Design und Konstruktion
Die SR 27 ist ein Einrumpfboot aus konventioneller GFK-Konstruktion. Ihre Länge über alles beträgt 27,50 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 24,00 Fuß und einer Breite von 9,50 Fuß. Der Rumpf trägt einen fast senkrechten Vorsteven und ein offenes, umgekehrtes Heckspiegelprofil – ein Look, der für eine Regattayacht von 1992 sehr zeitgemäß wirkt. Unter der Wasserlinie nutzt das Boot einen Hub-Flossenkiel, der im eingeholten Zustand 5,92 Fuß Tiefgang hat und sich auf nur 1,50 Fuß einziehen lässt. Dieses Tiefgangsspektrum ermöglicht es, den 3.750 Pfund schweren Rumpf ohne Kran zu trailern. Die Steuerung erfolgt über ein intern montiertes Spatenruder an einer Pinne, wodurch das Ruderblatt achtern frei von der Rumpfstruktur bleibt und die Plicht für die Crew unbehindert bleibt. (1)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die SR 27 ein Bermuda-Slup-Rigg mit fraktionaler Takelung. Die kurze Überlappung der Genua und das mastlose Vorsegel sind typisch für ein Boot, das auf Crew-getaktete Regatten um die Bojen zugeschnitten ist. Der Hubkiel ist das prägende Merkmal der Handhabung: Ausgefahren verleiht er dem Boot einen wettbewerbsfähigen Tiefgang von 5,92 Fuß und eine Rumpfgeschwindigkeit von 6,56 Knoten, während er eingeholt den Straßentransport auf einem Trailer zwischen weit entfernten Regatten ermöglicht. Für Hafenmanöver kann ein kleiner Außenborder installiert werden, was auf das Fehlen eines Innenborders und die geringe Verdrängung hinweist, die einen tragbaren Motor für die Sliprampe und den Liegeplatz im Yachthafen ausreichen lässt. (1)
Performance
Der Regatta-Charakter des Entwurfs wird durch sein PHRF-Durchschnittshandicap von 102 quantifiziert, wobei im Laufe der Jahre die Werte zwischen 99 und 105 schwankten. Diese Zahlen ordnen die SR 27 unter den schnelleren kleinen Kielbooten ihrer Ära ein, wenn sie mit ihrem 7/8-Rigg gesegelt wird. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,56 Knoten steht im Einklang mit der Verdrängung von 3.750 lb bei einer Wasserlinie von 24 Fuß.
Das Fazit
Die SR 27 ist eine in geringer Stückzahl gebaute, trailerbare Regattayacht, die auf Kabinenkomfort verzichtet und stattdessen für ein sauberes 7/8-Rigg sowie einen klappbaren Kiel für den Straßentransport sorgt. Aufgrund der Seltenheit ist jedes Exemplar ein Boot für Liebhaber spezieller Modelle. Der 1992 von C&C Yachts entworfene Entwurf zeigt jedoch ein durchgängiges Regatta-Konzept statt einer kompromissbehafteten Fahrtenyacht.
Vorteile
- Trailerbar dank aufholbarem Hubkiel (geringer Tiefgang bei eingeholtem Kiel: 1,50 Fuß)
- Fractional Bermuda-Slup-Rigg, ideal für Jollensegeln und Regatten
- PHRF-Durchschnitts-Gewicht von 102 mit einem hohen Wert von 105 und einem niedrigen von 99
- Solide GFK-Bauweise von C&C Yachts
Nachteile
- Nur acht Exemplare gebaut – eingeschränkte Ersatzteilversorgung und geringe Gemeinsamkeiten bei Ersatzteilen
- Kein Innenborder; für Hafenmanöver auf den installierten Außenborder angewiesen






