Design und Abstammung
German Frers zeichnete die Grand Soleil 52 im Jahr 1987, demselben Jahr, in dem Cantiere del Pardo mit der Produktion begann. Die Ähnlichkeit mit der Swan 53 war kein Zufall – das Frers-Studio arbeitete seit 1980 in Partnerschaft mit Nautor's Swan. Die Grand Soleil 52 lässt sich als Umsetzung dieses Swan-Vokabulars durch den Designer in einem italienischen Bausatz lesen. Der Rumpf ist ein solider GFK-Einrumpfer mit Flossenkiel und Spatenruder, einer Breite von 4,75 Metern und einem Masttoppslup-Rigg, das eine Segelfläche von 141,77 Quadratmetern entwickelt. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 40,3 Prozent sorgt zusammen mit dem Tiefgang von 9,83 Fuß dafür, dass das Boot fest im Bereich der leistungsstarken Fahrtenyachten liegt und nicht in die Kategorie der schweren Verdränger fällt.
Konstruktion und Bau
Cantiere del Pardo fertigte die Grand Soleil 52 mit einem massiven GFK-Rumpf und -Deck ab, und der Zeitgeist jener Jahre hebt die Innenausbauten als wirklich hervorragend hervor. Die auffällige Ähnlichkeit mit der Swan 53 erstreckte sich auf die wahrgenommene Qualität und nicht nur auf das äußere Design, was dem Modell half, seinen Ruf als „Spaghettiswan“ als etwas zu etablieren, das man sich verdient hat und nicht auslacht. Der Bleiballast von 7.602 kg ist in einer Flossenkiel-Konfiguration untergebracht, und die Verdrängung von 18.865 kg verleiht dem Boot die Masse, um komfortabel Kurs zu halten, während gleichzeitig die für diese Ära typische Agilität von Frers erhalten bleibt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg mit 141,77 Quadratmetern Segelfläche bei einer Wasserlinie von 13,89 Metern deutet auf ein Boot hin, das für schnelle Bewegungen im Wind gebaut wurde, ohne übermäßig viel Segelfläche zu haben, die eine kleine Crew überfordert. Der 95 PS starke Volvo Penta Diesel, das Ein-Motor-Layout und die Kraftstoffkapazität von 92 Gallonen eignen sich hervorragend für lange Passagen, während die Wasserkapazität von 238 Gallonen und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40,3 Prozent eine Yacht beschreiben, die gleichermaßen für Hochseepassagen wie für Regatta-Linienwertungen ausgelegt ist. Mit einer Rumpfgeschwindigkeit von fast 9 Knoten und einem Kenterungsverhältnis von 1,8 liegt der Entwurf für seine Größe im absoluten Hochseebereich.
Unterbringung
Der Innenraum der Grand Soleil 52 spiegelte die Stärke der Werft Ende der 1980er Jahre wider, mit einem Innenausbau, den eine zeitgenössische Fachzeitschrift in jenen Jahren als wirklich hervorragend bezeichnete. Die Breite von 4,75 Metern und die Länge über alles von 16,30 Metern ergeben einen voluminösen Rumpf, und das vergleichbare Qualitätsniveau einer Swan deutet auf einen Innenausbau hin, der über den damaligen italienischen Serienstandards lag. (1)
Das Fazit
Die Grand Soleil 52 ist eine Frers-Performance-Fahrtenyacht, die stark von der Swan 53 übernommen hat und sich durch ihre markante Linienführung und Bauweise den Spitznamen „Spaghetti-Swan“ verdient hat. Für Käufer, die ein stilechtes Design im Swan-Stil und das Segelgefühl einer Yacht ohne Nautor-Emblem suchen, bieten die Werft aus Cantiere del Pardo und die hervorragenden Holzarbeiten aus dieser Ära gute Argumente – vorausgesetzt, das Produktionsjahr zwischen 1987 und 1991 sowie die solide GFK-Konstruktion passen zum geplanten Einsatzgebiet.
Vorteile
- Auffällige Ähnlichkeit mit der Swan 53 in Linien und Qualität
- Hervorragende Innenausbauten für die damalige Zeit
- Hoher Ballastanteil und hochseetaugliche Werte
Nachteile
- Produktion endete 1991; nur begrenzte Verfügbarkeit im Produktionszeitraum
- Nur als massives GFK erhältlich; keine Daten zu einem Sandwichkern außerhalb von Rumpf und Deck









