Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 26 Fuß, einer Wasserlinie von 23 Fuß 4 Zoll und einer Breite von 9 Fuß 3 Zoll weist die Seal 26 eine Verdrängung von 5.000 Pfund auf, kombiniert mit 2.251 Pfund Bleiballast bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 45 Prozent. Diese Werte ordnen sie fest in die Kategorie der leichten und steifen Boote ein, fernab der schweren Tradition der Blauwasser-Yachten. Der tiefe Flossenkiel mit hoher Streckung sorgt für einen Tiefgangsbereich von 1 Fuß 3 Zoll bis 5 Fuß 6 Zoll. Dadurch kann das Boot an einem trockenfallenden Liegeplatz stehen oder bei schwierigen Bedingungen problemlos an Land gezogen werden. Der Rumpf besteht aus massivem GFK, ebenso wie das Deck. Ein Eigner, Graham, entschied sich für sein eigenes Boot, ein wasserdichtes Schott 18 Zoll vom Spiegel entfernt einzubauen – eine praktische Verstärkung, die jedoch nicht ab Werft standardmäßig vorhanden ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als effiziente 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Mast mit einer Saling (Single-Sparrer) getakelt. Das Obenwant endet auf Höhe des Vorstags, und ein verstellbares Achterstag ermöglicht die nötige Flexibilität beim Trimmen des Riggs. Die Großschot wird über ein vierteiliges Blökersystem gefahren, das auf einem Edelstahl-Pferd über dem Niedergang und zentral auf dem Cockpitboden positioniert ist. Die Pinne mit Verlängerung sorgt für ein Jollengefühl, und das Schwert lässt sich genauso wie bei einer Jolle anheben, während das Ruder hochklappt, um flache Gewässer zu passieren. Sie segelt etwas rank und neigt dazu, schnell ins Krängen zu gehen, doch Eigner berichten, dass sie sich nie unsicher gefühlt haben, außer in kurzem, steilem Kabbelwasser, wo sie von einer Welle abhebt und hart aufschlägt (Slams). (1)
Unterbringung
Die Werftbeschreibungen loben die Seal 26 für eine gut ausgestattete, komfortable Unterkunft bis zu fünf Personen. In der Zeitschrift Sailing Today vergaben Rezensenten vier Sterne für die Aufteilung unter Deck und beschrieben sie als weitaus besser, als man es von einem so schnellen Boot erwarten würde. Derselbe Test gab fünf Sterne für die Leistung. Der Platz ist jedoch eng, und das Boot eignet sich für eine Familie am besten, solange die Kinder noch klein sind. Es gibt keine eigene Navigationsecke, was ihr Potenzial als ernsthafter Langstreckensegler einschränkt – obwohl eine Schwester mit Festkiel, die Malaika, bereits den Atlantik überquert und die Transpazifikfahrt nach Honolulu absolviert hat. (2)
Ausrüstung und Antrieb
Originalboote wurden mit einem 9,9 PS starken Außenborder auf Schienen ausgeliefert, sodass der Motor beim Segeln aus dem Wasser gehoben werden konnte. Ein Auspuffstopfen füllte die Öffnung, um den Strömungsabriss zu minimieren, sobald der Außenborder hochgeklappt war. Diese Konstruktion sorgt dafür, dass der Rumpf unter Segel sauber bleibt und vereinfacht das Trailern sowie das Winterlager. (1)
Das Fazit
Die Super Seal 26 ist eine markante kleine, schnelle Fahrtenyacht, die absoluten Innenraumvolumen gegen spritzige Leistung und seltene Flexibilität durch den geringen Tiefgang eintauscht. Ron Hollands Regatta-Herkunft zeigt sich im Rigg und den schnellen, jollenartigen Reaktionen, während der Hubkiel und der trockenfallende Rumpf sie für ein 26-Fuß-Boot ungewöhnlich vielseitig machen. Sie ist kein geräumiges Boot für Wochenendtörns mit großen Familien, aber für ein Paar oder eine junge Familie bleibt sie ein verlockendes Angebot auf dem Gebrauchtbootmarkt.
Vorteile
- Hervorragende Segeleigenschaften mit 7/8-Rigg und verstellbarem Achterstag
- Hubkiel und Hubruder ermöglichen einen Tiefgang von nur 43 cm, Trockenliegeplätze und das Anlanden an Stränden
- Leichte, steife Konstruktion mit hohem Ballastanteil für diese Größe
- Das Außenborder-on-Rails-Setup sorgt für einen sauberen Rumpf im Seegang
Nachteile
- Rank und schnell krängend; setzt bei kurzem, steilem Seegang hart ein
- Enger Wohnraum ohne eigene Navigationsecke
- Am besten nur für junge Familien geeignet, da das Interieur sehr beengt ist








