Swan 432 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Ron Holland·1985·Nautor
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
42.95' · 13.09 m
Verdr.
19.500 lbs · 8.845 kg
Erstes Baujahr
1985

Die Swan 432, auf den Markt gekommen als Swan 43 und heute meist als Swan 43 Holland oder Swan 432 bezeichnet, um sie von der nicht verwandten Swan 43 von Sparkman & Stephens aus dem Jahr 1967 zu unterscheiden, ist eine finnische BlauwasserFahrtenyacht, die von Ron Holland entworfen und erstmals 1985 fertiggestellt wurde. Oy Nautor AB baute nur 28 Exemplare in Finnland, was einem mäßigen Durchschnitt von 4,7 Booten pro Jahr entspricht. Dies ordnet den Entwurf zu den seltenen Kooperationen von Ron Holland mit der Werft ein und verleiht dem Modell eine besondere, fast klassenspezifische Seltenheit unter Sammlern.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
42,95 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
34,12 ft
Breite
13,12 ft
Tiefgang
6,2 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
9.040 lbs (Blei)
Verdrängung
19.500 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
46,36
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
219,16
Komfort-Ratio
26,59
Kenterungsverhältnis
1,95
Rumpfgeschwindigkeit
7,83 kn

Design und Konstruktion

Holland gestaltete die 432 als Einrumpf-Fahrtenyacht mit einem geneigten Vorsteven und einem negativen Spiegel, gebaut überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, ebenso das Deck. Er verfügt über einen Bleiballast von etwa 9.040 Pfund bei einer Verdrängung von 19.500 Pfund und einer Breite von 13,1 Fuß auf einer Wasserlinie von 34,1 Fuß. Der Kiel ist ein festes Sheel-Profil mit einer optionalen Version für tiefen Tiefgang, und die Steuerung erfolgt über ein intern montiertes Spatenruder unter einer Radsteuerung. Diese Werte ergeben ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 46 Prozent und ein Kenterungsverhältnis von rund 1,95 – typische Lastungsproportionen, die zu einem Boot passen, das von Anfang an als Blauwasser-Fahrtenyacht und nicht als leichtes Wochenendboot vermarktet wird.

Rigg und Seeverhalten

Die Swan 432 ist mit einem Bermudatyp Masttoppslup-Rigg ausgestattet, der konventionelle Hochseeaufbau für eine Holland-Fahrtenyacht dieser Größe. Testsegler jener Zeit empfanden sie als moderates Segelboot mit ordentlichen Segeleigenschaften, das stabil und steif war, bei Kenterung ein gutes Aufrichtungsvermögen besaß und sich hervorragend als Blauwasser-Fahrtenyacht eignete. Das Spatenruder und der Flossenkiel verleihen ihr die Kursstabilität und Wendigkeit, die eine ernsthafte Fahrtenyacht verlangt, während der Standardtiefgang von 1,88 Metern (6,2 Fuß) sie in den meisten Ankerbuchten ohne tiefere Optionen gut handhabbar macht. (1)

Unterbringung

Unter Deck bietet die Aufteilung Schlafplätze für vier Personen: eine Doppelkoje im Bugkajüte, eine U-förmige und eine gerade Sitzecke im Hauptsalon sowie eine Achterkabine mit einer weiteren Doppelkoje. Die Pantry befindet sich an Backbord direkt achterlich der Niedergangstreppe. Sie ist leicht geschwungen und ausgestattet mit einem dreiflammigen Herd, einer Kühlbox und einer doppelten Spüle, während die Navigationsecke sich an Steuerbord gegenüber befindet. Zwei Nasszellen dienen dem Boot – eine in der Bugkabine an Backbord und eine an Steuerbord vor der Achterkabine. Diese Aufteilung ermöglicht es, die Eignerkabine achtern und den Gästebereich im Bug unabhängig voneinander zu nutzen.

Bekannte Schwachstellen

Die einzigen Einschränkungen ergeben sich aus damaligen Testberichten, die auf durchschnittliche Kraftstoffkapazität und eine geringe Reichweite des Wasservorrats hinweisen. Dies betont eher die Fahrtenendurance als den allgemeinen Zustand des Bootes.

Refits und Eignerschaft

Mit nur 28 fertiggestellten Booten und einer Bauhäufigkeit von unter fünf pro Jahr ist die Swan 432 ein Nischenmodell des Holland Design, dessen Eigner eine kleine, eng verbundene Gruppe bilden. Der GFK-Rumpf und die Holzverzierungen erfordern die übliche Pflege von Lackarbeiten und Gelcoat, aber das gute Ruf des Modells bringt keine modellspezifischen Refit-Pflichten mit sich. Da es sich bei den Booten meist um Fahrtenyachten handelt, wurden die meisten überlebenden Exemplare eher als hochseetaugliche Yachten gepflegt als hart gesegelt.

Das Fazit

Die Swan 432 ist eine bewusst limitierte, von Holland entworfene Blauwasser-Fahrtenyacht mit den Proportionen und dem Layout eines ernsthaften Hochseeboots und nicht als Charterplattform konzipiert. Steifigkeit, aufrichtendes Verhalten und ein praktisches Innenraum-Layout mit vier Kojen machen sie zu einer durchdachten Wahl für Segler, die einen seltenen, speziell für diesen Zweck gebauten Nautor einer Großserienalternative vorziehen.

Vorteile

  • Blauwasser-Fahrtenyacht-Design von Ron Holland mit belegter Steifigkeit und guter Kenterstabilität
  • Geringe Stückzahl (28 Rümpfe) sorgt für Seltenheit ohne unbekannte Konstruktionsrisiken
  • Vier-Koje-Layout mit zwei separaten Nasszellen und einer vollwertigen Navigationsecke (1)

Nachteile

  • Durchschnittliche Kraftstoffkapazität und geringe Reichweite begrenzen das autonome Fahrtgebiet vor Anker
  • Nur 28 Einheiten gebaut, sodass die Suche nach einem bestimmten Exemplar Geduld erfordert (1)

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