Design und Konstruktion
Sedna Yachts baute die 26 in Polen mit einem massiven GFK-Rumpf und -Deck, und der Innenraum ist auffallend modulär aufgebaut: Eine Formstruktur über die gesamte Länge hinweg bildet die Kabine bis zur Ebene der Kojen, wobei eine zweite Deckenformung als Durchgang dient, durch den die meisten Decksbeschläge verschraubt sind. Die Kajütaufbauten verlaufen unabhängig voneinander und heben das Boot vom Markt ab; das lange Plexiglasscheibenfenster verjüngt sich von vorn nach achtern wie ein Autodach und verleiht dem Boot einen modernen Look, der die voluminöse Form kaschiert. Der interne Eisenballast ist einfach zwischen Sperrholzplatten eingegossen, und da der Großteil des Ballasts im Rumpf liegt, bleibt das Schwert leicht genug, um leicht anzuheben, während dennoch ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 % erreicht wird. Ein profiliertes Schwert zieht bei abgesenktem Zustand 5 Fuß 6 Zoll Wasserlinie ein, und das Ruder lässt sich für den Transport aufhängen. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg ist für einhandiges Setzen und Bergen ausgelegt, wobei ein System verwendet wird, das anderen polnischen Trailerbooten ähnelt. Das Großsegel ist mit einer Bolzenschlaufe (Bolt Rope) statt mit einem losen Unterliek gefahren. Da es im Unterliek keine Öffnung für das Reffband gab, musste dieses an einem auf dem Baumtopp vernieteten Loch befestigt werden. Die Vorliekführung verläuft über das Vorsegelblatt nach unten anstatt am Mast, was eine ausreichende Vorliekspannung unmöglich macht. Auf dem Wasser zeigte das GPS eine konstante Geschwindigkeit von 5,6 Knoten am Wind mit Spitzen von bis zu 6 Knoten. Die Sülls der Plicht liegen weit innen an der Fußreling, sodass die Seitendecks bis zum Spiegel reichen. Ein Gurt zwischen dem hintersten Relingstütze und der Heckreling ermöglicht es, sich beim Steuern zurückzulehnen. Die Edelstahlpinne liegt jedoch sehr weit hinten, und das klappbare Ruder hat keinen Griff für den Cunningham, sodass es vor dem Segeln manuell vollständig durchgezogen werden muss. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist das offene Layout nur durch ein Teilschott zwischen dem Salon und der V-Koje im Bug geteilt. Wie der Rezensent in YACHT schrieb, war das Raumgefühl für ein 26-Fuß-Boot überraschend gut. Die Stehhöhe im Salon übersteigt 1,80 m. Eine Doppelkoje erstreckt sich über die gesamte Breite des Hecks, während die vordere Doppelkoje und die Kojen im Salon recht schmal sind. Eine separate Nasszelle und eine kleine Pantry gehören zur Ausstattung, ebenso wie Druckwasser, wobei Kühlschrank und Landstrombuchsen als Optionen angeboten werden. Der Stauraum ist großzügig bemessen – ein Schrank unter der Plicht, zwei halbe Sitzkoffer und Platz achtern unter dem Cockpitboden für zwei Erwachsene – obwohl einige Bereiche unter den Kojen unzugänglich oder aus verschraubtem Sperrholz bestehen. Ein Ankerkasten befindet sich im Vorschiff, und eine Teak-Fußreling erleichtert das Gehen nach vorn.
Bekannte Schwachstellen
Die Cockpit-Anordnung wurde als nicht ganz gelungen kritisiert. Die weit achtern liegende Pinne zwingt den Steuermann auf die flache Kante der Sülls, was ein Zurücksinken unangenehm macht. Die Garage für das Luk ist etwas schwach laminiert und federt unter den Füßen spürbar durch. Unter den Bodenbrettern war die Verarbeitung noch nicht zufriedenstellend, und am Ausstellungsexemplar hatte sich das Sperrholz um den inneren Eisenballast bereits Feuchtigkeit gezogen – eine direkte Folge davon, dass der Ballast ohne ausreichenden Schutz direkt zwischen Sperrholzplatten eingeklebt wurde. Mehr handwerkliche Sorgfalt ist erforderlich, wenn das Boot langfristig seinen Wert halten soll.
Das Fazit
Practical Boat Owner lobte die Sedna 26 als riesigen, preisgünstigen Trailerboot, das respektable Leistungen erbringt, und das Design erfüllt diese Vorgaben: ein leichter, breiter Rumpf mit echtem Kabinenvolumen und einer wirklich einhand bedienbaren Takelung. Die Schwachstellen konzentrieren sich auf die Ergonomie der Plicht, einige dünne GFK-Auflagen und Details aus frühen Produktionsjahren im Bereich der Ballast-Hülle, die ein sorgfältiger Käufer abwägen sollte.
Vorteile
- Echter Trailer-Segler mit internem Ballast, Hub-Schwert und klappbarem Ruder
- Geringe Verdrängung mit langer Wasserlinie und einem respektablen Segelfläche-Verhältnis
- Offener Innenraum mit über 1,80 m Stehhöhe im Salon und einer vollbreiten Achterkoje
- Einhand-Rigg-System und innenliegende Sülls mit durchgehenden Seitendecks
Nachteile
- Die Führung der Vorsegel-Fall verhindert eine ausreichende Vorliekspannung
- Die weit achtern positionierte Pinne und das flache Süll machen das Steuern unkomfortabel
- Schwach laminierte Lukengarage und mangelhafte Verarbeitung unter den Bodenbrettern
- Sperrholz um den Eisenballast herum hat am Prototyp Feuchtigkeit aufgenommen





