Design und Konstruktion
Steck zeichnete die 223 für Wellcraft Marine, den Hersteller von Motorbooten, und diese Abstammung zeigt sich in einem Rumpf, der von Hand mit Matratze, Roving und Coremat – ohne Schneidgarn – laminiert wurde. Die Mengen entsprachen den Ansprüchen eines pedantischen Bootsbau-Jurymitglieds, das das handaufgelegte Matratzen-, Roving- und Coremat-Laminat prüfte. Die Formen würden eher einem teureren Boot zugeschrieben werden: Der Rumpf ist glatt und fein, ohne Roving-Druckspuren, und alle GFK-Oberflächen wirken angemessen steif. Über der Wasserlinie ist die Konstruktion pur pragmatisch. Die Seitendecks sind breit und tragen eine eingeformte Sand-Antirutsch-Beschichtung, die hält, ohne das Leder des Bodenbelags zu beschädigen. Die Decksbeschläge sind außerdem mit einer Viertel-Zoll-Aluminiumplatte hinterlegt, die in das Laminat einlaminiert ist. Die Fußreling ist auf dem Deck kaum spürbar, aber die Relingstützen der Seereling sind ungewöhnlich stark für ein Boot dieser Art: Es handelt sich um Edelstahlstützen mit schweren verstärkenden Bolzen, von denen schwere Edelstahlbolzen aus den Fundamenten herausragen und die Stützen umschlingen. Ein am Spiegel montierter Badeleiter lässt sich bis zum Heckkorb hochklappen, und ein selbstlenzender Ankerkasten im Vorpiek hält die Ankergeschirre außerhalb der Cockpitschränke. (1)
Rigg und Handhabung
Die 223 ist mit einem fraktionierten Slup-Rigg mittlerer Streckung ausgestattet, das gut gemachte Segel und einfache, übersichtliche Trimmeinrichtungen bietet, die auch einer unachtsamen Crew Fehler verzeihen. Die Wanten gehen von inneren Püttingen aus – ein Detail, das den Winkel für das Genuaschot verengt, aber die Bewegung nach vorn an Deck behindert. Unter Segeln ist sie auf allen Kursen berechenbar, wenn auch nicht herausragend. Das traditionelle Kielschwert-Layout bedeutet, dass sich das unballastierte Schwert leicht anheben lässt, ohne dass es zu wilden Stabilitätsverschiebungen kommt, da der 700 Pfund schwere Bleiballast im Kiel sitzt. Selbst mit aufgeholtem Schwert kämpft das Boot nicht um sein Gleichgewicht, und das Rudergefühl bleibt fehlerfrei; die Fallleine liegt direkt in der Plicht, sodass man das Boot tatsächlich in flachem Wasser segeln kann. Erfahrene Hände möchten sich jedoch oft einen Traveller oder Baumniederholer zulegen.
Unterbringung
Im Inneren lehnte Steck eine Spielzeughaus-Möblierung ab und entschied sich stattdessen für einen offenen „Honeymoon“-Plan, der das Boot unter den 22-Fuß-Booten selten macht, da es für ein Paar sehr komfortabel ist. Die 7 Fuß 9 Zoll lange Sitzecke und die Achterkojen reichen tief in die Kabine hinein, und die nach achtern gerichteten Kojenkissen mit Holzunterseite verbinden die Sitzecken zu einer 6 Fuß 6 Zoll mal 4 Fuß 4 Zoll großen Querkoje – eine der größten, die auf einem trailerbaren 22-Fuß-Boot zu finden sind, und zugleich die größte Querkoje ihrer Klasse, deren mittschiffs gelegene Position für viel Bewegungsfreiheit vor Anker sorgt. Der Kompromiss ist eine enge V-Koje im Vorschiff, die gut für zwei Kinder oder einen Erwachsenen geeignet ist, und eine Kojenplatzierung, die den Weg zur Toilette unter der V-Koje blockiert. Eine kleine Pantry achtern des Backbord-Schotts verfügt über eine Spüle und Stauraum unter dem Tisch, wobei ein klappbarer Kartentisch über der Arbeitsplatte angebracht ist; der Kleiderschrank an Steuerbord ist mit Zeder ausgekleidet. Teppichboden an der Decke sorgt für eine gemütliche Atmosphäre in der Kabine, die Belüftung ist für ein Entwurf aus Florida hervorragend, und der Niedergang sowie die vorderen Luken sind fast riesig – die Niedergangsluke lässt sich gegen den Mast nach vorn klappen, um im Großteil des Salonraums Stehhöhe zu gewährleisten. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Kabine deutet auf viel Tischlerarbeit hin, erfordert jedoch kaum das mühsame Einbauen von geöltem Teakholz; ein Teak-Hickory-Boden verleiht dem Raum eine edle Note. Ein Esstisch, der an die Pantry unter Deck oder ins Cockpit an Deck montiert werden kann, sorgt für Flexibilität, und eine Sprayhood über dem Hauptschott erhöht die Wasserdichtigkeit. Normalerweise mit einem 3- bis 6-PS-Außenborder für das Anlegen ausgestattet, lässt sich die 223 bei eingeholtem Tiefgang von 1,83 Fuß leicht trailern. Sie belohnt einen Eigner, der ein einfaches, offenes Interieur einer geteilten Aufteilung vorzieht.
Das Fazit
Die Starwind 223 ist eine durchdacht konstruierte, trailerbare Fahrtenyacht, deren offene Aufteilung und das Flachkiel-Steckschwert über ihre Länge hinausragen. Einzig der schwierige Durchgang im Vorschiff und eine Vorschiffskoje, die eher für Kinder geeignet ist, mindern den Gesamteindruck.
Vorteile
- Offener Innenraum mit einer der größten querschiffs angeordneten Doppelkojen in der Klasse der trailerbaren 22-Fuß-Boote
- Handaufgelegter Mat/Roving/Coremat-Rumpf mit guter Formgebung und steifen GFK-Oberflächen
- Kielballast und aufholbares Schwert ermöglichen ein einfaches Zuwasserlassen und stabiles Segeln in flachen Gewässern
- Starke Seerelingstützen und decksseitig verklebte Decksbeschläge für ein Boot dieser Größe
Nachteile
- Die im Innenborder integrierten Püttinge behindern das Vorbeigehen an Deck nach vorn
- Querliegende Kojenblöcke blockieren den Verkehr zwischen Cockpit und Nasszelle
- Die enge V-Koje im Vorschiff eignet sich nur für Kinder oder einen einzelnen Erwachsenen







