einige Riggbeschläge, die Probleme bereiteten, diese wurden jedoch modifiziert. Eine kleine praktische Lücke, die von Testern bemerkt wurde, war das Fehlen von Klampen, um zu verhindern, dass die Spinnakerschoten am Wind im Wasser schleifen – eine kleine Ergänzung, die das Boot dem Perfektion noch einen Schritt näher bringt.
Refits und Eignerschaft
Noch bevor der erste Rumpf ausgeliefert wurde, gründete sich eine Eignervereinigung, die erfolgreich bei Hunter ein hochwertiges Decksausrüstungspaket mit Beschlägen von Harken und Spinlock anforderte, das auch geliefert wurde; die Tester sahen keine Notwendigkeit für teure Decks-Upgrades. Der Außenborderschacht ist ein feines Beispiel für den Entwurf: Der Motor und sein Halterungssystem sind beim Regattasegeln unter dem Cockpitboden verstaut, der Übergang zum Motoren ist einfach und sicher, und geschwungene Fußstützen im Vorschiff ermöglichen es, die Backskiste eng über sie zu schließen. Ein niedriger Preis begründete ihren Ruf von Anfang an, und die aktive Vereinigung sowie die nationalen Flotten machen das Eignersein zu einer gut unterstützten Angelegenheit.
Das Fazit
Die Hunter 707 ist ein hervorragend auf ihr Ziel ausgerichtetes Design, das Leistung liefert, die früher nur für um einige Fuß längere Boote reserviert war, und das in einem unverwüstlichen, einfachen Paket, das sich die gesamte Flotte günstig leisten kann. Sie ist kein Regattaboot für den Grand-Prix-Sport, aber als solide, lustige und leicht zu segelnde Club-Regattayacht hat sie in ihrer Größenklasse kaum Konkurrenz.
Vorteile
- Hohe Grundstabilität und eine für ihre Länge geräumige Plicht
- Unverwüstliches Rigg und langlebige Hybrid-Konstruktion mit Kevlar-Einsätzen
- Fester Kiel erspart Wartung von Hubbeschlägen; hochwertiges Harken/Spinlock-Stehendes-Gut serienmäßig
- Symmetrisches Spinnaker-Rigg ist in Revierrevieren konkurrenzfähig
Nachteile
- Das Fehlen eines Achterstags begrenzt das Flachziehen des Großsegels am Wind, die Vorstagspannung und die Höhe am Wind
- Starke Innenraum- und frühe Rigg-Ausbesserungen erforderlich
- Kleiner Kiel und flaches Heck erfordern sorgfältigen Trimm bei leichtem Wind, um Abdrift zu vermeiden









