Konstruktion und Bauweise
Die Sun Cat ist ein kleiner Einrumpfer mit einer Länge über alles von 16,5 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 15 Fuß, einer Breite von 7,25 Fuß und einer Verdrängung von 1.200 Pfund. Clark Mills gab dem Boot einen Catboot-Segelplan auf einem Bermuda-Rigg, das ein einzelnes Großsegel mit 165 Quadratfuß Fläche trägt – eine Konfiguration, die das Original später vom 2000 entwickelten Com-Pac Sun Cat unterscheidet, der stattdessen ein Gaffelrigg erhielt. Die originale Sun Cat wird zudem durch ein Segel-Emblem mit einer Sonne und einem „C“ in der Mitte gekennzeichnet. Der Tiefgang variiert je nach Position der Seitenschwerter zwischen 0,75 Fuß und 2,58 Fuß. Das Design wurde in verschiedenen Varianten angeboten: mit Seitenschwertern, Schwert oder Festkiel. Ein am Spiegel aufgehängtes Ruder vervollständigt die Ruderanlage. (1)
Rigg und Handhabung
Als Cat-getakelter Daysailer verlässt sich der Sun Cat auf ein einziges großes Großsegel zur Fortbewegung, was die Arbeit der Crew bei diesem Bootsaufbau sehr einfach macht. Die offene Daysailer-Version war mit einem Rollfockbaum ausgestattet – eine Funktion, die Mills nutzte, um das Reffen ohne Verlassen der Plicht unkompliziert zu gestalten. Seitenschwerter verliehen dem Daysailer einen geringen Tiefgang für den Trailertransport und das Segeln in flachen Gewässern, während die Varianten als Pocket-Cruiser mit geschlossenen Kabinen entweder mit Schwert oder Festkiel gebaut wurden, wobei hier etwas Einfachheit zugunsten von Kabinenkomfort geopfert wurde. (1)
Unterbringung
Die Sun Cats wurden in zwei großen Varianten gebaut. Der offene Daysailer war mit einer selbstlenzenden Plicht von 11 Fuß und einer optionalen, abnehmbaren Kajüte ausgestattet – eine flexible Konstruktion, die es den Eignern ermöglichte, entweder ohne Schutz zu segeln oder bei Bedarf zusätzlichen Schutz einzubauen. Die Alternative war ein Pocket-Cruiser mit einer vollwertigen geschlossenen Kabine, erhältlich mit Schwert oder Kiel, für diejenigen, die Übernachtungsmöglichkeiten in einem 16-Fuß-Rumpf suchten. Dilks & Company bot den offenen Daysailer entweder als Bausatz oder als fertiges Boot an, was den Zugang für Amateurbauer erheblich erleichterte. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die bekannte Variationsbreite liegt in der Konfiguration: Käufer und Eigner müssen auf die drei Kiel-/Schwerttypen (Kimmkiel, Schwert, Fester Kiel) sowie auf die Rumpfformen mit oder ohne Kabine achten, da jede Variante unterschiedliche Handhabungs- und Trailereigenschaften mit sich bringt. Der als Langkiel gebaute Rumpf Nr. 1 ist ein Einzelboot und repräsentiert nicht die Serienproduktion aus GFK. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Sun Cat 17-1 kann alles bedeuten – von einem im Bausatz zusammengebauten offenen Daysailer bis hin zu einer ab Werft fertigen kleinen Fahrtenyacht. Der Rollfockbaum und die abnehmbare Kajüte bei der offenen Version sind typische Merkmale dieser Ära, die es wert sind, erhalten zu werden. Das Bermuda-Rigg ist das Erkennungsmerkmal des Originals im Vergleich zum späteren, mit Gaffelrigg ausgestatteten Com-Pac. Das Trailern gehört aufgrund der Konstruktion als trailerbares Segelboot zur Grundausstattung, und der geringe Tiefgang mit hochgezogenen Schwimmplatten eignet sich hervorragend für den Winterlagerplatz und flache Liegeplätze. (1)
Das Fazit
Die Sun Cat 17-1 ist ein Meisterwerk von Clark Mills im Bereich minimalistischer trailerbarer Segelboote: ein 545 kg schweres Catboot mit einem einzigen 15,3 m² großen Großsegel, das in offener oder Kabinenversion sowie mit verschiedenen Schwertern angeboten wird. Ihre Anziehungskraft liegt eher in der Geschichte und Praktikabilität als im Luxus, und ihre Einfachheit ist ihre größte Stärke.
Vorteile
- Entwurf von Clark Mills mit belegter Historie aus den 1960er Jahren und einer erhaltenen Rumpfnummer 1 in öffentlicher Ausstellung
- Catboot-Rigg mit Rollfockbesegelung vereinfacht die Segelbedienung
- Seitenschwerter ermöglichen einen Trailerdraft von 0,75 Fuß und einen Segeldraft von 2,58 Fuß
- In Form von Bausatz oder als fertiges Boot, offen oder mit Kajüte, Schwert- oder Kielfahrtenyacht erhältlich (1)
Nachteile
- Die Länge von 16,5 Fuß beschränkt den Einsatzbereich auf Tagestouren oder das minimale Pocket-Cruising
- Drei Schwert-Kiel-Konfigurationen erschweren die Identifizierung von Gebrauchtbooten (1)









