San Juan 7.7 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Don Clark·1979·Clark Boat Co.
San Juan 7.7 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
25.75' · 7.85 m
Verdr.
3.200 lbs · 1.451 kg
Erstes Baujahr
1979

Die San Juan 7.7 ist ein kleines Segelboot, das der amerikanische Konstrukteur Don Clark Anfang der Achtzigerjahre entwarf und von der Clark Boat Company aus GFK gebaut wurde. Mit knapp unter 26 Fuß Deckslänge und einer Wasserlinie von 20 Fuß verdrängt sie 3.200 Pfund auf einem mit Blei ballastierten Flossenkiel. Das Design liest sich als bewusste Anstrengung, viel Volumen und Segelfläche auf einen trailerbaren Bootsrumpf zu packen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
25,75 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
20 ft
Breite
9,5 ft
Tiefgang
4 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
1.100 lbs (Blei)
Verdrängung
3.200 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
30 ft
Unterliek Großsegel
11 ft
Vorsegeldreieck Höhe
27,75 ft
Vorsegeldreieck Basis
9,5 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
29,33 ft
Segelfläche
304 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
22,4
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
34,38
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
178,57
Komfort-Ratio
11,35
Kenterungsverhältnis
2,58
Rumpfgeschwindigkeit
5,99 kn

Design und Konstruktion

Clarks Rumpf besteht aus einer massiven GFK-Hülle mit einem festen GFK-Deck, und die Materialwahl bringt praktische Vorteile: Ein GFK-Rumpf erfordert über eine gesamte Segelsaison hinweg nur minimale Wartung. Der Konstrukteur hat sich ganz klar auf viel Raum konzentriert und sich für eine deutlich geräumigere Rumpfform als üblich entschieden – die Zahlen bestätigen dies: Im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten ist die 7.7 geräumiger als 88 Prozent aller anderen Entwürfe. Diese großzügige Innenraumgestaltung resultiert aus einer Breite von 9,5 Fuß bei einer Länge von 25,75 Fuß, was einem Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,63 entspricht – ein niedriger Wert für diese Klasse, der das Wohngefühl unter Deck erklärt. Der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von etwa vier Fuß auf, was reicht, um in flachen Marinas anzulegen, und der Bleiballast von 1.100 Pfund sorgt für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 34 Prozent.

Rigg und Seeverhalten

Die 7.7 ist als 7/8-Slup getakelt, und der Segelplan ist für diese Größe alles andere als bescheiden. Mit einer Segelfläche von Großsegel und Fock von rund 297 Quadratfuß trägt sie mehr Rigg als 100 Prozent aller ähnlichen Segelboote, was die Rezension als deutlich übertakelt bezeichnet. Dieses stark getakelte Rigg sitzt auf einem Flossenkiel-Rumpf mit Spatenruder: Der Flossenkiel sorgt für hervorragende Manövrierbarkeit im Hafen, verliert jedoch im Vergleich zu Langkielern etwas an Kursstabilität und läuft bei stehendem Wind etwas aus dem Ruder. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei etwa 6,0 Knoten, und die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt rund 204 Quadratfuß. Das Absenkungsvermögen liegt bei etwa 663 Pfund pro Zoll, sodass das Boot bei einer erheblichen Zuladung vorhersehbar einen Zoll tiefer sinkt, je nachdem, wie viele Pfund es trägt. (1)

Unterbringung

Das dominierende Konstruktionsmerkmal ist das Volumen. Clarks Entscheidung, den Rumpf zu verbreitern und die Breite nach den Enden hin auszudehnen, führt zu einer Kabine, die sich im Vergleich zu fast allen Konkurrenten in dieser Größenklasse deutlich geräumiger präsentiert. Das Komfort-Ratio von 11,35 deutet zudem auf eine stabile, solide Plattform für ein so leichtes Boot hin. Mit einem Kenterungsverhältnis von 2,58 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 178,57 fällt sie eindeutig in die Kategorie der leichten Verdränger, die eher flache Reviere als schwere Blauwasser-Traditionsschiffe bevorzugen.

Bekannte Schwachstellen

Der einzige Kritikpunkt bei diesem Einheitsklassenboot ist keine Mangelware, sondern eine Eigenschaft des Seeverhaltens: Die geringere Kursstabilität des Flossenkiels bedeutet, dass das Boot auf raumen Kursen weniger kursstabil läuft als ein Langkieler und mehr Aufmerksamkeit am Ruder erfordert. Das überdimensionierte Rigg ist ein weiterer Punkt – mehr Segelfläche als ihre Schwesterschiffe kann bei starkem Wind den leichten Rumpf überfordern, wenn nicht gut aufgepasst wird.

Refits und Eignerschaft

Die GFK-Bauweise sorgt für unkomplizierte saisonale Wartung, und die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind vollständig dokumentiert, um nachbestellt werden zu können: Jede Fall ist 24,2 Meter lang und hat einen Durchmesser von 8 mm, die Schoten haben einen Durchmesser von 10 mm in Längen von 7,6 bis 19,1 Metern, und das Cunningham, die Unterliekstrebe und der Unterliekspanner sind alle auf 8 mm spezifiziert. Ein Eigner, der Leinen ersetzt, kann dies exakt nach den Originalmaßen ohne Raten tun.

Das Fazit

Die San Juan 7.7 ist eine volumenoptimierte, leicht anspringende kleine Slup, die Kursstabilität gegen Manövrierbarkeit eintauscht und ein überraschend großes Rigg auf einen wartungsarmen GFK-Rumpf packt. Sie eignet sich für Segler, die mehr Kabinenraum und schnelle Handhabung über Hochseestabilität stellen.

Vorteile

  • Deutlich geräumiger als 88 Prozent vergleichbarer Konstruktionen
  • Der GFK-Rumpf erfordert nur minimale saisonale Pflege
  • Der Flossenkiel sorgt für hervorragende Manövrierbarkeit in engen Häfen
  • Voll dokumentierte Riggmaße vereinfachen den Austausch von Leinen

Nachteile

  • Der Flossenkiel hat weniger Kursstabilität als ein Langkiel
  • Im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten deutlich überdimensioniertes Rigg

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