Design und Konstruktion
Die 30-30 GP verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit Holzverzierungen, einem geneigten Vorsteven und einem erhöhten, negativen Spiegel, die zusammen ein durchsetzungsstarkes Regattaprofil der 1980er Jahre präsentieren, anstatt auf Komfort ausgelegte Fahrtenyachten zu sein. Mit knapp unter 30 Fuß Länge über alles (LOA) und einer Wasserlinie von 25,4 Fuß weist das Boot einen Tiefgang von 5,5 Fuß bei einem festen Flossenkiel auf. Es trägt 2.435 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 6.000 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 41 Prozent, das zusammen mit dem Spatenruder an einer Pinne signalisiert, dass der Rumpf eher für Steifigkeit und schnelle Reaktionen als für hohe Zuladung ausgelegt ist. Die Partnerschaft Nelson/Marek lieferte eine Masttoppslup, deren Proportionen – ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,47 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 163 – sie eindeutig in die Kategorie der leichten Regatta-/Fahrtenyachten einordnen. (1)
Rigg und Handhabung
Auf der Regattabahn ist die 30-30 GP um einen Traveller für die Großschot in der Mittelcockpit und intern geführte Fallen mit vier Winschen aufgebaut – eine Anordnung, die die Trimmeinstellungen nah am Steuerposition hält. Der Baum ist hervorragend für die Trimmung ausgestattet und verfügt über zwei Flachreffsysteme, ein internes Unterliekstrecker und Topping-Lift sowie einen 12:1 Baumniederholer neben einer 3:1 Cunningham und einem 2:1 Vorliekstrecker zur Kontrolle von Form und Stellung von Vorsegel und Großsegel. Aluminium-Genuaschienen und Fußreling vervollständigen einen Decksplan, der für eine effiziente Crewarbeit ausgelegt ist. Das Design weist ein PHRF-Durchschnittshandicap von 141 auf – ein Wert, der ihren Status als wirklich schnelle MORC-Boote und nicht als gemütliches Wochenendboot bestätigt. (1)
Unterbringung
Unter Deck nutzt die 30-30 GP ihre Breite von 10,25 Fuß pragmatisch. Die Pantry ist geteilt: An Steuerbord befinden sich ein zweiflammiger Spirituskocher und eine Spüle, an Backbord eine Kühlbox, die gleichzeitig als Navigationstisch dient – eine platzsparende Lösung, die für Regatta-/Fahrtenyachten dieser Größe typisch ist. Die Nasszelle liegt im Vorschiff direkt achterlich der V-Koje und verfügt über einen Kleiderschrank; zusätzliche Schlafplätze bieten zwei Kabinenkojen sowie separate Sofakojen im Salon. Eine große vordere Luke bringt Licht und Luft in den Vorschiffsbereich. Die Aufteilung ist funktional und entspricht einem Boot, dessen Stammbaum auf Regatten basiert. (1)
Das Fazit
Die Santana 30-30 GP ist eine fokussierte kleine Regatta-/Fahrtenyacht: selten, für ihre MORC-Vorgaben hervorragend ausgewogen und mit einem regattafertigen Deck und Rigg konstruiert. Die geringe Stückzahl bedeutet, dass man ein solides Exemplar sorgfältig suchen muss, aber der Entwurf selbst ist konsequent und zweckmäßig.
Vorteile
- Hohes Ballastverhältnis und das Spatenruder sorgen für ein steifes, direktes Handling
- Gründlich trimmbares Rigg mit 12:1 Baumniederholer, inneren Fallen und Traveller in der Mitte des Cockpits
- Effizienter geteilter Pantrybereich mit Kombination aus Küchenzeile und Eiskiste sowie vorderem Luk
Nachteile
- Nur etwa 40 Einheiten gebaut, was die Verfügbarkeit begrenzt
- Die Unterkünfte sind spartanisch und regattaorientiert statt komfortabel für Langstreckenfahrten
- Der feste Flossenkiel mit 1,68 m Tiefgang schränkt den Zugang zu flachen Gewässern ein








