Design und Konstruktion
Was die Rustler 33 unter der Wasserlinie auszeichnet, ist ihre schmale, kalkulierte Form. Ihre Breite beträgt nur 8 Fuß über alles und an der Wasserlinie spürbar weniger. Mit diesem geringen Breitenanteil und der schmalen Wasserlinie besitzt sie kaum Formstabilität als Anker. Das aufrichtende Moment stammt nicht von der Rumpfform, sondern vom Ballast: 35 Prozent ihres Gewichts sind tief im Kiel platziert, und das gesamte Gewicht besteht aus Blei, da Eisen zu einem großen Kompromiss wäre. Sie wiegt knapp unter 2.700 kg und verfügt über einen Bulbkiel mit einem vollständig ausbalancierten Ruder. Unter der Wasserlinie helfen ein sanfter Rocker und etwas voluminösere Hecksektionen im Vergleich zu ähnlich schlanken Booten vergangener Jahre der Leistung vor dem Wind, und die geringe benetzte Fläche sorgt für ein leichtes Seeverhalten. Die meisten Boote sind mit einem Teakdeck ausgestattet. Die Struktur zeigt massive Spanten, wobei alle Holzarbeiten direkt mit dem Rumpf laminiert sind. Es gibt keine Innenschalen oder Formteile im Salon außer in den Nasszellen. Die Pinne ist über eine Pinnenverbindung mit dem Ruderschaft verbunden, der auf dem Achterdeck liegt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Rustler 33 verfügt über ein großes, leicht zu bedienendes Rigg mit einem im Innenlieger-Stil positionierten Vorstag und einer Rollbügelunterstützung unter Deck. Das Rollband führt unter Deck direkt zum Backskist in der Plicht und nutzt ein schlankes Ein-Kanal-Bartels-System aus Deutschland. Der Mast ist für eine schlankere Form durchgesteckt, und ein 2:1 Achterstag wird am Mast nach achtern zum Kajütdach geführt, wo er mit einer Winsch bedient werden kann. Eine 8:1 Großschot sorgt für einfaches Arbeiten mit dem Großsegel, und ein gut getimtes Wenden reduziert den Bedarf an der Winschhand. Zudem entscheiden sich immer mehr Eigner für Carbon-Riggs, um Komfort und Leistung weiter zu steigern. Yachting Monthly befand sie überraschend leise, trocken – wobei eine Sprayhood nicht nötig oder fehlte – und von einer Person sowie problemlos von zwei Personen bedienbar. Ihr 34-Fuß-Rumpf verjüngt sich auf eine statische Wasserlinie von 22 Fuß 6 Zoll, die sich beim Ankern deutlich vergrößert. Sie ist zudem leicht und schlank genug, um hinter einem Auto zu neuen Revieren gezogen zu werden. (2)
Unterbringung
Die Standard-Innenraumaufteilung bietet eine große Doppelkoje im Vorschiff sowie zwei Sofakojen an Backbord und Steuerbord. Die separaten Nasszellen an Backbord enthalten eine Toilette und eine Waschschüssel mit Zugang zum achteren Nassraum hinter der Toilette – ein Nassraum, der großzügig dimensioniert ist und ganz achtern platziert wurde, um den Rest des Bootes trocken zu halten. Die separaten Nasszellen sind für ein Boot dieser Art recht großzügig bemessen. Die Pantry an Steuerbord verfügt über eine außenliegende Spüle und Platz für einen einflammigen Herd mit Stauraum hinter dem Kochbereich. Tester weisen darauf hin, dass die Pantry nur dann wirklich nutzbar ist, wenn man sitzt. Die Stehhöhe über den Sofakojen beträgt komfortable 1,1 Meter, obwohl man sich nicht aufrecht im Inneren aufstellen kann. Der Innenausbau ist in Satinlack oder Eierschaumweiß gehalten, und das kleine Interieur erwärmt sich schnell. Die Werft weist darauf hin, dass der Innenausbau aus hochwertigen Materialien nach den besten Praktiken des Yachtbaus gefertigt wurde, und viele Holzarbeiten sind für diejenigen verfügbar, die mehr Holz wünschen.
Sicherheitskategorie und Decksbeschläge
Die Rustler 33 ist aufgrund von Faktoren wie dem Fehlen von Relingstauen und Relingstützen – einer „Umzäunung“ im Jargon der Eigner solcher Boote – in Kategorie C des RCD eingestuft; das Einbauen von Relingstauen würde sie direkt in Kategorie B versetzen. Sie verfügt über keine externen Fallen, die den Wind, der über das Deck streicht, behindern könnten. Die Klampen sind vom Hubausführungstyp, ebenso wie die Navigationslaterne am Bug, und eine abnehmbare Bugrolle wird meist nur bei Bedarf angebolzt. Das Konstruktionskonzept sah vor, dass das Boot schnell und schön sein musste, groß genug für eine Toilette und absolut umwerfend aussehen sollte.
Das Fazit
Practical Boat Owner bewunderte ein Boot, das die hervorragenden Segeleigenschaften ihres traditionellen Designs mit der Praktikabilität moderner Materialien und Systeme verbindet. Zeitgenössische Rezensionen loben sie als ein Boot, das sich wunderbar segeln lässt und pflegeleicht zu besitzen ist, mit genügend Platz für Wochenendtörns. Sie ist eine gut gebaute Fahrtenyacht für küstennahe Törns, die einfachen und schnellen Spaß bietet – allerdings keine Hochseeyacht.
Vorteile
- Der schmale, mit Blei ballastierte Bulbkiel sorgt für aufrichtendes Moment ohne breitenabhängige Formstabilität
- Großes, leicht zu bedienendes Rigg mit innerem Vorstag und Deckslauf für saubere Decks
- Leiser, trockener, trailerbarer Rumpf, den ein Segler alleine bewältigen kann
- Großzügige, geschlossene Nasszellen und eine gut dimensionierte Feuchtigkeitssperre achtern für Wochenendtörns
Nachteile
- Keine Stehhöhe und Pantry ist nur im Sitzen nutzbar
- CE-Kategorie C bis zum Einbau der Relingfallen
- Keine Relingstützen oder Relingfallen serienmäßig; Ankern erfordert eine nachträglich montierte Bugrolle







