Design und Konstruktion
Die 2023 A ist ein reines Freizeit-Kielboot, das überwiegend aus GFK gebaut wurde, mit einem massiven GFK-Rumpf und -Deck. Alle Modelle der Familie teilen geneigte Vorsteven, zweifach geneigte offene, negative Spiegel, am Spiegel aufgehängte Ruder, die über eine Pinne gesteuert werden, und einziehbare Schwerter; die A besitzt speziell ein am Spiegel aufgehängtes Ruder und einen Kielschwert-Kiel. Die Abstammung von der Santana 23 D ist sowohl strukturell als auch optisch spürbar – beide Modelle basieren auf dem gleichen Rumpfdesign –, sodass die 2023 A eine bewährte, trailerbare Plattform erbt und gleichzeitig eine eigenständige Entwicklung im Bereich Decksaufteilung und Kabinenaufbau gegenüber dem Rumpf der Santana 23 D von 1978 darstellt. Tester der damaligen Zeit befanden den Rumpf als gut konstruiert, und seine Länge über alles von 23 Fuß 4 Zoll bei einer Wasserlinienlänge von 20 Fuß 6 Zoll, einer Breite von 8 Fuß 6 Zoll und einer Verdrängung von 2.880 Pfund kennzeichnen sie als handliche, trailerbare Fahrtenyacht. (1)
Rigg und Handhabung
Das A-Modell ist als 7/8-Slup ohne Achterstag getakelt und verfügt über eine Rollgroßsegel-Besegelung, was die Bedienung mit kleiner Crew erheblich vereinfacht. Schocks Entscheidung, das Achterstag bei dieser Standardkajütausführung wegzulassen, passt hervorragend zum Rollgroßsegel, um das Rigg überschaubar zu halten. Tester stellten fest, dass sich das Boot leicht aufriggen und zu Wasser lassen lässt, und betonten, dass die einfache Handhabung Anfänger oder Segler, die vom Daysailen aufsteigen, nicht verwirren sollte. Mit einem PHRF-Durchschnittshandicap von 224 liegt das A-Modell von 2023 deutlich hinter der Bewertung von 174 des R-Modells, was es als die ruhigere, fahrtenorientierte Variante der Familie kennzeichnet. Der Wasserballast – insgesamt 1.300 Pfund, für den Straßentransport entleert – sorgt für die nötige Steifigkeit, ohne das Gewicht eines festen Kiels zu erfordern. Das Schwert lässt sich auf einen minimalen Tiefgang von 1 Fuß 2 Zoll einziehen, ideal für den Transport auf dem Trailer und flache Gewässer, und erreicht im abgesenkten Zustand einen maximalen Tiefgang von 5 Fuß 4 Zoll.
Unterbringung und Einsatzzweck
Die Santana 2023 ist im Modellprogramm als Fahrtenyacht konzipiert, und ihre Entwicklung aus dem Rumpf der 23 D mit einem anderen Innenraum spiegelt dieses Konzept wider. Tester empfanden die Santana 2023 im Allgemeinen als vernünftige Einstiegsmöglichkeit für Törns auf Binnenseen und geschützten Gewässern, was die A eher als trailerbaren Weekender für geschützte Reviere denn als Boot für den Offshore-Einsatz positioniert. Das 7/8-Rigg, die Pinne und der offene Spiegel hinten deuten auf ein Boot hin, das von einer kleinen Crew ohne Komplikationen zu Wasser gelassen, gesegelt und wieder eingeholt werden soll.
Bekannte Schwachstellen
Frühe Exemplare der Santana 2023 litten unter Verschleiß an den Antriebswellen, und Schock verwendete auf den ersten Booten Sperrholz im Inneren der Wasserballasttanks, bevor man ab 1996 auf GFK für die Tanks umstieg. Ein weiteres hartnäckiges Problem ist die fortgesetzte Verwendung eines spröden Dichtungsmaterials für die Fugen im Bereich des Tankdeckels, was laut Berichten von Eignern oft zu Undichtigkeiten führte. Käufer und Eigner von Rümpfen vor 1996 sollten das Innere der Tanks und die Dichtungen am Tankdeckel als Hauptverschleißpunkte betrachten.
Das Fazit
Die Santana 2023 A ist eine durchdacht weiterentwickelte trailerbare Fahrtenyacht, die einen leistungsfähigen Rumpf der Santana 23 D übernimmt und ihn in ein für Einsteiger geeignetes Paket mit Rollanlage einpackt. Ihr Wasserballast und das aufholbare Schwert machen sie zu einem praktischen Boot für das Trailern und Segeln. Die bekannten Probleme mit Leckagen an den Tanks und frühen Getriebeschäden sind begrenzt, gut bekannt und auf bestimmte Baujahre konzentriert. Für Fahrtensegler in geschützten Gewässern und als Sprungbrett bleibt sie ein solides, agiles Design.
Vorteile
- Direkte Weiterentwicklung des Rumpfes aus der bewährten Santana 23 D von 1978
- Rollgroßsegel und fehlendes Achterstag vereinfachen das Rigg
- Wasserballast lässt sich für den Transport entleeren; Schwert sorgt für geringen Tiefgang
- Tester empfanden es als leicht aufzutakeln, zu slippen und zu bedienen
Nachteile
- Frühe Modelle litten unter Materialfehlern
- Sperrholz-Tankinnereien bei frühen Booten; berichtete Risse im verklebten Tankdeckel









